Waldklassenzimmer sind dank Spenden ein großer Erfolg
Maria Sabbas-Scouras
Bildungsprojekt wird an zwei weiteren Schulen fortgesetzt
Die Zweige knacken unter den Schuhen, es gibt keine Tafel und über den Kindern ist statt einer Zimmerdecke ein grünes, ganz natürliches Dach aus Tannennadeln und dem Laub der Bäume: In Aßling, Frauenneuharting und Pullach wurde der Wald im Schuljahr 2025/26 zum lebendigen Klassenzimmer. Das von der Aktion Zukunft+ geförderte Projekt „Mit Unterricht im Wald zum Klimaschutz“ ist erfolgreich abgeschlossen. Jetzt soll es mit Unterstützung der Crowdfunding-Plattform der beiden Landkreise München und Ebersberg an zwei weiteren Grundschulen weitergehen.
Die Grund- und Mittelschule Aßling und die Volksschule Frauenneuharting/Oberndorf im Landkreis Ebersberg sowie die Pater-Rupert-Mayer-Volksschule in Pullach im Landkreis München verfügen inzwischen über einen eigenen, fußläufig erreichbaren Schulwald. Die dafür notwendigen Mittel kamen aus Spenden, die über die Aktion Zukunft+ gesammelt wurden. Lokal umgesetzt wurden die Waldklassenzimmer jeweils durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Bayern e. V.
In diesen Schulwäldern wird nicht nur Biologie unterrichtet: Äste helfen beim Geometrieunterricht, Naturmaterialien inspirieren zu Kunstprojekten und die Geräusche des Waldes bieten Anregungen für Musik. So wird die Natur zum Lernort für viele Fächer – und ganz nebenbei zu einem Lebensraum, den es zu schützen gilt.
Umweltbildung und wichtiger Beitrag für den Wald
Neben dem regulären Unterricht im Wald fanden in dieser ungewöhnlichen Atmosphäre auch Projekttage statt, bei denen jeweils eine dritte Klasse zu Klimabotschafterinnen und -botschaftern ausgebildet wurde. Die Kinder beschäftigten sich mit dem Treibhauseffekt, der Photosynthese und der Bedeutung von Wald und natürlichen Ressourcen.
Zum Abschluss präsentierten sie ihre Ergebnisse unter anderem mit selbst gestalteten Plakaten, einem Theaterstück und Redebeiträgen, die andere motivieren sollen, sich ebenfalls bewusster mit dem Umwelt- und Klimaschutz zu beschäftigen. Anschließend pflanzten sie heimische Bäume und schafften so einen ganz praktischen Beitrag zum Schutz des Waldes.
Damit künftig noch mehr Kinder draußen lernen und Klimaschutz selbst erleben können, soll das Projekt 2027 auf zwei weitere Grundschulen in den Landkreisen Ebersberg und München ausgeweitet werden. Auch dort sollen eigene Schulwälder entstehen, die regelmäßig für den Unterricht genutzt werden.
Wer dabei helfen möchte, kann das Folgeprojekt mit einer Spende über die Crowdfunding-Plattform Aktion Zukunft+ unterstützen. Die Plattform der Landkreise Ebersberg und München und ihrer gemeinsamen Energieagentur fördert Klimaschutzprojekte direkt in der Region.
Weitere Informationen zum Unterrichtskonzept gibt es unter www.unterrichtimwald.de, Spenden für die Aktion Zukunft+ und Klimaschutzprojekte in der Region sind möglich unter www.aktion-zukunft-plus.de
Über die Aktion Zukunft+
Die Aktion Zukunft+ ist eine Initiative der Landkreise München und Ebersberg in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ebersberg-München. Mit dem Erwerb von Zukunft+ Zertifikaten unterstützen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Organisationen und Kommunen Klimaschutzprojekte in der Region und weltweit. Spenderinnen und Spender entscheiden dabei selbst, welches Projekt unterstützt und so via Crowdfunding in die Umsetzung gebracht wird.
Ein Zukunft+ Zertifikat kann für 20 Euro über www.aktion-zukunft-plus.de erworben werden und ist mit dem Wert einer Tonne CO2 hinterlegt. Die eigenen Treibhausgasemissionen können so nach individuellem Wunsch ganz oder in Teilen ausgeglichen werden. Die Spendenbeiträge finanzieren zu gleichen Teilen ausgewählte Klimaschutzprojekte in den Landkreisen München und Ebersberg sowie im globalen Süden.
Quelle: Energieagentur Ebersberg-München gGmbH
Ein Waldklassenzimmer