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UNTERFÖHRING

Falscher Handwerker erbeutet in Unterföhring Schmuck

Maria Sabbas-Scouras

Am Dienstag, 12.09.2017, gegen 15.00 Uhr, hat ein Mann in Handwerkerkleidung an der Wohnungstür einer 79-jährigen Münchnerin geklingelt. Da vor dem Anwesen der Seniorin ein Pkw einer Sanitärfirma parkte, hielt die 79-Jährige den vermeintlichen Handwerker für einen Angestellten dieser Firma.
Der Mann sagte der Münchnerin, dass sie aufgrund einer Rohrverstopfung das Wasser laufen lassen müsste, um die Leitung wieder frei zu spülen. Während die 79-Jährige das im
Badezimmer tat, hörte sie wenig später, ihre Wohnungstür ins Schloss fallen. Sie ließ weiter das Wasser laufen.
Als sie wenig später nach dem Handwerker suchte, fand sie in der Wohnung und auch im Keller niemanden mehr vor.
Erst später am Abend, gegen 22.30 Uhr, stellte die Frau fest, dass die Tür ihres Schlafzimmerschranks nicht richtig verschlossen war. Aus dem Schrank fehlten zwei Schmuckschatullen mit Inhalt. Der Gegenwert des entwendeten Schmucks wird auf mehrere
Tausend Euro geschätzt.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 35 Jahre alt, ca. 180 cm groß, normale Figur, kurze schwarze, leicht gewellte Haare, südländischer Typ, sprach gutes Deutsch mit ausländischem Akzent; war bekleidet mit einer schwarzen Handwerkerhose und dazu passendem Oberteil.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die
Behauptung der Wahrheit entspricht.
Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.

Quelle: Polizei München