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LANDKREIS und MÜNCHENER NORDEN

ACHTUNG !! Newcastle Disease bei Geflügel breitet sich aus

Maria Sabbas-Scouras

Veterinäramt ruft Geflügelbesitzer dazu auf, Impfpflicht einzuhalten und Biosicherheitsmaßnahmen zu ergreifen

Aufgrund aktueller Krankheitsausbrüche der Newcastle Disease (ND) im benachbarten Landkreis Erding sowie weiterer Verdachtsfälle ruft das Veterinäramt des Landratsamts München alle Geflügelbesitzer, insbesondere auch Kleinst- und Hobbyhalter, zur strikten Einhaltung der gesetzlichen Impfpflicht und gerade in der aktuellen Situation zur Beachtung aller Biosicherheitsmaßnahmen auf.

Die Newcastle Disease, auch als „Atypische Geflügelpest“ bekannt, ist eine hochansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung. Da das Virus über Wildvögel, Personen oder kontaminiertes Futter leicht verschleppt werden kann, stellt die aktuelle Lage im Nachbarlandkreis ein direktes Risiko auch für Geflügelhalter im Landkreis München dar.

Gesetzliche Impfpflicht für Geflügel

In Deutschland schreibt die Geflügelpest-Verordnung vor, dass alle Besitzer von Hühnern oder Truthühnern ihre Tiere regelmäßig gegen Newcastle Disease impfen lassen müssen. Ausnahmen hiervon gibt es nicht. Auch Personen, die etwa nur einzelne Tiere im Garten halten, sind von der Impfpflicht für ihre Tiere betroffen.

Was Tierhalter jetzt tun müssen

Besitzer von Geflügel sollten unbedingt den Impfstatus ihrer Tiere prüfen und sicherstellen, dass diese über einen lückenlosen Impfschutz verfügen. Darüber hinaus muss jeder Geflügelbestand beim zuständigen Veterinäramt sowie bei der Tierseuchenkasse gemeldet sein.

Die Impfung erfolgt in der Regel über das Trinkwasser oder per Injektion durch einen Tierarzt. Die Impfung schützt nicht nur das Einzeltier vor einem qualvollen Krankheitsverlauf, sondern verhindert im Ernstfall auch die umfassende Keulung von Beständen in der gesamten Region. Im betroffenen Nachbarlandkreis mussten bereits über 100.000 Hühner getötet werden. Die gesetzlich vorgeschrieben Maßnahmen unterscheiden im Seuchenfall nicht zwischen Groß- und Klein- und Kleinsthaltungen. Verstöße gegen die Impfpflicht können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden.

Geflügelhalter können zudem aktiv dazu beitragen, dass sich die Viruserkrankung nicht weiter ausbreitet, indem sie den Kontakt zwischen den eigenen Tieren und Wildvögeln minimieren. Fremde Personen dürfen die Stallungen und Haltungen derzeit nicht betreten.

Bei plötzlichen Todesfällen unter den gehaltenen Tieren, Atemwegsproblemen oder einem starken Rückgang der Legeleistung ist umgehend ein Tierarzt zu Rate zu ziehen.

Geflügelbesitzer, die Fragen zu den bei ihren Tieren erforderlichen Impfungen bzw. deren Impfstatus haben, können sich an ihren praktischen Tierarzt oder das Veterinäramt wenden.

Quelle: Landratsamt München (Stand 04.03.2026)

Was tun, wenn einem das Wasser wortwörtlich bis zum Hals steht?

Maria Sabbas-Scouras

Landratsamt München verteilt ab kommender Woche Informationsmaterial zur Krisenvorsorge an alle Haushalte im Landkreis

Krisen und außergewöhnliche Ereignisse lassen sich nicht immer verhindern. Auch im Landkreis München nehmen Extremwettersituationen zu, zugleich wirken sich internationale Krisen und eine angespannte weltpolitische Lage zunehmend auf das Leben vor Ort aus. Allerdings kündigen sich Krisen selten an. Sie treffen Kommunen und Bürgerinnen und Bürger oft unerwartet. Ob Stromausfall, Hochwasser oder länger andauernde Versorgungsengpässe – entscheidend ist, vorbereitet zu sein

Der Landkreis München informiert deshalb seine Bürgerinnen und Bürger mit einer umfassenden Katastrophenschutzbroschüre zur persönlichen Vorsorge. Die Verteilung an alle Haushalte im Landkreis beginnt in der kommenden Woche.

Grundlage bildet der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Er vermittelt grundlegende Vorsorgemaßnahmen und Verhaltensregeln, die unabhängig vom konkreten Schadensereignis gelten, zum Beispiel, wie man sich einen sinnvollen Notfallvorrat anlegt, wie man im Krisenfall seriöse Informationen erhält oder wie man ohne Strom kochen kann. Zusätzlich beinhaltet der Ratgeber praktische Checklisten zur Vorbereitung. Ergänzt wird er durch gemeindespezifische Flyer, die auf örtliche Besonderheiten eingehen.

Anlaufstellen im Ernstfall

Ein zentraler Bestandteil der lokalen Informationen sind die sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürme. Diese dienen im Krisenfall als wichtige Anlaufstellen für die Bevölkerung, etwa zur Information, als Treffpunkt oder bei Ausfall von Strom und Kommunikation. Die Flyer erläutern deren Standorte und Aufgaben sowie weitere kommunale Besonderheiten und Risiken.

„Broschüre und Gemeindeflyer verstehen sich ausdrücklich als Hilfe zur Selbsthilfe“, betont Landrat Christoph Göbel. „Wer sich frühzeitig informiert und vorbereitet, kann im Ernstfall ruhiger handeln und hilft damit auch seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.“

Vorbereitung und Orientierung statt Panik

Die Broschüre und die ergänzenden Gemeindeflyer geben Orientierung, bevor eine Ausnahmesituation eintritt. Sie helfen dabei, Unsicherheiten zu verringern und sich frühzeitig mit wichtigen Fragen auseinanderzusetzen. Auch wenn alle Beteiligten hoffen, dass die Inhalte möglichst nicht praktisch relevant werden, bittet der Landkreis die Bevölkerung, sich bewusst Zeit für die Lektüre zu nehmen und die Hinweise für den eigenen Haushalt zu nutzen.

Sollten Bürgerinnen und Bürger des Landkreises München bis Ende März kein Informationsmaterial erhalten haben, können sie es per E-Mail an pressestelle@lra-m.bayern.de bestellen.

Zusätzlich setzt der Landkreis im Rahmen des Bevölkerungsschutzes auf eine niederschwellige Kommunikationsstrategie: Bürgerinnen und Bürger können auf WhatsApp dem offiziellen Warn- und Infokanal „Sicher im Landkreis München“ folgen. Er ist über www.landkreis-muenchen.de/whatsapp-warninfo erreichbar.

Quelle: Landratsamt München (Stand 26.02.2026)

Bild von Hans auf Pixabay

Starkes Zeichen für Erinnerung und Frieden

Maria Sabbas-Scouras

Ehrung der Sammlerinnen und Sammler und Scheckübergabe an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

275 Sammlerinnen und Sammler haben im Jahr 2025 bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. im Landkreis München insgesamt 56.808,46 Euro gesammelt. In München Stadt und Land betrug das Gesamtergebnis 110.501,67 Euro.

Beim traditionellen Empfang im Foyer des Landratsamts dankte Landrat Christoph Göbel den engagierten Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Der Bezirksverband München war unter anderem durch den 2. Vorsitzenden Heinrich Stadelmaier und die Geschäftsführerin Stephanie Ritter vertreten.

„Gerade in einer Zeit, in der wir weltweit neue Konflikte und eine wachsende Unsicherheit erleben, ist die Arbeit des Volksbundes von besonderer Bedeutung“, betonte Landrat Göbel. „Die Sammlerinnen und Sammler setzen ein sichtbares Zeichen für Erinnerung, Versöhnung und Frieden. Sie stehen für die enge Verzahnung von Gesellschaft und Bundeswehr und sorgen dafür, dass dieses wichtige Thema in der Mitte unserer Gesellschaft präsent bleibt.“

Der Landrat hob hervor, dass sich unter den 275 Sammlerinnen und Sammlern knapp 200 aktive Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr befanden. „Dass so viele Soldatinnen und Soldaten in Uniform in unserer Bevölkerung unterwegs sind und sich freiwillig in den Dienst dieser guten Sache stellen, ist alles andere als selbstverständlich“, so Göbel weiter. „Gemeinsam mit den zivilen Sammlerinnen und Sammlern zeigen sie Verantwortungsbewusstsein und gelebte Solidarität.“

Im Rahmen der Veranstaltung überreichten Vertreter aus den Reihen der Sammler symbolisch den Scheck an den Landrat, der ihn unterzeichnete und an Geschäftsführerin Stephanie Ritter weitergab.

Im Anschluss wurden zahlreiche Sammlerinnen und Sammler für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet: 24 Personen erhielten Verdienstspangen in Bronze (5 Jahre), Silber (10 Jahre), Gold (20 Jahre) und Weißgold (25 beziehungsweise 40 Jahre Sammeltätigkeit). Eine Person wurde mit der Costermano-Medaille geehrt.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Alto Gebhard: Für 50 Jahre überdurchschnittliches Engagement als Einzelsammler wurde ihm das Ehrenkreuz in Gold verliehen.

Eine Sonderehrung galt auch der Sanitätsakademie der Bundeswehr für ihre langjährige und engagierte Unterstützung der Sammelaktionen des Volksbundes. Generalarzt Prof. Dr. Kai Kehe, stellvertretender Kommandeur und Direktor der Sanitätsakademie, nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen.

Die Spendengelder der Haus- und Straßensammlung kommen der Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbundes, der Fürsorge für die Kriegstoten sowie insbesondere der Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit für ein einiges Europa zugute.

Mit dem Empfang im Landratsamt setzt der Landkreis München ein bewusstes Zeichen der Anerkennung – für langjähriges ehrenamtliches Engagement und für die gemeinsame Verantwortung, Erinnerung wachzuhalten und Frieden aktiv zu gestalten.

Quelle Text und Bild: Landratsamt München (Stand 02.03.2026)

Gemeinsames Engagement für die Arbeit des Volksbundes: Landrat Christoph Göbel (vorne links) mit Stephanie Ritter, Geschäftsführerin, und Heinrich Stadelmaier, 2. Vorsitzender des Bezirksverbands München des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, bei der symbolischen Scheckübergabe mit den geehrten Sammlerinnen und Sammlern, die gemeinsam mit zahlreichen weiteren Engagierten das starke Sammlungsergebnis 2025 erst möglich gemacht haben.

Landkreis München startet WhatsApp-Warnkanal

Maria Sabbas-Scouras

Neues Angebot „Sicher im Landkreis München“ für Krisenwarnungen und Informationen rund um das Thema Sicherheit

Der Landkreis München erweitert sein Konzept zur Bevölkerungswarnung um einen weiteren, direkten Kommunikationskanal: Ab sofort informiert der neue WhatsApp-Kanal „Sicher im Landkreis München“ schnell, zuverlässig und aus erster Hand über Gefahrenlagen, Krisen- und Katastrophenfälle sowie über wichtige sicherheitsrelevante Themen im Alltag.

In Katastrophenfällen oder bei größeren Schadensereignissen ist der Landkreis gesetzlich für die Warnung der Bevölkerung zuständig. Bislang erfolgte diese unter anderem über Pressemitteilungen, die Website des Landkreises, soziale Medien oder Warn-Apps wie NINA oder KATWARN. Viele dieser Kanäle erreichen die Bürgerinnen und Bürger jedoch nur mittelbar oder bieten nur begrenzten Raum für weiterführende Informationen. Der neue WhatsApp-Kanal schließt nun diese Lücke.

Direkt, schnell und verständlich

Wer den neuen WhatsApp-Kanal abonniert, erhält im Ereignisfall aktuelle Informationen direkt auf das Smartphone. Anders als bei verschiedenen anderen sozialen Medien sehen Abonnenten neue Beiträge dabei ohne Zeitverzögerung und bleiben immer auf dem neuesten Stand, ohne darauf vertrauen zu müssen, dass ein Algorithmus den Beitrag zur richtigen Zeit anzeigt. Neben kurzen Warnhinweisen können auch weiterführende Informationen, Verhaltenshinweise, Karten oder Links bereitgestellt werden. So bleibt mehr Raum für Einordnung und laufende Updates als in klassischen Warnmeldungen.

Entwickelt wurde der Kanal in enger Abstimmung zwischen Katastrophenschutz, Pressestelle und Kreisbrandinspektion – auch als Lehre aus zurückliegenden Einsatzlagen. Ziel ist es, im Ernstfall mit möglichst geringem Zeitverlust eine große Reichweite zu erzielen.

Landrat Christoph Göbel betont: „Im Krisenfall zählt jede Minute. Mit unserem neuen WhatsApp-Kanal schaffen wir einen weiteren direkten Draht zu den Menschen im Landkreis. Wer informiert ist, kann schnell und richtig reagieren und damit sich und sein Umfeld schützen.“

Informationen auch außerhalb von Krisenlagen

Damit der Kanal im Ernstfall möglichst viele Menschen erreicht, wird er nicht nur bei akuten Gefahrenlagen genutzt. Geplant sind regelmäßige Tipps und Hinweise rund um das Thema Sicherheit, von Warnungen über das Betreten von Eisflächen, Informationen zu Notvorräten bis hin zu einer Checkliste für die Hausapotheke oder Sicherheitshinweise für die Nutzung der Isar. Darüber hinaus erhalten Abonnenten hier auch aktuelle Informationen zu Übungen, Warntagen oder Veranstaltungen zum Thema Bevölkerungsschutz. Um die Nutzer dabei nicht mit Informationen zu überfluten, sind lediglich ein bis zwei solcher Informationen pro Monat vorgesehen.

Ergänzung zu bestehenden Warnsystemen

Der WhatsApp-Kanal ersetzt keine bestehenden Warnmittel wie Sirenen, Warn-Apps oder Cell Broadcast, sondern ergänzt sie sinnvoll. Er ist Teil eines Gesamtkonzepts zur Bevölkerungswarnung im Landkreis München. Die Nutzung ist freiwillig und kostenlos, alle Informationen werden selbstverständlich weiterhin auch außerhalb von WhatsApp veröffentlicht. Der Kanal fungiert als reiner Informationskanal. Nutzerinnen und Nutzer können auf Beiträge reagieren, bleiben dabei aber anonym. Ein Kommentieren von Beiträgen ist dagegen nicht möglich.

Der WhatsApp-Kanal „Sicher im Landkreis München“ ist ab sofort unter www.landkreis-muenchen.de/whatsapp-warninfo erreichbar.

Landrat Christoph Göbel appelliert dazu an die Bürgerinnen und Bürger: „Abonnieren Sie den neuen WhatsApp-Warnkanal des Landkreises und machen Sie auch Familie, Freunde, Nachbarn oder Kolleginnen und Kollegen darauf aufmerksam, insbesondere auch ältere Menschen oder Personen, die Warn-Apps bislang nicht nutzen. Je größer die Reichweite, desto wirksamer ist die Warnung im Ernstfall.“

Weitere Informationen zum Thema Bevölkerungsschutz und Warnsysteme gibt es unter https://www.landkreis-muenchen.de/themen/oeffentliche-sicherheit-ordnung/katastrophenschutz-und-feuerwehr/.

Quelle: Landratsamt München (Stand 26.02.2026)

Geänderte Öffnungszeiten am Faschingsdienstag - Landratsamt München schließt um 12 Uhr

Maria Sabbas-Scouras

Am Faschingsdienstag, 17. Februar 2026, gelten für das Landratsamt am Mariahilfplatz und seine Außenstellen geänderte Erreichbarkeiten. Der Publikumsverkehr endet an diesem Tag um 12 Uhr. Davon betroffen sind die folgenden Außenstellen:

• MesseCampus Riem,

• Frankenthaler Straße in München,

• Ludmillastraße in München,

• Chiemgaustraße in München,

• Kfz-Zulassungs- und Führerscheinstelle in Grasbrunn-Neukeferloh,

• St. Gabriel in München (Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche).

Kunden der Kfz-Zulassungsstelle ohne Termin werden gebeten, frühzeitig in die Zulassungsstelle zu kommen, um sicherzustellen, dass ihr Anliegen noch während der Öffnungszeiten bearbeitet werden kann. Bei sehr hohem Kundenaufkommen müssen wir die Nummernvergabe ggf. vorzeitig einstellen.

Das Landratsamt München dankt allen Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises für ihr Verständnis.

Die Dienststellen sind ab Mittwoch, 18. Februar, wieder wie gewohnt erreichbar.

Quelle: Landratsamt München (Stand 04.02.2026)

Lions Club München – König Otto unterstützt Nothilfefonds im Landkreis München mit 2.000 Euro

Maria Sabbas-Scouras

Der Lions Club München – König Otto hat den Nothilfefonds im Landkreis München mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro unterstützt. Die Spendenübergabe fand am 27. Januar im Landratsamt München statt, gemeinsam mit Landrat Christoph Göbel.

Der Nothilfefonds wurde 2021 ins Leben gerufen und wird heute von der AWO München-Land verwaltet. Er richtet sich an Menschen im Landkreis München, die trotz bestehender sozialer Sicherungssysteme in akute Notlagen geraten und durch alle Raster der gesetzlichen Hilfen fallen. Ziel des Fonds ist es, schnell, unbürokratisch und gezielt zu helfen.

Jährlich werden rund 10.000 Euro benötigt, um solche Einzelfallhilfen leisten zu können. Die Spende des Lions Clubs München – König Otto leistet daher einen wichtigen Beitrag, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen schnell und wirksam zu unterstützen.

Quelle: AWO Kreisverband (Stand 30.01.2026)

Auf dem Foto v.l.:

Vorne: Ilona Fischer (Lions Club), Landrat Christoph Göbel, Adolph Hengge (Lions Club); hinten: Dr. Bettina Wurster (Landratsamt), Fritz Aulenbach (Lions Club), Meike Voigtmann (Kreisverband), Stefan Wallner (Kreisverband), Michael Germayer (Kreisverband)

Nachhaltiger Winterdienst: Einsatz von "Gurkenwasser"

Maria Sabbas-Scouras

Sole im Winterdienststützpunkt Scheideck des Staatlichen Bauamtes Freising im Bereich der Straßenmeisterei Taufkirchen (Vils)

 

Ab Januar 2026 nutzt die Straßenmeisterei Taufkirchen (Vils) im Winterdienst erstmals umweltfreundliche Sole aus Gurkenwasser - einem nachhaltigen Nebenprodukt der Gurkenproduktion. Dadurch werden Salz- und Trinkwasserverbrauch deutlich reduziert.

 

Die Straßenmeisterei Taufkirchen (Vils) setzt ab Januar 2026 eine innovative und umweltfreundliche Lösung im Winterdienst ein: Salzwasser aus der Gurkenproduktion, auch bekannt als „Gurkenwasser“, wird ab sofort als Sole zur 
Streuung auf den Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im östlichen Teil des Landkreises Erding verwendet. Am Winterdienststützpunkt Scheideck steht hierfür bereits ein moderner Lagertank mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Litern zur Verfügung, in dem nun das Gurkenwasser eingelagert und bedarfsgerecht genutzt wird. 

Bislang wurde die Sole für den Winterdienst in der Straßenmeisterei Taufkirchen (Vils) selbst hergestellt und anschließend mit den Winterdienstfahrzeugen zum Stützpunkt Scheideck transportiert. Dieser Transportweg und die Herstellung aus Trinkwasser und Steinsalz entfällt nun, da die Sole aus Gurkenwasser direkt zum Stützpunkt geliefert und verwendet werden kann. Dadurch werden die Abläufe deutlich effizienter, und der logistische Aufwand wird erheblich reduziert. 

Der jährliche Verbrauch an Sole am Standort Scheideck liegt bei etwa 100.000 Litern. Die Verwendung von Gurkenwasser als Sole ist ein nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz. Das Gurkenwasser entsteht als Nebenprodukt bei der Gur-
kenproduktion der Firma Develey Senf & Feinkost GmbH. Nach dem Reifungsprozess der Gurken verbleibt die Gurkengärlake, die aufgrund ihrer Salzkonzentration und Qualität nicht weiterverwendet werden kann und bisher auf-
wendig geklärt werden musste. Diese Gurkengärlake wird aufbereitet, gefiltert und auf einen Salzgehalt von 21 % konzentriert, sodass es als vollwertiger Ersatz für herkömmliche Salzsole im Winterdienst eingesetzt werden kann. Umfangreiche Laboranalysen bestätigten, dass das Gurkenwasser keine Allergene oder organischen Rückstände enthält, die eine Verwendung im Winterdienst ausschließen würden. Die bisherigen Einsätze in den Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamtes Landshut zeigen, dass die Sole aus Gurkenwasser genauso effektiv und sicher ist wie herkömmliche Sole. Durch die Verwendung der Gurkengärlake als Ausgangsstoff für die Winterdienstsole kann durch die damit 
verbundene Einsparung an Trinkwasser und Salz die Umwelt nachhaltig entlastet und geschützt werden.  

Mit der Einführung dieser nachhaltigen Technologie setzt das Staatliche Bauamt Freising zusammen mit dem Landkreis Erding ein Zeichen für Innovation und ökologische Verantwortung im Verkehrsbereich.  

„Mit dem Einsatz von Gurkenwasser als Sole im Winterdienst gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Dieses innovative Verfahren zeigt, wie Umweltschutz und moderne Technik Hand in Hand gehen können“, betont der Bauminister Christian Bernreiter. 

Landrat Bayerstorfer ergänzt: „Wir freuen uns, dass der Landkreis Erding bei diesem zukunftsweisenden Projekt mit dabei ist. Die Nutzung von Nebenprodukten aus der Lebensmittelproduktion für den Winterdienst ist ein hervorragendes Beispiel für Kreislaufwirtschaft und Umweltschutz vor Ort.“ 

Quelle: Staatliches Bauamt Freising (Stand 27.01.2026)

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uf dem Bild von links nach rechts:
Natalie Kienmüller-Stadler (Leiterin der Straßenmeisterei Taufkirchen)
Martin Bayerstorfer (Landrat)
Nadine Heiß (Bereichsleiterin Straßenbau)
Julian Bauer (stellvertretender Straßenmeister)
Florian Miller (Straßenwärter)

Spenderinnen und Spender erhalten Einblick in CO2-Abscheidung

Maria Sabbas-Scouras

TUM Carbon Removal Initiative e. V. erforscht Möglichkeiten technologischer Treibhausgassenken

Selbst wenn die gesamten Treibhausgasemissionen weltweit sofort runtergefahren würden, ließe sich der Klimawandel nicht mehr vollständig aufhalten. Entscheidend ist daher die Frage, wie sich Treibhausgasemissionen, die über den natürlichen Kreislauf hinweg in der Atmosphäre sind, reduzieren lassen. Mit diesen so genannten Negativemissionen beschäftigt sich die TUM Carbon Removal Initiative e. V. an der Technischen Universität München. Unterstützt wird die studentische Initiative durch die Crowdfunding-Plattform Aktion Zukunft+. Die ermöglichte am Donnerstag (22. Januar) ihren Spenderinnen und Spendern, einen Einblick in die wissenschaftliche Forschung zur Treibhausgassenkung zu bekommen.

Der natürliche Kreislauf ist gestört. Seit Beginn der Industrialisierung hat die Menschheit mehr CO₂ in die Atmosphäre ausgestoßen als durch natürliche Prozesse – etwa die Photosynthese der Pflanzen – wieder aus der Luft entzogen werden kann. Die Folge der steigenden CO₂-Konzentration ist der Klimawandel. Neben der Wiederherstellung natürlicher CO₂-Senken, wie etwa der Aufforstung von Waldflächen oder der Wiedervernässung trockengelegter Moore, gibt es auch Möglichkeiten, das CO₂ mit unterschiedlichen Technologien zu entfernen. Eine Methode ist die direkte Abscheidung von CO₂ aus der Umgebungsluft und die Umwandlung in Trockeneis. Genau damit beschäftigt sich die von Studentinnen und Studenten der Technischen Universität München gegründete TUM Carbon Removal Initiative e. V.

Finanzierung einer Vollzeitstelle

Unterstützt wurden die jungen Menschen dabei durch die Aktion Zukunft+. „Über die Crowdfunding-Plattform konnten Spenderinnen und Spender direkt mithelfen, dieses Projekt zu finanzieren“, sagt Evelyn Reisner, strategische Projektleitung für die Aktion Zukunft+ im Landratsamt München, und ergänzt: „Mit den Mitteln, die Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen und andere Institutionen in der Region gespendet haben, wird eine auf ein Jahr befristete Vollzeitstelle bei der studentischen Initiative finanziert.“

Die Anstellung einer erfahrenen Fachkraft hilft dabei, den Engineering-Prozess zu professionalisieren, den Aufbau der ersten Pilotanlage voranzutreiben, Prozesssicherheit und Datenerhebung zu gewährleisten und die Technologie für eine

spätere Skalierung vorzubereiten. „Für uns als gemeinnützigen studentischen Verein ist die Vollzeitstelle ein echter Meilenstein in der Weiterentwicklung unserer Technologie. Sie ermöglicht nicht nur die planmäßige Fertigstellung unserer ersten Pilotanlage, sondern stärkt die gesamte Arbeit der Initiative, indem sie diese auf ein neues Qualitätsniveau hebt“, ergänzt Greta Baden, Vorstandsmitglied der TUM Carbon Removal Initiative e.V.

„Mit dem Aktionstag bei der TUM Carbon Removal Initiative e. V. haben wir unseren Spenderinnen und Spendern ermöglicht, sich über das Projekt und seine Bedeutung zu informieren. Uns ist es wichtig, auf diese Weise Transparenz zu schaffen und den Menschen, die uns ihr Geld für den Klimaschutz in der Region anvertrauen hautnah erklären zu können, wie jede Spende wirkt“, so Lara Hein, zuständige Mitarbeiterin für lokale Projekte der Aktion Zukunft+ bei der Energieagentur Ebersberg-München.

Über die Aktion Zukunft+

Die Aktion Zukunft+ ist eine Initiative der Landkreise München und Ebersberg in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ebersberg-München. Mit dem Erwerb von Zukunft+ Zertifikaten unterstützen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Organisationen und Kommunen Klimaschutzprojekte in der Region und weltweit. Spenderinnen und Spender entscheiden dabei selbst, welches Projekt unterstützt und so via Crowdfunding in die Umsetzung gebracht wird. Ein Zukunft+ Zertifikat kann für 20 Euro über www.aktion-zukunft-plus.de erworben werden und ist mit dem Wert einer Tonne CO2 hinterlegt. Die eigenen Treibhausgasemissionen können so nach individuellem Wunsch ganz oder in Teilen ausgeglichen werden. Die Spendenbeiträge finanzieren zu gleichen Teilen ausgewählte Klimaschutzprojekte in den Landkreisen München und Ebersberg sowie im globalen Süden.

Quelle: Landratsamt München (Stand 23.01.2026)

FW-Kreisvorsitzender trat bereits im Sommer aus Partei aus – neue Wählergruppe tritt an

Maria Sabbas-Scouras

Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler im Landkreis München, Otto Bußjäger, ist bereits im Sommer vergangenen Jahres aus der Partei ausgetreten. Öffentlich wurde der Schritt erst jetzt. Der 54-Jährige begründet ihn mit einem zunehmenden Rechtsruck des Landesverbands unter Hubert Aiwanger sowie einem Kurs, der auf Konfrontation und Polarisierung statt auf kommunale Sacharbeit setze.

Nach seinem Parteiaustritt blieb Bußjäger politisch aktiv und initiierte gemeinsam mit Mitstreitern eine neue Gruppierung. Die Unabhängige Bürgergemeinschaft München-Land (UB-ML) hat nun die formalen Voraussetzungen für die Kreistagswahl am 8. März erfüllt. Mit 754 gesammelten Unterstützerunterschriften – erforderlich wären 470 gewesen – wird die UB-ML auf dem Stimmzettel stehen.

Die im November gegründete Wählergemeinschaft entstand aus ehemaligen Mitgliedern und Anhängern der Freien Wähler, die den Kurs der Aiwanger-Partei als zu populistisch ablehnen. Inzwischen haben sich zahlreiche unabhängige Gruppierungen aus dem Landkreis der UB-ML angeschlossen. Die Liste umfasst 70 Kandidatinnen und Kandidaten sowie vier Ersatzpersonen, darunter 42 amtierende Stadt- und Gemeinderäte. Die UB-ML versteht sich als parteiunabhängig, lösungsorientiert und dialogorientiert.

Text: Maria Sabbas-Scouras

Fehlalarm an der S-Bahn Ismaning: 16-Jähriger löst Feuerwehreinsatz aus

Maria Sabbas-Scouras

Ein 16-jähriger Jugendlicher hat in der Nacht auf Freitag an der S-Bahn-Haltestelle Ismaning einen Feuerwehreinsatz ausgelöst, nachdem er Nothilfeeinrichtungen missbräuchlich benutzt hatte. Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht.

Nach Angaben der Polizei betätigte der Jugendliche einen Handfeuermelder auf dem Bahnsteig, wodurch automatisch die Feuerwehr alarmiert wurde. Zuvor hatte er einen Feuerlöscher entnommen und dessen Inhalt versprüht. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte leistete der 16-Jährige Widerstand, als die Beamten versuchten, ihn festzuhalten.

Der Jugendliche, der aus der Ukraine stammt, zeigte sich laut Polizei psychisch auffällig und wurde im Anschluss in entsprechende Betreuung übergeben. Zudem war er den Behörden bereits aus früheren Fällen von Sachbeschädigung bekannt. Die Polizei ermittelt wegen des Missbrauchs von Notrufen und weiterer Delikte.

Bild: MVV

Richtig Heizen mit Holz

Maria Sabbas-Scouras

Tipps und Tricks für effizientes und umweltbewusstes Heizen

Eisige Temperaturen begleiten uns schon seit den letzten Tagen und Wochen. Während die Temperaturen draußen sinken, steigen sie drinnen und mit ihnen der Wunsch nach angenehmer Wärme. Doch wie heizt man richtig: effizient, gut für die Umwelt und zugleich schonend für den Geldbeutel? Es gibt einige Dinge, die bei der Nutzung eines Holzofens zu beachten sind. Das Sachgebiet Energie und Klimaschutz des Landratsamts München informiert dazu ausführlich auf der Website des Landratsamts.

Zusätzlich vermittelt ein Online-Kaminofenseminar am Mittwoch, 14. Januar, um 18 Uhr, wie brennstoffsparendes und emissionsarmes Heizen mit Holz gelingt. Das Seminar wird vom Technologie- und Förderzentrum (TFZ) über die Webseite des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie angeboten.

Einladung zum Online-Seminar

Unter dem Motto „Weniger Holz und Staub durch optimales Einheizen“ findet das Online-Seminar am kommenden Mittwoch, 14. Januar, um 18 Uhr statt. Wer mit Kamin- oder Kachelofen heizt, kann durch ideales Bedienen Brennholz sparen und Emissionen wie Feinstaub verringern. Wichtig ist, optimal nachzulegen und die richtige Lufteinstellung zu wählen. Untersuchungen am Technologie- und Förderzentrum belegen, dass sich damit sowohl der Brennstoffverbrauch als auch die Emissionen senken lassen. Im Seminar wird erklärt, wie brennstoffsparendes und emissionsarmes Heizen mit Holz in der Praxis funktioniert. Zusätzlich werden Aufbau und Funktionsweise eines Kaminofens, Brennstoffe und ihre Eigenschaften, Hinweise zu Auswahl, Kauf und Aufstellung sowie Tipps zur Wartung behandelt.

Am besten Holz direkt aus der Region

Zum Nutzen der regionalen Forstwirtschaft setzen viele Menschen weiterhin auf die Wärme von Kachel- und anderen Holzöfen. Das benötigte, nachhaltig erzeugte Brennholz kann ohne lange Transportwege direkt bei Forstbetrieben oder Waldbauern und damit aus der Region erworben werden. Weitere Informationen dazu und die Anmeldung zum Seminar gibt es auf der Webseite des Landkreises München unter www.landkreis-muenchen.de/heizen-mit-holz.

Quelle: Landratsamt München 8stand 09.01.2026)

Bild von Nikolai Alber auf Pixabay

Modellprojekt Ombudschaft im Landratsamt endet

Maria Sabbas-Scouras

Ab 2026 übernimmt die Ombudsstelle Bayern die unabhängige Beratung für Familien

Mit dem Jahresende 2025 schließt das Modellprojekt Ombudschaft im Landratsamt München seine Arbeit ab. Seit dem Start im Dezember 2021 hat sich die Ombudsstelle zu einer festen Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien entwickelt, die sich in Konflikten mit der Kinder- und Jugendhilfe Unterstützung wünschten. Seit dem 2. Januar 2026 übernimmt die neu gegründete Landesombudsstelle Bayern diese Aufgabe landesweit und führt die Arbeit in einer Regelstruktur fort.

Die Beendigung des Modellprojekts markiert den Übergang von einer zeitlich befristeten Erprobungsphase in eine dauerhaft angelegte Struktur. Die Erfahrungen aus dem Landratsamt München und den weiteren Modellstandorten fließen nun in die Ausgestaltung des bayernweiten Angebots ein.

Das Modellprojekt Ombudschaft im Landratsamt München war Teil eines bayernweiten Erprobungsvorhabens, das vom Bayerischen Landesjugendamt koordiniert und wissenschaftlich begleitet wurde. Ziel war es, unabhängige Ombudsstellen nach § 9a Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) praktisch zu erproben und Strukturen für eine flächendeckende Umsetzung zu entwickeln.

Im Landkreis München war die Ombudsstelle organisatorisch im Landratsamt angesiedelt, arbeitete jedoch fachlich unabhängig und ohne Weisungsbindung. Sie war eine zusätzliche, freiwillige Beschwerde- und Beratungsoption neben bestehenden Verfahren – zunächst nur für Familien im Landkreis München, später auch aus ganz Bayern. Ratsuchende konnten sich mit Anliegen rund um Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe an die Ombudsstelle wenden, um Informationen zu Rechten und Abläufen zu erhalten oder Unterstützung in Konfliktsituationen zu bekommen.

Aufbau, Arbeitsweise und Beteiligte

Die Ombudsstelle nahm ihre Tätigkeit im Dezember 2021 auf. In der Anfangsphase standen der Aufbau von Arbeitsstrukturen, die Klärung von Zuständigkeiten sowie die Bekanntmachung des Angebots im Mittelpunkt.

Beteiligt waren neben den Ombudspersonen im Landratsamt München das Bayerische Landesjugendamt als Auftraggeber sowie das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz, das das Projekt über die gesamte Laufzeit wissenschaftlich begleitete. In Workshops, Befragungen und Auswertungen wurden Erfahrungen gesammelt und reflektiert, um Rückschlüsse für eine zukünftige Regelstruktur zu ermöglichen.

Ergebnisse und erreichte Wirkungen

Während der Projektlaufzeit wurden viele hundert Beratungen, davon 400 im Landratsamt München, durchgeführt. Die Ombudsstellen informierten Ratsuchende über rechtliche Grundlagen, begleiteten Gespräche mit Jugendämtern oder freien Trägern und unterstützten bei der Durchsetzung gesetzlicher Ansprüche. In einzelnen Fällen wurden auch formelle Rechtsmittel vorbereitet oder begleitet. Die wissenschaftliche Auswertung zeigt, dass Ombudschaft insbesondere dazu beiträgt, Machtasymmetrien im System der Kinder- und Jugendhilfe abzubauen. Ratsuchende berichteten von besserem Verständnis für Verfahren, größerer Beteiligung an Entscheidungen und einer Stärkung ihrer Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig lieferten die Beratungen wichtige Hinweise für strukturelle Verbesserungen in der Jugendhilfe, etwa im Hinblick auf Kommunikation und Verfahrensstandards.

Warum das Projekt endet und wie es weitergeht

Das Modellprojekt war von Beginn an zeitlich befristet angelegt. Ziel war nicht der dauerhafte Betrieb einzelner Modellstandorte, sondern die Vorbereitung einer landesweiten Lösung. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird Ombudschaft in Bayern ab 2026 in einer neuen Struktur weitergeführt.

Die Landesombudsstelle Bayern übernimmt künftig die unabhängige Beratung für junge Menschen und Familien im gesamten Freistaat. Sie arbeitet kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Sie ist per E-Mail unter unter info@landesombudsstelle.bayern.de sowie telefonisch unter 089 / 124 793 4000 erreichbar. Mit der Bündelung auf Landesebene sollen einheitliche Qualitätsstandards, bessere Erreichbarkeit und eine nachhaltige Verankerung der Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe sichergestellt werden.

Quelle: Landratsamt München (Stand 07.01.2026)

Start für „MU“: Neues Kfz-Kennzeichen ab Januar

Maria Sabbas-Scouras

Antrag und Reservierung ab 19. Januar 2026 möglich

Zusätzlich zum bekannten Münchner Kennzeichen „M“ steht im neuen Jahr eine weitere Option bei der Kfz-Zulassung zur Verfügung: Ab Montag, 19. Januar 2026, können Bürgerinnen und Bürger im Landkreis München auch das neue Unterscheidungskennzeichen „MU“ wählen.

Mit „MU“ – kurz für „Münchner Umland“ – steht den Bewohnerinnen und Bewohnern des Landkreises eine weitere, identitätsstiftende Option zur Fahrzeugzulassung zur Verfügung. M-Kennzeichen bleiben weiterhin die Standardkennzeichen, sodass es sich bei der Zuteilung eines MU-Kennzeichens um ein gebührenpflichtiges Wunschkennzeichen handelt. Ab dem 19. Januar können diese ausschließlich über die Homepage des Landkreises München reserviert werden. Eine Reservierung vorab per E-Mail oder Telefon ist nicht möglich. Wer keine Reservierung vornimmt, kann vor Ort bei der Zulassung seinen Wunsch äußern. Die Gebühr für ein Wunschkennzeichen beträgt 10,20 Euro, bei vorheriger Online-Reservierung 12,80 Euro.

Mit dem neuen Unterscheidungskennzeichen stehen den Kunden der Kfz-Zulassungsstelle in Kombination mit dem Unterscheidungskennzeichen „MU“ weitere Buchstabenkombinationen zur Auswahl, so etwa die – beim „M“ Unterscheidungskennzeichen weiterhin der Landeshauptstadt München vorbehaltenen Buchstaben – wie B, F und G.

Vier bis sechsstellige Erkennungsnummern können online für 60 Tage reserviert werden. Kurze Kennzeichenkombinationen mit dreistelliger Erkennungsnummer z. B. ein Buchstabe und zwei Zahlen werden ausschließlich direkt am Tag der Zulassung vor Ort vergeben. Zweistellige Erkennungsnummern mit einem Buchstaben und einer Zahl, sind Fahrzeugen vorbehalten, die bauartbedingt auf ein solches Kennzeichen angewiesen sind. In diesen Fällen ist ein entsprechendes Gutachten oder die Vorführung des Fahrzeugs erforderlich.

Wechsel von „M“ auf „MU“ möglich

Landkreisbürgerinnen und -bürger, die aktuell bereits ein „M“-Kennzeichen besitzen, können dieses selbstverständlich weiter behalten. Ein bestehendes M-Kennzeichen kann aber auf Wunsch grundsätzlich auf „MU“ umgestellt werden. Dazu ist eine Außerbetriebsetzung des bisherigen Fahrzeugs mit anschließender Wiederzulassung erforderlich. Informationen über die hierfür nötigen Unterlagen, z. B. elektronische Versicherungsbestätigung (eVB), sind in der jeweiligen Dienstleistungsbeschreibung auf der Website des Landratsamts München abrufbar.

Weitere Informationen zur Zulassung und zur Wunschkennzeichenreservierung gibt es unter: www.landkreis-muenchen.de/zulassung.

Quelle: Landratsamt München (Stand 07.01.2026)

vhs München Nord: Diese Woche erwarten Sie gleich zwei Vorträge !

Maria Sabbas-Scouras

Diese Woche, am 08.01., erwarten Sie gleich zwei Vorträge:

Glanz und Gloria – Die Bayerischen Könige und ihre Geschichte

Begeben Sie sich auf einen unterhaltsamen Streifzug durch die Geschichte der Wittelsbacher: von Maximilian I. Joseph über Ludwig I. und Maximilian II. bis hin zu Ludwig II., Otto I. und Ludwig III. Erleben Sie Glanz, Genie und Tragik der bayerischen Monarchie – kompakt und lebendig erzählt.

 

Eritrea – Ein Land ohne Verfassung

Dieser Vortrag beleuchtet die politische Realität Eritreas seit 1993: Autoritäre Herrschaft, fehlende Rechtssicherheit und staatliche Zwangsarbeit prägen das Land, das oft als „Nordkorea Afrikas“ bezeichnet wird. Zugleich zeigt der Blick nach Eritrea auch eine erstaunliche religiöse Koexistenz. 

Quelle: vhs München Nord

Geflügel darf wieder ins Freie: Stallpflicht im Landkreis München aufgehoben

Maria Sabbas-Scouras

Gute Nachrichten für Geflügelhalter im Landkreis München: Das Landratsamt hat die bislang geltende Stallpflicht für Geflügel wieder aufgehoben. Die entsprechende Allgemeinverfügung vom 11. November 2025 ist damit außer Kraft.

Hintergrund ist die entspanntere Lage bei der Geflügelpest. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat sich das Infektionsgeschehen bei Wildvögeln in Bayern auf hohem Niveau stabilisiert und zeigt inzwischen eine leicht rückläufige Tendenz. Neue Massensterben von Wildvögeln, etwa an Rast- und Überwinterungsplätzen, wurden zuletzt nicht mehr festgestellt.

Besonders im Raum um den Ismaninger Speichersee, der zuvor als Schwerpunkt galt, habe sich die Situation deutlich beruhigt. Laut der aktuellen Risikobewertung des LGL vom 22. Dezember 2025 gibt es derzeit keine Meldungen über vermehrte Totfunde frisch verendeter Wildvögel. Zwar wurden seit Anfang November mehr als 30 Wildvögel aus den angrenzenden Landkreisen Ebersberg, Erding und München untersucht, doch traten die meisten positiven Fälle bereits Mitte November auf. Neue Infektionen gingen zuletzt deutlich zurück. Vor allem wichtig: In Haus- oder Nutzgeflügelbeständen wurde bislang kein Ausbruch gemeldet.

Auf Basis dieser Einschätzung sieht das Landratsamt München die verpflichtende Aufstallung von Geflügel in den Gemeinden Ismaning, Aschheim, Kirchheim und Unterföhring nicht mehr als notwendig an. Die Aufhebung der Allgemeinverfügung gilt bereits einen Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt des Landkreises München und ist für die Betroffenen kostenfrei.

Trotz der Lockerung bleiben jedoch wichtige Schutzmaßnahmen weiterhin bestehen. So dürfen Geflügelbestände nicht von betriebsfremden Personen betreten werden, Hygieneregeln sind strikt einzuhalten und Futter sowie Einstreu müssen vor Wildvögeln geschützt gelagert werden. Auch das Füttern von Wildgeflügel bleibt verboten, ebenso ist eine konsequente Bekämpfung von Schadnagern vorgeschrieben.

Wer Fragen hat, kann sich an das Veterinäramt des Landratsamts München wenden. Gegen die Entscheidung selbst ist zudem innerhalb eines Monats nach öffentlicher Bekanntmachung eine Klage beim Bayerischen Verwaltungsgericht München möglich.

Quelle: Landratsamt München (Stand 29.12.2025)

Für fachliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Landratsamt München, Referat 4.5-Veterinäramt, Postfach 95 02 60, 81518 München (Telefon 089/6221-2375; vetamt@lra-m.bayern.de)

Bild von svklimkin auf Pixabay

Zwischenbilanz der Silvesternacht (Stand 05.00 Uhr)

Maria Sabbas-Scouras

Wie gewohnt war die Silvesternacht für die Münchner Polizei auch diesmal arbeitsreich.

Im Zeitraum vom 31.12.2025, 18.00 Uhr, bis 01.01.2026, 05.00 Uhr, fuhren die Einsatzkräfte der Polizei zu über 610 Einsätzen.

Es handelte sich dabei u.a. um 33 Ruhestörungen, 20 Körperverletzungsdelikte, über 75 Einsätze wegen Pyrotechnik und 85 Einsätze im Zusammenhang mit Bränden.

Im Bereich des Marienplatzes und der Fußgängerzone befanden sich gegen Mitternacht um die 6.000 Personen, um dort das neue Jahr zu begrüßen. Dort gab es ein komplettes Feuerwerksverbot von 21.00 bis 02.00 Uhr.

Am Friedensengel, dem Europaplatz und den angrenzenden Parkanlagen feierten um die 3.000 Personen. Der Bereich war für den Verkehr von 23.30 bis 01.45 Uhr gesperrt. Auch an anderen Orten in der Stadt wurde gefeiert. Im Bereich des Olympiabergs waren um die 6.000 Personen und auch auf der Veranstaltung „Silvestermeile“ auf der Ludwigstraße befanden sich mehrere tausend Personen.

Momentan werden noch mehrere Einsätze bearbeitet, die ihren Beginn in der Silvesternacht hatten.

Das Verbot zum Abbrennen von Pyrotechnik mit ausschließlicher Knallwirkung innerhalb des Mittleren Rings (Umweltzone) besteht heute noch bis 24.00 Uhr. Dieser Zeitraum gilt auch für das Pyrotechnikverbot im Bereich des Tierparks Hellabrunn.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 01.01.2026)

Lebensgefahr auf nicht vollständig zugefrorenen Gewässern: Wasserwacht Bayern warnt vor Eisflächen

Maria Sabbas-Scouras

München, den 29.12.2025 – Die Wasserwacht Bayern warnt eindringlich davor, zugefrorene Seen, Weiher, Flüsse und andere Gewässer zu betreten. Trotz anhaltender Kälte und in den kommenden Tagen prognostizierter Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt sind Eisflächen derzeit nicht verlässlich tragfähig. Bei Einbrüchen in Gewässer besteht Lebensgefahr – darauf weist die Wasserwacht Bayern auch mit Blick auf die dramatischen Eisunfälle des vergangenen Winters, unter anderem am Eibsee, mit Nachdruck hin.

 

„Eis trägt nie gleichmäßig“, erklärt Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern. „Strömungen, Pflanzenbewuchs, Schneedecken, Sonneneinstrahlung oder Temperaturwechsel führen dazu, dass selbst scheinbar stabile Eisflächen plötzlich nachgeben können. Besonders gefährlich sind Fließgewässer, Zu- und Abläufe sowie Stellen in Ufernähe. Wir warnen eindringlich davor diese Flächen zu betreten.“

 

Die Wasserwacht Bayern appelliert insbesondere an Eltern, ihre Kinder über die Gefahren aufzuklären und nicht aus den Augen zu lassen. Kinder unterschätzen häufig das Risiko und lassen sich von glatten Eisflächen zum Spielen verleiten. Auch Hundehalterinnen und Hundehalter sollten beachten, dass Tiere auf dem Eis einbrechen können – Rettungsversuche durch Menschen enden nicht selten ebenfalls im Eiswasser und oft in Lebensgefahr.

 

Wichtige Verhaltensregeln der Wasserwacht Bayern:

 

  1. Eisflächen niemals betreten, wenn sie nicht ausdrücklich freigegeben sind oder aktuelle Warnungen vorliegen. Das Eis sollte dabei mindestens eine Dicke von 15 cm haben.

  2. Knackt oder knistert das Eis, so ist die Eisfläche umgehend zu verlassen.

  3. Bei einem beobachteten Eisunfall nicht selbst aufs Eis gehen, sondern sofort den Notruf 112 wählen. So werden auch die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht Bayern alarmiert.

  4. Eingebrochenen vom Ufer aus helfen, zum Beispiel mit Ästen, Schals, Stöcken oder Leinen – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

 

Wenn das Eis unter den Füßen nachgibt oder zu brechen beginnt, rät die Wasserwacht Bayern, sich sofort flach auf das Eis zu legen. So wird das Körpergewicht auf eine größere Fläche verteilt. Anschließend sollte man sich in Bauchlage langsam und vorsichtig in Richtung Ufer zurückbewegen. Wenn möglich, ist umgehend der Notruf 112 zu wählen.

 

Die Einsatzkräfte der Wasserwacht Bayern sind auch in der kalten Jahreszeit in ständiger Alarmbereitschaft. Dennoch gilt: Die beste Rettung ist die, die gar nicht erst notwendig wird.

 

Quelle: Landesgeschäftsstelle BRK

 

Eisweiher Ismaning

Kultur auf einen Blick: Landratsamt München veröffentlicht Statistikbroschüre 2025

Maria Sabbas-Scouras

Was bewegt den Landkreis München – und wie viel bewegt er selbst? Antworten liefert die neue Ausgabe der Broschüre „Auf einen Blick – Landkreis München in Grafiken & Zahlen 2025“, die ab sofort verfügbar ist.

Die Broschüre bietet aktuelle Zahlen und Hintergründe zu unterschiedlichsten Themenbereichen im Landkreis München – von Bevölkerung und Finanzen bis hin zu Gesundheit, Katastrophenschutz und Umwelt. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr ein Thema, das oft im Hintergrund wirkt, aber das Leben der Menschen in der Region maßgeblich prägt: die Kultur.

Ein Thema aus der Mitte der Gesellschaft

Ob Theater, Musik, Literatur oder Bildung: Kultur im Landkreis München ist vielfältig, lebendig und fest in der Mitte der Gesellschaft verankert. Auf einen Blick zeigt das Heft, wie groß das kulturelle Engagement in den 29 Kommunen ist und von wem es getragen wird: von Städten, Gemeinden, Vereinen, Initiativen und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern selbst. Auch das Landratsamt unterstützt Kultur auf vielen Ebenen, sowohl organisatorisch wie auch finanziell oder beratend und insbesondere auch mit eigenen Veranstaltungsformaten. Wie viele Bibliotheken gibt es im Landkreis? Welche kulturellen Veranstaltungen fanden im vergangenen Jahr statt? Wie entwickelt sich die kulturelle Infrastruktur? Die Broschüre gibt dazu fundierte Antworten, anschaulich aufbereitet und ergänzt durch Diagramme und Infografiken.

Deutlich wird dabei: Kultur ist kein Randthema, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie schafft Räume für Begegnung, Bildung und Teilhabe für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Gleichzeitig zeigt die Broschüre auch, dass Kulturpolitik vor Herausforderungen steht. Der Wandel im Ehrenamt, neue digitale Formate und ein verändertes Freizeitverhalten erfordern kreative Lösungen. Der Landkreis München begleitet diesen Prozess aktiv.

Neben dem Schwerpunkt Kultur bietet die Broschüre erneut eine kompakte Übersicht über zentrale Kennzahlen im Landkreis. Wei viele Menschen pendeln täglich in den Landkreis und wie viele wieder hinaus? Wie entwickelt sich die Zahl der Adoptionen und Pflegekinder? Wie viel CO₂ wurde eingespart? Wie steht es um die Lebensmittelsicherheit im Landkreis? Diese Daten und viele weitere Zahlen und Fakten zu interessanten Themen aus dem Landkreis wurden von verschiedenen Verwaltungsbereichen zusammengetragen und übersichtlich aufbereitet.

„Auf einen Blick“ – Online und als Broschüre erhältlich

Die Broschüre ist ab sofort kostenlos erhältlich. Sie kann entweder per E-Mail an pressestelle@lra-m.bayern.de bestellt oder digital auf der Website des Landkreises unter www.landkreis-muenchen.de/broschueren heruntergeladen werden.

Quelle: Landratsamt München (Stand 17.12.2025)