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LANDKREIS und MÜNCHENER NORDEN

Der Kreistag konstituiert sich

Maria Sabbas-Scouras

Jetzt stehen auch die Stellvertretungen des Landrats und die Ausschussbesetzungen fest

Seit der Kommunalwahl Anfang März ist bekannt, wer die Bürgerinnen und Bürger in den kommenden sechs Jahren im Kreistag vertreten wird. Nun steht auch fest, wer den Landrat bei Abwesenheit oder Terminüberschneidungen vertritt und wer sich in welchem Fachausschuss, Zweckverband oder weiterem Gremium engagiert.

In seiner konstituierenden Sitzung am Montag, 11. Mai 2026, hat der neue Kreistag offiziell die Arbeit aufgenommen. Ihm gehören neben dem Landrat 70 Vertreterinnen und Vertreter aus zehn Parteien an. Zu Beginn der Sitzung wurden die neu in den Kreistag gewählten Mitglieder vereidigt. Insgesamt legten 19 Mitglieder den Eid ab.

Fünf Stellvertreter für den Landrat

Eine der ersten Amtshandlungen des Gremiums war die Wahl beziehungsweise Bestellung der Personen, die den Landrat in den kommenden sechs Jahren im Amt vertreten. Zur ersten Stellvertreterin des Landrats wurde Nicola Gerhardt (CSU) im ersten Wahlgang mit 48 gültigen Stimmen gewählt.

Statt wie bisher drei Stellvertretungen bestellte das Gremium vier weitere Stellvertreterinnen und Stellvertreter des Landrats. Dies sind Stefan Schelle (CSU), Susanna Tausendfreund (Bündnis 90/Die Grünen), Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) sowie Barbara Bogner (Unabhängige Bürgergemeinschaft München-Land).

Grundlage für die Arbeit im Kreistag ist die Geschäftsordnung. Sie regelt unter anderem die Fristen für die Ladung zu Sitzungen, das Zustandekommen von Beschlüssen, die Zuständigkeiten der Ausschüsse sowie Wertgrenzen für Ausgaben, über die der Landrat oder einzelne Ausschüsse entscheiden dürfen.

Die wesentliche Änderung gegenüber der Geschäftsordnung des vorangegangenen Kreistags betrifft die Größe der Ausschüsse. Mit Ausnahme des Jugendhilfeausschusses und des Rechnungsprüfungsausschusses besteht nun jedes Fachgremium aus 15 Mitgliedern: dem Landrat und 14 weiteren Kreistagsmitgliedern. Bislang hatte nur der Kreisausschuss diese Größe.

Der größte Fachausschuss ist der Jugendhilfeausschuss mit insgesamt 31 Personen. Er besteht aus 20 beschließenden Mitgliedern. Sie kommen aus den Reihen des Kreistags und von Trägern der freien Jugendhilfe. Hinzu kommen elf beratende Mitglieder, unter anderem aus Verwaltung, Polizei und Kirchen.

Der Rechnungsprüfungsausschuss besteht aus insgesamt sieben Mitgliedern aus den Reihen des Kreistags. Er ist der einzige Ausschuss, dem der Landrat nicht vorsitzt und dem er auch nicht angehört. Zu seiner Vorsitzenden wurde wie bereits in der vergangenen Wahlperiode Brigitte Weinzierl (CSU) bestimmt.

Vertreterinnen und Vertreter in weitere Gremien entsandt

Neben der Besetzung der Kreisgremien benannten die Fraktionen auch ihre Vertreterinnen und Vertreter für weitere Gremien, in die der Kreistag Mitglieder entsendet. Dazu zählen unter anderem die 14 Schulzweckverbände, der Beirat der Kliniken München Pasing und Perlach GmbH, der Rettungszweckverband sowie der Aufsichtsrat der Energieagentur Ebersberg-München GmbH.

Landrat Christoph Göbel freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neu zusammengesetzten Gremium. Er verband dies mit dem Wunsch, die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit der Vorjahre fortzusetzen.

Viel Zeit sich einzuarbeiten, haben die neuen Kreisräte nicht. Schon in der kommenden Woche tagen die ersten Fachausschüsse – der Ausschuss für Bauen und Schulen am Montag und der Sozialausschuss am Dienstag.

Fünf Kreisrätinnen und Kreisräte wurden als Stellvertretung für den Landrat gewählt bzw. bestellt: v.l. Nicola Gerhardt, Annette Ganssmüller-Maluche, Landrat Christoph Göbel, Barbara Bogner, Stefan Schelle und Susanna Tausendfreund.

Die Sitzverteilung im Kreistag: Neben dem Landrat gehören dem Gremium 70 Kreisräte aus zehn Parteien an.