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LANDKREIS und MÜNCHENER NORDEN

Einbrecher stehlen Möbeltresor aus Doppelhaushälfte

Maria Sabbas-Scouras

Während die Bewohner nicht zu Hause waren, drangen bislang unbekannte Täter am Donnerstagabend, 29. Oktober, in eine Doppelhaushälfte in Kirchheim ein. Zwischen 17.30 und 19.45 Uhr verschafften sie sich über die Terrassentür Zutritt zum Haus und durchsuchten anschließend sämtliche Räumlichkeiten nach Wertgegenständen.

Die Einbrecher entwendeten schließlich einen Möbeltresor, in dem sich Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich sowie weitere Wertgegenstände im Wert von mehreren hundert Euro befanden. Anschließend gelang ihnen unerkannt die Flucht.

Die Münchner Kriminalpolizei führte vor Ort umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch. Das Kommissariat 53 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Wer im Bereich der A 99, Poinger Straße oder Prof.-Zorn-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium München unter Tel. 089 / 2910-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Die Polizei bittet außerdem Anwohner, mögliche Aufzeichnungen ihrer Überwachungskameras aus dem Tatzeitraum zu überprüfen. Auch wenn Kameras ausschließlich das eigene Grundstück erfassen dürfen, könnten darauf möglicherweise Hinweise auf die Täter zu finden sein.

Kleiner Einbruchschutztipp der Polizei: Gerade in den frühen Abendstunden zwischen 17 und 21 Uhr haben Einbrecher häufig Gelegenheit, unbemerkt zuzuschlagen. Deshalb sollten Türen stets abgeschlossen und Fenster vollständig geschlossen werden. Zeitschaltuhren für die Beleuchtung können zudem den Eindruck vermitteln, dass jemand zu Hause ist.

Eine kostenlose und individuelle Beratung zum Einbruchschutz bietet die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle München unter beratungsstelle-muenchen@polizei.bayern.de an.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand: 30.10.2026)

Bild: Pixabay

Zusammenstoß an der B471: Fünf Verletzte bei Unfall

Maria Sabbas-Scouras

Garching. Bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung der Autobahnausfahrt Garching-Süd mit der B471 sind am Mittwochabend, 28. Oktober, fünf Menschen verletzt worden. Drei Fahrzeuge wurden beschädigt, der Sachschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro.

Gegen 23.15 Uhr wollte ein 26-jähriger BMW-Fahrer aus dem Landkreis Dingolfing-Landau von der Autobahnausfahrt nach links abbiegen und anschließend wenden, um wieder auf die Autobahn in Richtung Nürnberg aufzufahren. Dabei kam es im Kreuzungsbereich zum Zusammenstoß mit einem Mercedes, der von einem 22-Jährigen aus dem Landkreis Erding auf der B471 gelenkt wurde.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der BMW noch gegen einen VW geschoben, der sich ebenfalls im Kreuzungsbereich befand. Alle drei Fahrzeuge wurden beschädigt.

Die beiden Insassen des Mercedes erlitten leichte Verletzungen und wurden zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die drei Insassen des BMW wurden vom Rettungsdienst noch vor Ort ambulant versorgt. Die Fahrerin des VW blieb unverletzt.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 29.10.2026)

Bild von Max auf Pixabay

Aktuelle Warnung: Trickbetrüger scheitern bei drei Seniorinnen im Landkreis München / Oberschleißheim, 29. Oktober 2026

Maria Sabbas-Scouras

Am gestrigen Dienstag (28.10.2026) kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion 48 in Oberschleißheim zu insgesamt drei versuchten Callcenter-Trickbetrügen. Dank der couragierten und besonnenen Reaktionen der betroffenen Seniorinnen kam es in keinem der Fälle zu einem finanziellen Schaden.

In Unterschleißheim wurde eine 76-jährige Rentnerin von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter kontaktiert. Unter dem Vorwand, ihr Konto sei „gehackt“ worden, forderte der Täter sie zur Überweisung eines Betrags von 9.000 Euro auf. Die Rentnerin durchschaute die Masche Geistesgegenwärtig und verständigte umgehend die Polizei.

Ebenfalls am Dienstag schlugen Kriminelle in Oberschleißheim mit der Masche der falschen Polizeibeamten zu:

• Eine 84-jährige Rentnerin wurde telefonisch darüber informiert, dass bei festgenommenen Straftätern ein Zettel mit ihrem Namen gefunden worden sei. Auch sie erkannte den Betrug sofort, weshalb es zu keinerlei Forderungen kam.

• Eine 74-jährige Rentnerin wurde von einem angeblichen Polizisten gezielt nach Wertsachen im Haus befragt. Die Dame wurde sofort misstrauisch, beendete das Gespräch und wählte den Polizeinotruf.

Die Polizei warnt eindringlich und erinnert an folgende Präventionshinweise:

• Misstrauisch sein: Seien Sie misstrauisch bei Anrufen von vermeintlichen Behörden, Banken oder Amtspersonen, die Geld oder Wertsachen fordern.

• Keine Auskünfte: Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre Vermögensverhältnisse oder Kontodaten.

• Sofort auflegen: Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

• Keine Geldübergabe: Weder echte Polizeibeamte noch Banken oder Gerichte fordern am Telefon die Übergabe von Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte.

• Selbst anrufen: Wählen Sie im Zweifel selbst die 110 (verwenden Sie niemals die Rückruffunktion) oder kontaktieren Sie Angehörige über die Ihnen bekannte Nummer.

• Keine Informationen preisgeben: Machen Sie am Telefon niemals Angaben zu Geld, Wertsachen oder persönlichen Verhältnissen.

Ausführliche Warnungen und Präventionstipps finden Sie direkt auf der Website des Bayerischen Landeskriminalamts unter www.lka-bayern.de.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 29.10.2026)

Bild: Pixabay

Grundstein für die Zukunft des Beruflichen Schulzentrums München-Land gelegt

Maria Sabbas-Scouras

Erweiterungsbau in Riem nimmt Gestalt an – Fertigstellung für 2029 geplant

Knapp ein Jahr nach dem ersten Spatenstich haben Landrat Christoph Göbel, Schulleiter Jörg Schnadel und Architekt Tobias Mattes von Köhler Architekten am Montag, den 26. Oktober 2026, symbolisch den Grundstein für die Erweiterung des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums München-Land im Münchner Stadtteil Riem gelegt. Gemeinsam befüllten sie eine Zeitkapsel mit Erinnerungsstücken, versiegelten sie und betonierten sie in den Grundstein ein.

Das Staatliche Berufliche Schulzentrum München-Land wächst weiter. Mit der Grundsteinlegung wurde Ende Oktober ein weiterer Meilenstein für ein Leuchtturmprojekt der Bildungslandschaft im Landkreis München erreicht. Bedeutung und Einfluss des Beruflichen Schulzentrums reichen inzwischen weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Seit Jahrzehnten wächst der Standort und mit ihm auch das Bildungsangebot. In der Fachrichtung Pferdewirtschaft umfasst der Schulsprengel nicht nur ganz Bayern, sondern reicht darüber hinaus bis nach Südtirol. Auch im Bereich Landwirtschaft hat die Schule einen großen Einzugsbereich. Ihr kommt somit eine wichtige Bedeutung für die Zukunft der Landwirtschaft bei. Darüber hinaus sind in Riem die Berufsfachschule für Kinderpflege, die Berufsschule für Hauswirtschaft sowie die Fachakademie für Sozialpädagogik beheimatet. Hinzu kommen außerdem Berufsintegrationsklassen für junge Geflüchtete.

Nach Fertigstellung der Erweiterung sollen rund 1.000 Schülerinnen, Schüler und Studierende in den verschiedenen Ausbildungsrichtungen am Schulzentrum lernen.

Bildung bleibt zentrale Aufgabe

Mit dem Erweiterungsbau schafft der Landkreis die räumlichen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Schulzentrums. Geplant sind unter anderem eine Aula, eine Mensa, eine moderne Sporthalle sowie zusätzliche Räume für Gymnastik und Fitness. Auch Verwaltung und Fachräume werden künftig gemeinsam genutzt. Das Gebäude wird barrierefrei errichtet und erhält ein Leitsystem für sehbeeinträchtigte Menschen.

Landrat Christoph Göbel betonte bei der Grundsteinlegung, dass der Landkreis mit dem Neubau bewusst und mit großem finanziellem Einsatz in ein zukunftsfähiges Schulzentrum investiere. Bildung bleibe auch angesichts wachsender Kosten eine der zentralen Aufgaben des Landkreises.

„Die schönsten Mauern mit den besten Grundsteinen tragen nichts, wenn darin nicht das geleistet wird, worauf es ankommt: den Jugendlichen Bildung zu vermitteln und ihnen das Rüstzeug für ihre berufliche wie persönliche Zukunft an die Hand zu geben“, sagte Göbel in seiner Ansprache. Dem werde im Schulzentrum in Riem mit großem Engagement Rechnung getragen.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen nach derzeitiger Planung bei rund 84 Millionen Euro. Ein Teil davon soll voraussichtlich aus dem Sondervermögen des Bundes finanziert werden. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für 2029 vorgesehen.

Was der Grundstein über seine Zeit erzählen soll

Im Mittelpunkt der Feierstunde stand die Plombe, die künftig Teil des Grundsteins und damit des Gebäudes sein wird. Sie soll späteren Generationen einen Eindruck davon vermitteln, was die Schule und die Menschen, die sie heute prägen, bewegt.

Schulleiter Jörg Schnadel stellte die Gegenstände vor, die dafür ausgewählt wurden. Dazu gehört unter anderem eine Ausgabe der Bayerischen Verfassung. Das Datum der Grundsteinlegung bot dafür einen besonderen Anlass: Genau 80 Jahre zuvor, am 26. Oktober 1946, hatte die Verfassunggebende Landesversammlung die Bayerische Verfassung verabschiedet. Für die Schule stehe sie sinnbildlich dafür, dass ihr Auftrag über die reine Vermittlung von Fachwissen hinausreiche. Schule vermittle auch Werte, stärke Demokratie- und Verantwortungsbewusstsein und begleite junge Menschen auf ihrem Weg zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern, so Schnadel.

In die Plombe kamen außerdem Beiträge von Schülerinnen und Schülern, Jahresberichte und das Leitbild der Schule, ein Foto des Kollegiums, Bastelarbeiten aus dem Bereich Kinderpflege, eine Schulbroschüre und ein Luftbild der beiden Schulstandorte. Auch ein Rezept für Zimtschnecken, eine aktuelle Tageszeitung sowie ein Münzsatz fanden ihren Weg in die Zeitkapsel

Von Gedanken, die Gestalt annehmen

Architekt Tobias Mattes von Köhler Architekten griff in seinem Beitrag das zuvor vom Lehrerchor gesungene Lied „Die Gedanken sind frei“ auf. Für Architekten sei es ein besonderer Moment zu erleben, wie Gedanken nach und nach reale Form annähmen: zunächst im Kopf, dann auf Papier und Bildschirm und schließlich in den Werkstoffen, die das Gebäude bildeten.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von einem Lehrerchor mit Klavier und Gitarre. Zum Auftakt erklang die Melodie der „Ode an die Freude“ mit einem eigens auf den Schulbau zugeschnittenen Text. Es folgte „Die Gedanken sind frei“. Den Abschluss bildete ein Stück zur Melodie des Präludiums aus dem „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier, bekannt als Eurovisionshymne.

Anschließend gingen die Gäste gemeinsam zur Baustelle. Dort befüllten Landrat Christoph Göbel, Schulleiter Jörg Schnadel und Architekt Tobias Mattes die vorbereitete Zeitkapsel, versiegelten sie und betonierten sie gemeinsam in den Grundstein ein. Damit ist nun auch ein Stück Gegenwart dauerhaft im künftigen Schulgebäude verankert.

Quelle: Landratsamt München (Stand 27.10.2026)

Landrat Christoph Göbel, Schulleiter Jörg Schnadel und Architekt Tobias Mattes (v. r.) befüllten gemeinsam die Zeitkapsel mit zahlreichen Erinnerungsstücken, bevor sie in den Grundstein einbetoniert wurde.

Gemeinsames Erinnerungsfoto mit allen Teilnehmern auf der Baustelle des Erweiterungsbaus für das Staatliche Berufliche Schulzentrum München-Land anlässlich der Grundsteinlegung.

Fotos: Claus Schunk

B 301 bei Freising ab 31. Oktober voll gesperrt

Maria Sabbas-Scouras

Umfangreiche Umleitungen wegen Bauarbeiten am Knotenpunkt Freisinger Allee – Sperrung dauert bis 8. November

Am Knotenpunkt der B 301 mit der Freisinger Allee bei Freising gehen die Bauarbeiten in die nächste Phase. Dabei wird nicht nur die Freisinger Allee gesperrt, sondern ab Samstag, 31. Oktober, auch die B 301 im Kreuzungsbereich vollständig für den Verkehr gesperrt. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis einschließlich Sonntag, 8. November 2026.

Das Staatliche Bauamt Freising und die Stadt Freising führen unter Federführung der Flughafen München GmbH den Umbau des Verkehrsknotenpunkts durch. Geplant sind unter anderem eine Ampelanlage, verbesserte Querungsmöglichkeiten für Radfahrer und Fußgänger sowie zusätzliche Abbiegespuren. Außerdem wird die Asphaltdecke der B 301 im Kreuzungsbereich erneuert.

Umleitungen beachten

Die großräumige Umleitung führt über die B 301, die Staatsstraßen 2053 und 2350 sowie die Kreisstraße FS 44.

Für die Fahrt zum Flughafen und zurück sollen Fahrzeuge, die für Kraftfahrstraßen zugelassen sind, die Anschlussstelle Hallbergmoos und die Zentralallee nutzen. Für andere Fahrzeuge steht eine provisorische Umfahrung im Baustellenbereich zur Verfügung. Diese ist jedoch nicht für den gesamten Umleitungsverkehr ausgelegt. Deshalb wird dringend empfohlen, die ausgeschilderte Umleitung über Hallbergmoos zu nutzen.

Das Briefzentrum der Deutschen Post bleibt während der gesamten Bauzeit über die ausgeschilderte Umleitung erreichbar. Auch die Radwegverbindung zwischen der östlichen Seite der B 301 und dem Radweg nördlich der Freisinger Allee bleibt bestehen.

Nach dem Ende der Vollsperrung der B 301 wird die Freisinger Allee voraussichtlich bis Anfang Dezember weiterhin im Einmündungsbereich gesperrt bleiben. Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich.

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die ausgeschilderten Umleitungen zu beachten. Aktuelle Verkehrsinformationen gibt es kostenlos unter www.bayerninfo.de sowie über die App BayernInfo Maps.

Quelle: Staatliches Bauamt Freising

Fahrplanänderungen auf der Linie S 8

Maria Sabbas-Scouras

Die Deutsche Bahn teilt mit:

Wegen Bauarbeiten stehen nachfolgende Fahrplanänderungen an:

Auf der Linie S 8 besteht zwischen Pasing und Harthaus teilweise

Schienenersatzverkehr und zwischen Pasing und Ostbahnhof kommt es zu Ausfällen im

folgenden Zeitraum: seit Freitag, 23. Oktober, 23 Uhr, bis Montag, 23. November 2026, 3 Uhr.

Die jeweiligen genauen Informationen können Sie unter www.s-bahn-muenchen.de oder

www.mvv-muenchen.de sowie auf den Aushangfahrplänen an den S-Bahnhöfen

einsehen.

Foto: MVV

Planungen für neuen Verwaltungsstandort gehen in die nächste Runde

Maria Sabbas-Scouras

Bedarfsplanung abgeschlossen – Vorbereitung des Architektenwettbewerbs beginnt

Von der Abfallwirtschaft, über Baugenehmigungen bis zur Fahrerlaubnis – das Landratsamt erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben für die rund 355.000 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises München. Derzeit arbeiten ca. 1750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kreisverwaltung.

Doch sie arbeiten längst nicht alle unter einem Dach. Weil der Hauptstandort am Mariahilfplatz seit vielen Jahren nicht mehr genügend Platz bietet, verteilen sich die Beschäftigten auf mehrere Standorte hauptsächlich im Münchner Stadtgebiet und in einigen Landkreisgemeinden. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das je nach Anliegen unterschiedliche Anlaufstellen. Auch für die Verwaltung erschweren die räumlichen Entfernungen die Zusammenarbeit. Hinzu kommen erhebliche Mietkosten, die den Kreishaushalt belasten.

Der Landkreis verfolgt deshalb seit mehr als zehn Jahren das Ziel, seine Verwaltung langfristig wieder an einem Standort zusammenzuführen. Einen wichtigen Schritt machte der Kreistag 2021 mit dem Kauf des als Messecampus Riem bezeichneten modernen Bürogebäudes gegenüber den Messehallen. 2025 kam das benachbarte Grundstück hinzu.

Seit Frühjahr 2022 bezieht das Landratsamt nach und nach freiwerdende Flächen im Messecampus. Mehr als 400 Beschäftigte arbeiten inzwischen dort. Im Oktober folgt die Führerscheinstelle, die von Grasbrunn nach Riem umzieht.

Langfristig werden ca. 550 - 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Messecampus arbeiten.

Neubau soll bis 2034 bezugsfertig sein

Auf dem noch unbebauten Grundstück gegenüber dem Messecampus soll bis spätestens 2034 der zweite und größere Teil des neuen Verwaltungsstandorts entstehen. Einen wichtigen Planungsschritt hat der Kreistag Ende September vollzogen: Er hat über den künftigen Raumbedarf entschieden. Damit kann nun der für das kommende Jahr vorgesehene Architektenwettbewerb vorbereitet werden.

Ein Gebäude, das erst in einigen Jahren entsteht und über viele Jahrzehnte genutzt werden soll, muss auf Veränderungen reagieren können. Wie Verwaltung in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren arbeitet, lässt sich heute nicht im Detail vorhersehen. Deshalb soll der Neubau möglichst flexibel geplant werden. Räume und Gebäudeteile sollen sich mit überschaubarem Aufwand anders nutzen lassen – beispielsweise als Büro-, Wohn- oder Gewerbeflächen.

Wohnungen und Gewerbeflächen sollen von Beginn an Teil des Konzepts sein. Nach den derzeitigen Planungen könnten rund 120 Wohnungen mit einem bis fünf Zimmern entstehen. Vorgesehen sind außerdem eine Kinderkrippe und Flächen für gastronomische Angebote.

Kurze Wege und klar getrennte Bereiche

Für die parteiverkehrsintensiven Verwaltungsflächen ist ein Drei-Zonen-Konzept vorgesehen. Es unterscheidet öffentliche, halböffentliche und interne Bereiche. Bürgerinnen und Bürger sollen sich dadurch leicht orientieren und auf kurzen Wegen zu ihrem Anliegen gelangen. Gleichzeitig lassen sich Bereiche schützen, in denen beispielsweise sensible Daten bearbeitet werden oder Beschäftigte ungestört arbeiten müssen.

Das Konzept soll damit zwei Anforderungen miteinander verbinden: einen möglichst einfachen und guten Service für die Bürgerinnen und Bürger sowie sichere und funktionale Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Flexibel bauen heißt langfristig Kosten begrenzen

Wirtschaftlichkeit spielt bei der Planung eine zentrale Rolle. Dabei geht es nicht allein um die Baukosten. Entscheidend ist auch, was das Gebäude über Jahrzehnte im Betrieb kostet.

Deshalb sollen Gebäudetechnik und Materialien langlebig, energieeffizient, ressourcenschonend und möglichst wartungsarm sein. Die flexible Planung hat zudem einen wirtschaftlichen Vorteil: Flächen, die die Verwaltung zeitweise nicht selbst benötigt, können anderweitig genutzt oder vermietet werden. Das soll Leerstand vermeiden und Einnahmen ermöglichen.

Auch das Mobilitätskonzept wird von Beginn an mitgedacht. Ziel ist ein Standort, der moderne Formen der Mobilität berücksichtigt und den Flächenbedarf für Verkehr und Stellplätze möglichst effizient organisiert.

Weniger Flächen durch Desk-Sharing und Digitalisierung

Auch die Arbeitswelt innerhalb des Landratsamts verändert sich. Nicht jeder Beschäftigte benötigt dauerhaft einen eigenen Schreibtisch. Im Messecampus Riem setzt der Landkreis deshalb bereits auf Desk-Sharing: Wer vor Ort arbeitet, bucht einen verfügbaren Arbeitsplatz.

Laptop, digitale Akten und mobiles Arbeiten machen dieses Modell möglich. Zugleich können Arbeitsplätze und Räume flexibler genutzt werden, etwa für wechselnde Projektgruppen. Nach dem derzeitigen Konzept sollen Arbeitsplätze für 80 Prozent der Beschäftigten vorgehalten werden. Dadurch sinkt die insgesamt benötigte Bürofläche – und damit auch der Flächenbedarf für die Verwaltung.

Finanzierung auf mehrere Säulen verteilen

Für das Gesamtprojekt wird derzeit mit einem Kostenrahmen von rund 350 bis 450 Millionen Euro gerechnet. Bis zur tatsächlichen Umsetzung können sich Planungsgrundlagen, Baupreise und weitere Rahmenbedingungen verändern. Der genannte Betrag ist deshalb noch keine abschließende Kostensumme.

Die Finanzierung steht auf unterschiedlichen Säulen. Wohn-, Büro- und Gewerbeflächen am neuen Standort, die nicht für die Verwaltung benötigt werden, können vermietet werden und Einnahmen erzielen. Darüber hinaus verfügt der Landkreis über Immobilienvermögen, das für die Finanzierung herangezogen werden kann. Wie diese Bausteine miteinander kombiniert werden, werden die Kreisgremien im weiteren Verlauf beraten und entscheiden.

Ziel der Finanzplanung ist es, den Neubau so zu finanzieren, dass die Landkreiskommunen dadurch nicht zusätzlich belastet werden. Gleichzeitig soll der eigene Verwaltungsstandort die Abhängigkeit des Landkreises von einem schwer kalkulierbaren Miet- und Immobilienmarkt verringern. Denn auch angemieteten Büroflächen verursachen dauerhaft Kosten.

„Wir bauen nicht für die nächsten zehn Jahre, sondern für mehrere Generationen. Deshalb müssen wir heute so planen, dass das Gebäude auch auf Anforderungen reagieren kann, die wir noch gar nicht kennen. Den Klimaschutz denken wir dabei von Anfang an mit: mit einer ressourcenschonenden Bauweise, einem effizienten Energieverbrauch und Lösungen, die zeigen, wie klimagerechtes Bauen konkret umgesetzt werden kann. Entscheidend sind für mich drei Dinge: Der neue Standort muss den Bürgerinnen und Bürgern einen guten Service bieten, dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden können und so finanziert sein, dass wir die Haushalte unserer Städte und Gemeinden nicht zusätzlich belasten. Mit einem eigenen, flexibel nutzbaren Verwaltungsstandort wollen wir zugleich unabhängiger von der Entwicklung des Miet- und Immobilienmarkts werden“, sagt Landrat Christoph Göbel.

Steuerungsgruppe gegründet

Die Mitglieder des Kreistags werden künftig das Projekt noch enger begleiten als bisher. Acht Kreisrätinnen und Kreisräte hat der Kreistag in eine Steuerungsgruppe berufen, die unter Leitung des Landrats gemeinsam mit der Verwaltung die künftigen Planungsschritte weiterentwickeln und für die Kreisgremien zur Entscheidung vorbereiten wird.

Bewerbung für Internationale Bauausstellung: „Verwaltung in Bewegung“

Dass der Landkreis dabei nicht nur das Verwaltungsgebäude selbst betrachtet, sondern den gesamten Standort und seine künftige Mobilität, zeigt auch die Bewerbung des Projekts unter dem Titel „Verwaltung in Bewegung“ für die Internationale Bauausstellung (IBA) „Räume der Mobilität“. Damit sollen die Planungen für den neuen Verwaltungsstandort zugleich in einen größeren städtebaulichen und verkehrlichen Zusammenhang eingebettet werden.

Quelle: Landratsamt München

Fachkräfte im Blick: Neuer Themenbereich im Kommunalatlas online

Maria Sabbas-Scouras

Daten zu Beschäftigung, Nachwuchs, Weiterbildung und Arbeitslosigkeit

Wie entwickelt sich der Fachkräftebedarf im Landkreis München? Wie viele Menschen sind in Ausbildung, wo bleiben Stellen unbesetzt und welche Potenziale bietet der regionale Arbeitsmarkt? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert ab sofort der neue Themenbereich „Fachkräftesicherung“ im Kommunalatlas des Landkreises München.

Das neue Dashboard bündelt Daten zu den vier Themenfeldern Personalbestand, Nachwuchs, Weiterbildung und Arbeitslosigkeit. Es zeigt Entwicklungen bei Beschäftigung inklusive Ausbildung und macht Zusammenhänge zwischen Bildungswegen, Arbeitsmarkt und Fachkräftebedarf sichtbar. Ergänzt werden die Daten durch weiterführende Informationen in Textform.

Der neue Bereich im Kommunalatlas ist online verfügbar unter https://kommunal-atlas.de/atlas/muenchen (Button „Fachkräftesicherung“).

Fachkräftesicherung beginnt lange vor der Stellenbesetzung

Fachkräftesicherung umfasst weit mehr als die Besetzung offener Stellen. Sie beginnt bei Berufsorientierung und Ausbildung, reicht über gelingende Übergänge in das Arbeitsleben bis hin zu Weiterbildung und lebenslangem Lernen. Zugleich geht es darum, vorhandene Kompetenzen zu nutzen und Menschen dauerhaft gute Zugänge zu Bildung und Beschäftigung zu eröffnen.

Wie vielfältig die Herausforderungen sind, zeigen die aktuellen Zahlen: Die Zahl der Beschäftigten ab 65 Jahren hat sich zwischen 2018 und 2025 mehr als vervierfacht. Rund 7.060 Menschen befanden sich 2024 in Ausbildung, gleichzeitig blieben 186 Ausbildungsstellen unbesetzt. Die Volkshochschulen im Landkreis boten im selben Jahr mehr als 10.000 Bildungsangebote an.

Auch der Arbeitsmarkt bietet wichtige Ansatzpunkte für die Fachkräftesicherung. 2025 waren im Landkreis mehr als 7.000 Menschen arbeitslos, darunter 631 unter 25-Jährige und 1.777 über 55-Jährige. Bei Menschen ohne Berufsabschluss lag die Arbeitslosenquote bei 12 Prozent und damit deutlich höher als 2018 mit 7,1 Prozent.

Daten als Grundlage für Entscheidungen

Das Dashboard schafft eine gemeinsame datenbasierte Grundlage für Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Wirtschaft und Politik und hilft, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Kommunalatlas wird im Rahmen des digitalen Bildungsmonitorings des Landkreises München fortlaufend weiterentwickelt.

Quelle: Landratsamt München (Stand 22.10.2026)

Ohne Fahrerlaubnis unterwegs – gleich zwei Fälle im Landkreis

Maria Sabbas-Scouras

Gleich zwei Verkehrsteilnehmer gerieten am Freitagabend, 23. Oktober, ins Visier der Polizeiinspektion Oberschleißheim. In beiden Fällen waren die Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs – in einem Fall kam noch erheblicher Alkoholkonsum hinzu.

15-Jährige steuert Mietwagen in Garching

Gegen 20.45 Uhr fiel einer Polizeistreife im Stadtgebiet Garching ein Mietwagen auf, den eine 15-jährige US-Amerikanerin lenkte. Ihr 45-jähriger Vater saß ebenfalls im Fahrzeug. Beide hielten sich als Touristen in Deutschland auf. Die Jugendliche gab an, lediglich eine amerikanische Lernfahrerlaubnis zu besitzen, die sie jedoch nicht zum Fahren in Deutschland berechtigte.

Gegen die 15-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Auch ihr Vater muss sich strafrechtlich verantworten, da er seiner Tochter das Fahren ermöglicht hatte. Zur Sicherung des Verfahrens wurde eine Sicherheitsleistung erhoben. Anschließend durfte der Vater, der eine gültige US-amerikanische Fahrerlaubnis besitzt, die Fahrt fortsetzen.

Mit 1,1 Promille und ohne Versicherung unterwegs

Nur wenige Stunden später, gegen 23.50 Uhr, bemerkte eine weitere Streife in Oberschleißheim einen Pkw, der durch unsichere Fahrweise auffiel. Bei der Kontrolle des 46-jährigen Fahrers aus dem Landkreis Freising stellten die Beamten Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,55 Milligramm pro Liter, was etwa 1,1 Promille entspricht.

Doch damit nicht genug: Der Mann besaß keine gültige Fahrerlaubnis, und für das Fahrzeug bestand zudem kein Versicherungsschutz. Nach einer Blutentnahme wurde gegen ihn ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.

Ein Hinweis für alle Verkehrsteilnehmer

Wer sich ans Steuer setzt, muss nicht nur fahrtüchtig sein, sondern auch eine gültige Fahrerlaubnis besitzen. Eine ausländische Fahrerlaubnis oder ein Lernführerschein berechtigt nicht automatisch zum Fahren in Deutschland. Ebenso ist eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Wer diese Regeln missachtet, gefährdet nicht nur sich und andere, sondern muss auch mit empfindlichen rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 26.10.2026)

Bild von Ingo Kramarek auf Pixabay

Haftbefehl nach Hotelbrand – Aschheim

Maria Sabbas-Scouras

Nach dem Brand in einem Hotel in Aschheim ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Wie bereits berichtet, waren am Mittwoch, 21. Oktober, gegen 1 Uhr zwei Büroräume im Erdgeschoss des Hotels erheblich beschädigt worden. Erste Ermittlungen deuteten auf eine vorsätzliche Brandlegung hin.

Im Zuge der weiteren Untersuchungen geriet ein 27-jähriger Jordanier mit Wohnsitz in München unter Tatverdacht. Er wurde am Donnerstag, 22. Oktober, gegen 14.30 Uhr an seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen.

Am Freitag wurde der Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl gegen ihn erließ. Er befindet sich nun in Haft.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 25.10.2026)

Foto: Pixabay

Waldklassenzimmer sind dank Spenden ein großer Erfolg

Maria Sabbas-Scouras

Bildungsprojekt wird an zwei weiteren Schulen fortgesetzt

Die Zweige knacken unter den Schuhen, es gibt keine Tafel und über den Kindern ist statt einer Zimmerdecke ein grünes, ganz natürliches Dach aus Tannennadeln und dem Laub der Bäume: In Aßling, Frauenneuharting und Pullach wurde der Wald im Schuljahr 2025/26 zum lebendigen Klassenzimmer. Das von der Aktion Zukunft+ geförderte Projekt „Mit Unterricht im Wald zum Klimaschutz“ ist erfolgreich abgeschlossen. Jetzt soll es mit Unterstützung der Crowdfunding-Plattform der beiden Landkreise München und Ebersberg an zwei weiteren Grundschulen weitergehen.

Die Grund- und Mittelschule Aßling und die Volksschule Frauenneuharting/Oberndorf im Landkreis Ebersberg sowie die Pater-Rupert-Mayer-Volksschule in Pullach im Landkreis München verfügen inzwischen über einen eigenen, fußläufig erreichbaren Schulwald. Die dafür notwendigen Mittel kamen aus Spenden, die über die Aktion Zukunft+ gesammelt wurden. Lokal umgesetzt wurden die Waldklassenzimmer jeweils durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Bayern e. V.

In diesen Schulwäldern wird nicht nur Biologie unterrichtet: Äste helfen beim Geometrieunterricht, Naturmaterialien inspirieren zu Kunstprojekten und die Geräusche des Waldes bieten Anregungen für Musik. So wird die Natur zum Lernort für viele Fächer – und ganz nebenbei zu einem Lebensraum, den es zu schützen gilt.

Umweltbildung und wichtiger Beitrag für den Wald

Neben dem regulären Unterricht im Wald fanden in dieser ungewöhnlichen Atmosphäre auch Projekttage statt, bei denen jeweils eine dritte Klasse zu Klimabotschafterinnen und -botschaftern ausgebildet wurde. Die Kinder beschäftigten sich mit dem Treibhauseffekt, der Photosynthese und der Bedeutung von Wald und natürlichen Ressourcen.

Zum Abschluss präsentierten sie ihre Ergebnisse unter anderem mit selbst gestalteten Plakaten, einem Theaterstück und Redebeiträgen, die andere motivieren sollen, sich ebenfalls bewusster mit dem Umwelt- und Klimaschutz zu beschäftigen. Anschließend pflanzten sie heimische Bäume und schafften so einen ganz praktischen Beitrag zum Schutz des Waldes.

Damit künftig noch mehr Kinder draußen lernen und Klimaschutz selbst erleben können, soll das Projekt 2027 auf zwei weitere Grundschulen in den Landkreisen Ebersberg und München ausgeweitet werden. Auch dort sollen eigene Schulwälder entstehen, die regelmäßig für den Unterricht genutzt werden.

Wer dabei helfen möchte, kann das Folgeprojekt mit einer Spende über die Crowdfunding-Plattform Aktion Zukunft+ unterstützen. Die Plattform der Landkreise Ebersberg und München und ihrer gemeinsamen Energieagentur fördert Klimaschutzprojekte direkt in der Region.

Weitere Informationen zum Unterrichtskonzept gibt es unter www.unterrichtimwald.de, Spenden für die Aktion Zukunft+ und Klimaschutzprojekte in der Region sind möglich unter www.aktion-zukunft-plus.de

Über die Aktion Zukunft+

Die Aktion Zukunft+ ist eine Initiative der Landkreise München und Ebersberg in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ebersberg-München. Mit dem Erwerb von Zukunft+ Zertifikaten unterstützen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Organisationen und Kommunen Klimaschutzprojekte in der Region und weltweit. Spenderinnen und Spender entscheiden dabei selbst, welches Projekt unterstützt und so via Crowdfunding in die Umsetzung gebracht wird.

Ein Zukunft+ Zertifikat kann für 20 Euro über www.aktion-zukunft-plus.de erworben werden und ist mit dem Wert einer Tonne CO2 hinterlegt. Die eigenen Treibhausgasemissionen können so nach individuellem Wunsch ganz oder in Teilen ausgeglichen werden. Die Spendenbeiträge finanzieren zu gleichen Teilen ausgewählte Klimaschutzprojekte in den Landkreisen München und Ebersberg sowie im globalen Süden.

Quelle: Energieagentur Ebersberg-München gGmbH

Ein Waldklassenzimmer

Premiere am 6. November 2026 im Theater im Römerhof in Garching - Friede, Freude, Früchtepunsch von Regina Harlander

Maria Sabbas-Scouras

Die Zeit läuft und läuft und läuft.

Am 31. Oktober werden wir unsere Bühne aufbauen, dann können wir endlich die Abläufe vervollständigen.

Das Theaterstück wird von uns seit Juni 2026 geprobt und unserem Regisseur Christian Steinfelder fallen immer wieder neue Einstellungen ein.

Es macht wahnsinnig viel Spaß.

Unsere Einsagerin muss nicht mehr eingreifen und aushelfen und die Proben werden langsam einseitig für sie.

Jetzt wird es Zeit, sich dem Publikum zu präsentieren.

Das Programmheft ist gedruckt, die Kostüme hängen bereit, Maske steht in den Startlöchern, der Speiseplan für die Spieler steht, Getränke stehen bereit.

Was fehlt noch – mit dem Publikum spielen!

Es gibt nur noch wenige Tickets beim Kulturbüro Garching oder München Ticket.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß.

Garchinger Bauernbühne e.V.

1. Aufführung:Freitag, 06.11.202619:30 Uhr, TIR

2. Aufführung:Samstag, 07.11.202619:30 Uhr, TIR

3. Aufführung:Freitag, 13.11.202619:30 Uhr, TIR

4. Aufführung:Samstag, 14.11.202619:30 Uhr, TIR

5. Aufführung:Sonntag, 15.11.202616:00 Uhr, TIR

6. Aufführung:Sonntag, 22.11.202616:00 Uhr, BGH


TIR = Theater im Römerhof, Garching

BGH = Bürgerhaus, Garching, barrierefrei

Herbstzeit ist Pflanzzeit

Maria Sabbas-Scouras

Neues Informationsblatt der Kreisfachberatung für Gartenkultur & Landespflege vom Landratsamt München gibt Tipps

Der Herbst steht vor der Tür und damit die ideale Zeit, Bäume und Sträucher zu pflanzen. Das Team der Kreisfachberatung für Gartenkultur & Landespflege im Landratsamt München unterstützt dabei mit einem Informationsblatt. Dieses enthält wertvolle Informationen über Gehölze, die speziell auf die Bedingungen in Siedlungsgebieten im Landkreis München angepasst sind.

Besonderer Wert wurde hierbei auf Klimatoleranz aber auch die ökologische Bedeutung gelegt. Heimische Gehölze sind im Informationsblatt mit einem "h" und stadtklimafeste Gehölze mit einem "k" gekennzeichnet. Denn nur wenn ein Gehölz zum vorhandenen Standort passt, kann es langfristig Freude bereiten.

Im Herbst ist die ideale Pflanzzeit für Bäume und Sträucher

Da in Zeiten des Klimawandels immer wieder mit extrem trockenen Wochen im Frühling und Sommer gerechnet werden muss, ist die Herbstpflanzung eindeutig der Frühjahrspflanzung vorzuziehen. Der Boden ist im Herbst noch warm genug, damit sich die Pflanzen gut einwurzeln können, noch bevor dann im Winter die stärkeren Fröste kommen. Im Frühling treiben die Gehölze durch diesen Vorsprung besser aus und können ihre volle Kraft in den Blattaustrieb stecken.

Ballen- und Containerware kann ab sofort gepflanzt werden, bei wurzelnackter Qualität ist noch der Laubfall abzuwarten.

Pflanzen benötigen genügend Platz und eine artgerechte Wasserversorgung

Vor allem die ersten sieben Jahre nach der Pflanzung sind entscheidend für eine gesunde Entwicklung und Langlebigkeit, zudem sorgt genügend Platz und eine artgerechte Versorgung langfristig für weniger Pflegeaufwand.

Eine große Baumgrube aus regionalem Pflanzsubstrat wirkt bei Regen wie ein Schwamm. Vorsicht ist bei der Pflanzung in der Nähe von Rigolen geboten, da viele Gehölze weder Nässe noch Überschwemmungen vertragen.

Bei neu zu pflanzenden Bäumen ist folgender durchwurzelbarer Raum bei einer Mindesttiefe von 1,5 m sicherzustellen:

• Bäume 1. Wuchsordnung (Großbäume über 20 m Höhe): mind. 36 m³

• Bäume 2. Wuchsordnung (mittelgroße Bäume mit 10-20 m Höhe): 24-36 m³

• Bäume 3. Wuchsordnung einschließlich Obstbäume (Kleinbäume bis 10 m Höhe): 20-24 m³

Ein frisch gepflanzter Baum benötigt auch im Herbst etwa 100 bis 150 Liter Wasser pro Gießgang

Je nach Menge der Niederschläge sind zusätzlich ein bis zwei Gießgänge pro Woche erforderlich. Durch eine gut vorbereitete und ausreichend große Pflanzgrube bleibt kein Wasser an der Oberfläche stehen, sondern versickert tiefgründig. Stehendes Wasser ist ein Zeichen für verdichteten Boden und problematisch für Gehölze.

Mehr Informationen sowie Tipps zur Auswahl geeigneter Bäume und Sträucher finden Interessierte im Informationsblatt (Download am Seitenende) unter:

https://www.landkreis-muenchen.de/themen/umwelt/gartenkultur-landespflege-und-gruenordnung/verwendung-von-baeumen-und-straeuchern/

Quelle: Landratsamt München (Stand 15.10.2026)

Wild-Birne_mit_beginnender_Herbstfärbung

Über 130 Hotelgäste müssen mitten in der Nacht raus

Maria Sabbas-Scouras

Brand in Aschheim – Polizei vermutet vorsätzliche Brandlegung

Mitten in der Nacht zum Mittwoch, 21. Oktober, brach gegen 1 Uhr in einem Büro im Erdgeschoss eines Hotels in Aschheim ein Feuer aus. Polizei und Feuerwehr wurden alarmiert. Noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, hatten bereits mehr als 130 Hotelgäste das Gebäude selbstständig verlassen.

Die Feuerwehr konnte den Brand löschen und durchsuchte anschließend das Hotel nach weiteren Personen. Wegen der starken Rauchentwicklung konnten die Gäste zunächst nicht in ihre Zimmer zurückkehren. Sie mussten deshalb in umliegenden Hotels untergebracht werden.

Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 300.000 Euro beziffert.

Noch in derselben Nacht begannen die Brandermittler der Münchner Kriminalpolizei mit ihrer Arbeit. Dabei ergaben sich erste Hinweise darauf, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein könnte. Die Ermittlungen zur Brandursache und zu einem möglichen Täter dauern an.

Polizei bittet um Hinweise

Wer in der Nacht zum Mittwoch im Bereich des Hotels in Aschheim verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei unter Tel. 089 2910-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 21.10.2026)

Bild von Alexander Heeb auf Pixabay

Das Heizungsgesetz in der Praxis: Was bedeutet es für mein Zuhause?

Maria Sabbas-Scouras

Informationsveranstaltung der VHS Ismaning am 21. Oktober mit der Energieagentur Ebersberg-München

Das Heizungsgesetz wirft bei vielen Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern Fragen auf: Welche gesetzlichen Anforderungen gelten? Welche Fristen müssen beachtet werden? Und welche Möglichkeiten gibt es, die eigene Heizung zukunftsgerecht zu modernisieren?

Antworten auf diese und weitere Fragen bietet die Informationsveranstaltung „Das Heizungsgesetz in der Praxis: Was bedeutet das für mein Zuhause?“ am 21. Oktober um 18 Uhr in der Volkshochschule Ismaning im kleinen Saal.

Als Fachreferentin steht die Energieagentur Ebersberg-München zur Verfügung. Sie vermittelt einen verständlichen Überblick über die geltenden Regelungen und zeigt auf, welche Aspekte bei der Heizungsmodernisierung zu berücksichtigen sind. Ziel ist es, Orientierung in einem komplexen Themenfeld zu geben und die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, die gesetzlichen Vorgaben und individuellen Handlungsmöglichkeiten besser einzuschätzen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich über die aktuellen Anforderungen informieren, anstehende Entscheidungen zur eigenen Heizungsanlage vorbereiten oder sich frühzeitig mit möglichen Modernisierungsschritten beschäftigen möchten. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen stehen praktische Informationen und Antworten auf Fragen aus dem Alltag im Mittelpunkt.

Die Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Eine Anmeldung vorab ist dennoch erwünscht und online über die Website der VHS Nord möglich:

Zur Anmeldung: Das Heizungsgesetz in der Praxis

Weitere Informationen rund um die Wärmezukunft und die Angebote der NordAllianz finden Interessierte auf der Website der NordAllianz unter nordallianz.de/waermezukunft.

Termin im Überblick

Veranstaltung: Das Heizungsgesetz in der Praxis – Was bedeutet das für mein Zuhause?

Datum: 21. Oktober

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Ort: VHS Ismaning, kleiner Saal

Fachreferentin: Energieagentur Ebersberg-München

Anmeldung: Nicht erforderlich, aber möglich über die Website der VHS Nord

Verstehen. Einordnen. Gut informiert entscheiden. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und mehr Sicherheit für anstehende Entscheidungen rund um die eigene Heizungsmodernisierung zu gewinnen.

Fahrplanänderungen auf der Linie S 8

Maria Sabbas-Scouras

Die Deutsche Bahn teilt mit:

Wegen Bauarbeiten stehen nachfolgende Fahrplanänderungen an:

Auf der Linie S 8 zwischen Ismaning und Flughafen besteht im folgenden Zeitraum durchgehend Schienenersatzverkehr:

Montag, 12. Oktober, 11.30 Uhr, bis Freitag, 16. Oktober 2026, 5 Uhr.

Auf der Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof besteht im folgenden Zeitraum kein S-Bahnverkehr:

Freitag, 16. Oktober, 22.20 Uhr, bis Montag, 19. Oktober 2026, 4.40 Uhr.

Zwischen Pasing und Hauptbahnhof besteht ein Schienenersatzverkehr.

Die jeweiligen genauen Informationen können Sie unter www.s-bahn-muenchen.de oder
www.mvv-muenchen.de sowie auf den Aushangfahrplänen an den S-Bahnhöfen einsehen.

Bild: MVV

Neues Heizungsgesetz, neue Förderregeln – der Überblick

Maria Sabbas-Scouras

Durchblick im Paragrafendschungel: Online-Veranstaltung der Energieagentur widmet sich dem Gebäudemodernisierungsgesetz

Das alte „Heizungsgesetz“ ist abgelöst, das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist in Kraft – und mit ihm gelten neue Regeln für den Austausch von Heizungen und energetische Sanierungen. Was bedeuten die neuen Regelungen für private Eigentümer? Und wie lässt sich die reformierte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) optimal für das eigene Zuhause nutzen? Das erklären die nächsten Montags-ImpulsE der Energieagentur am Montag, 12. Oktober um 19 Uhr.

 

Unter dem Titel „Neues Heizungsgesetz, neue Förderregeln – der Überblick“ wird umfassend über die neuen gesetzlichen Regelungen informiert: Welche Vorgaben gelten jetzt für den Einbau und Betrieb von Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden? Mit welchen Zuschüssen und Fördergeldern können Eigentümer bei Heizungstausch und Gebäudesanierung rechnen? Die Online-Veranstaltung fasst die neuen Regelungen zusammen und gibt privaten Haus- und Wohnungsbesitzern Orientierung für künftige Modernisierungen. Über einen Live-Chat können die Zuschauer ihre individuellen Fragen stellen, die im Verlauf der Veranstaltung beantwortet werden.

 

Die Veranstaltungsreihe „Montags-ImpulsE“ ersetzt die bisherigen „Fachgespräche Energiewende“ der Energieagentur. Wer teilnehmen will, kann sich einfach im Internet anmelden, erhält daraufhin einen Link zugesendet und muss zum Veranstaltungstermin nur noch auf diesen Link klicken. Die Teilnahme ist kostenfrei und offen für alle am Thema interessierten Bürgerinnen und Bürger der Region. Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter: www.ea-ebe-m.de/montagsimpulse

Termine und Aktionen

09.10.2026: ARGE Geothermie & Wärmewende: „Tag der Wärme“ im Münchner Südosten

09.10.2026: Interaktive Ausstellung: Rette die Welt … zumindest ein bisschen

12.10.2026: Montags-ImpulsE: Neues Heizungsgesetz, neue Förderregeln – der Überblick

13.10.2026: Klimabündnis Ebersberg-München: Lunch & Learn: Gewerbe-PV kompakt

29.10.2026: Klimabündnis Ebersberg-München: Lunch & Learn: Energieeffizienz in gemieteten Geschäftsräumen

Quelle: Energieagentur Ebersberg-München GmbH (Stand 04.10.2026)

Foto: Pixabay

Motorradfahrer flüchtet vor Polizeikontrolle

Maria Sabbas-Scouras

Nymphenburg/Unterföhring – In der Nacht zum Samstag, 3. Oktober, gegen 1.50 Uhr, wollte eine Polizeistreife den Fahrer eines Yamaha-Motorrads kontrollieren. Trotz Blaulicht, Martinshorn und Anhaltesignal gab der 21-Jährige jedoch Gas und flüchtete.

Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und einer rücksichtslosen Fahrweise fuhr der Motorradfahrer über die Landshuter Allee und den Mittleren Ring bis nach Unterföhring. Dort gelang es den Polizeibeamten bei langsamer Fahrt, das Motorrad mit ihrem Dienstfahrzeug zu stoppen. Der 21-Jährige wurde dabei leicht verletzt.

Der Deutsche aus dem Landkreis München wurde anschließend festgenommen. Sowohl das Polizeifahrzeug als auch das Motorrad wurden bei dem Einsatz beschädigt.

Beim 21-Jährigen wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Sein Führerschein und das Motorrad wurden beschlagnahmt. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.

Zeugen gesucht: Insbesondere die beiden Fahrzeugführer, zwischen denen der Motorradfahrer während seiner Flucht überholte, könnten wichtige Hinweise zum Geschehen geben. Sie werden gebeten, sich beim Unfallkommando München, Tegernseer Landstraße 210, unter Tel. (089) 6216-3322 zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 04.10.2026)

Bild von Franz P. Sauerteig auf Pixabay

Der Polizeieinsatz zum 191. Oktoberfest

Maria Sabbas-Scouras

Schon fast traditionell heißt es beim Wiesn-Anstich durch den amtierenden Oberbürgermeister: „Auf eine friedliche Wiesn!“. Und dieser Wunsch sollte auch in diesem Jahr wahr werden.

Das 191. Oktoberfest zeigte trotz der vielfältigen geopolitischen Krisen, die uns teilweise seit Jahren begleiten, dass ein friedliches und vor allem stimmungsvolles Miteinander immer noch möglich ist und die Wiesn die Menschen aus der Welt verbindet. Nicht nur die 600 Polizeibeamtinnen und -beamten im Einsatz auf dem Festgelände, sondern auch die vielen Einsatzkräfte im Außenbereich, die Taschendiebfahnder aus dem europäischen Ausland und verschiedenen deutschen Bundesländern, aber auch die italienischen Kolleginnen und Kollegen, die uns als Münchner Polizei seit vielen Jahren unterstützten, sorgten dafür, dass es weiterhin möglich ist, derartige Veranstaltungen ohne Sorge zu besuchen.

Ebenfalls positiv zeigte sich, dass ein gemeinsam von allen Verantwortlichen erarbeitetes Konzept ermöglichte, frühzeitig auf eine drohende Überfüllung zu reagieren und diese rechtzeitig abzuwenden. So wurden am Samstag, den 26.09.2026, und Samstag, den 03.10.2026, u. a. zeitweise mehrere Eingänge zum Festgelände geschlossen, Besucherströme umgeleitet und S-Bahn-Haltestellen nicht mehr angefahren. Die getroffenen Maßnahmen aller Verantwortlichen wirkten und trotz der hohen Besucherzahl an diesen Tagen verlief die Wiesn ohne Zwischenfälle.

In diesem Zusammenhang möchten wir die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Münchner Polizei, den Referaten der Landeshauptstadt München, dem Rettungsdienstunternehmen Aicher, der Berufsfeuerwehr München, der Bundespolizeidirektion München und dem Veranstalter mit seinen beauftragten Sicherheitsdiensten nochmal hervorheben. Dieser Schulterschluss sorgt jährlich für einen reibungslosen Ablauf.

Auch die Kooperation mit den Verantwortlichen der „Sicheren Wiesn“, den Betreibern der großen und kleinen Festzelte, mit der MVG sowie der Firma Ströer in Bezug auf die Vermittlung von Präventionsbotschaften der Polizei hat zu einer Erhöhung der Sicherheit auf dem Festgelände beigetragen.

In diesem Jahr rückten die Beamtinnen und Beamten zu 1.851 Einsätzen aus (2025: 1.598), eine Steigerung von 15 % im Vergleich zum Vorjahr.

Hieran ist erkennbar, dass ein großes Bewusstsein dafür herrscht, dass erfolgreiche Polizeiarbeit auch maßgeblich von der Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage aller Bürgerinnen und Bürger abhängt.

Das gilt nicht nur für diejenigen, die den Polizeinotruf 110 verständigen, wenn andere in Gefahr sind oder Opfer von Straftaten werden, sondern auch für solche die sich anschließend auch als Zeugen zur Verfügung stellen oder sogar Videos der Vorfälle übermitteln und somit helfen, dass der Rechtsstaat funktioniert.

Die hohe Streifendichte und Präsenz durch die eingesetzten Kolleginnen und Kollegen ermöglichte es uns, ansprechbar und bei Bedarf schnell vor Ort zu sein. Unsere Dienste beinhalteten freundliche Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt, jede Menge Bilder und viele Auskünfte. Polizeiliches Einschreiten blieb bei der hohen Anzahl an Besuchern zwar nicht aus, der Polizeieinsatz zum 191. Oktoberfest war jedoch geprägt von viel Verständnis, vor allem für die Beeinträchtigungen durch die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen.

Eine wirkungsvolle Unterstützung für unsere Arbeit brachte wieder unsere moderne Videotechnik auf dem Festgelände. Die 56 Videokameras, die durch speziell beschulte Polizeibeamte bedient werden, erlaubten uns, nach eingehenden Notrufen eine unmittelbare Lagebewertung vorzunehmen und je nach Situation angemessen zu reagieren.

In 228 Fällen konnte die Videotechnik dabei zur Unterstützung der Einsatzkräfte genutzt werden. Davon wurden 25 Einsätze durch die eigene Wahrnehmung der Videobeobachter initiiert.

Erneut bewährt haben sich außerdem die von den Einsatzgruppen mitgeführten Bodycams, die in zahlreichen Fällen zum Einsatz kamen, um sowohl deeskalierend, als auch zur Dokumentation von Straftaten genutzt wurden.

Alle folgenden Zahlen haben den Stand 04.10.2026, 05:00 Uhr

Gesamtzahlen Straftaten

Am 16. und damit letzten Wiesntag ziehen wir als Münchner Polizei Bilanz und stellen fest: Die Anzahl der angezeigten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten ist mit 845 Delikten um ca. 8 % gestiegen (2025: 784; 2024: 706).

Dies resultiert vor allem aus der gestiegenen Anzahl an Straftaten im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelgesetz.

Da das 191. Oktoberfest jedoch auch deutlich mehr Besucherinnen und Besucher als im Vorjahr hat, sind die Zahlen auch in diesen Kontext zu setzen.

Kapitaldelikte

Erfreulicherweise mussten wir in diesem Jahr kein Tötungsdelikt verzeichnen. Es kam zu 5 Raubdelikten (2025: 1; 2024: 0). Die Ermittlungen zu diesen Fällen laufen noch.

Sexualdelikte

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gab es einen Anstieg auf 80 Delikte (2025: 72; 2024: 56). Dabei handelte es sich in den überwiegenden Fällen um sexuelle Belästigungen (52; 2025: 47) und vereinzelt um die Erstellung von Bildaufnahmen des Intimbereichs (sog. Upskirting = 8; 2025: 12). 5 Fälle erfüllten den Tatbestand der Vergewaltigung (2025: 5; 2024: 2).

Bereits im Vorfeld des diesjährigen Oktoberfests legte die Münchner Polizei einen besonderen Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Sexualdelikten. Über verschiedene Präventionsmaßnahmen - darunter Social-Media-Posts, Plakate sowie Anzeigen im MVG-Bereich - wurde insbesondere eine klare Botschaft an potenzielle Täter gerichtet: Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung werden nicht geduldet und konsequent durch die Polizei verfolgt!

Gewaltkriminalität

Mit 237 Anzeigen wegen Körperverletzung liegen diese auf dem Vorjahresniveau (2025: 236), was in Bezug auf die gestiegenen Besucherzahlen positiv ist. Darin enthalten sind auch gefährliche Körperverletzungen1, die anteilig gestiegen sind (95; 2025: 75). Dabei wurden in 25 Fällen Maßkrüge als Tatmittel verwendet (2025: 24).

Widerstand gegen Polizeibeamte

Erfreulich ist, dass die Anzahl der Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffe gegen Polizeibeamtinnen und -beamte gesunken ist (2026: 19; 2025: 25) Hierbei wurden 10 Kolleginnen und Kollegen verletzt, was einen deutlichen Rückgang zum Vorjahr bedeutet (2025: 17).

Diebstahl

Ebenfalls im Bereich der Eigentumsdelikte können wir eine sinkende Anzahl verzeichnen. Nur 159-mal mussten Anzeigen wegen eines Diebstahls aufgenommen werden (2025: 170). In diesen Anzeigen sind auch die Taschendiebstähle enthalten, wovon 78 auf dem Festgelände festzustellen waren (2025: 55). Dies bedeutet erneut eine Steigerung. Es wurden dabei 10 Tatverdächtige festgenommen, denen meist mehrere registrierte Taten zugeordnet werden können. In 5 Fällen wird wegen des schweren Taschendiebstahls ermittelt.

Von einem schweren Taschendiebstahl ist auszugehen, wenn u. a. der Täter die „hilflose Lage“ seines Opfers ausnutzt (z. B. schlafende Personen aufgrund ihrer Alkoholisierung) oder er gezielt nach Diebstahlsgelegenheiten sucht. Hier wird zunächst von einer gewerbsmäßigen Begehung ausgegangen.

In diesem Zusammenhang bedanken wir uns nochmal für die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen aus dem europäischen Ausland und den anderen Bundesländern, die uns jährlich im Rahmen des Oktoberfests unterstützen und auch deliktsübergreifend Tatverdächtige auf dem Festgelände festnahmen.

Rauschgiftkriminalität und Cannabis

In 207 Fällen wurden Anzeigen gegen das Betäubungsmittelgesetz erstellt (2025: 148). In den überwiegenden Fällen handelte es sich um Verstöße mit Kokain. Dabei stieg die Anzahl der festgestellten Verstöße um über 30 %.

Aufgrund der geänderten Gesetzeslage fällt Cannabis nicht mehr unter das BtMG. Einschlägig sind hier das Konsumcannabisgesetz und das Gesundheitsschutzgesetz.

1 Bei einer gefährlichen Körperverletzung (§224 StGB) handelt es sich um eine Körperverletzung, bei der z. B. eine Waffe / gefährliches Werkzeug verwendet wird oder mehrere Beteiligte gemeinschaftlich zusammenwirken.

Letztgenanntes untersagt den Konsum von Cannabisprodukten auf Volksfesten. Demnach wurden wegen Verstößen mit Cannabis 3 Anzeigen erstattet.

Zugangskontrollen

Bei den Zugangskontrollen des umzäunten Festgeländes gab es keine erwähnenswerten Beeinträchtigungen. In 8 Fällen konnten Personen mit einem Messer festgestellt werden. Diese Personen wurden angezeigt und deren Messer sichergestellt.

Flugbeschränkungsgebiet

Für die Dauer des Oktoberfests wurde ein Flugbeschränkungsgebiet mit einem Radius von 5,6 km und einer Höhe von 10 km festgelegt. Es wurden 146 Verstöße festgestellt (2025: 11), wobei es sich um 127 unerlaubte Flüge mit Drohnen und um 15 bemannte Luftfahrzeuge handelte (zudem 4 Sonstige).

Davon flogen 4 über der Theresienwiese und 26 im unmittelbaren Umfeld.

Polizeiliche Maßnahmen

In 600 Fällen wurden freiheitsentziehende Maßnahmen durchgeführt (2025: 529). Dabei handelte es sich in 181 Fällen (2025: 163) um Gewahrsamnahmen zur Verhinderung oder Unterbindung von Straftaten durch meist stark alkoholisierte Personen.

Bereits im Vorfeld erließ das Kreisverwaltungsreferat auf Antrag des Polizeipräsidiums München 36 Betretungsverbote. Dazu kamen 30 weitere Personen, denen aufgrund ihres Verhaltens ein Platzverweis für das Festgelände ausgesprochen wurde, der durch das Kreisverwaltungsreferat mit einem Aufenthaltsverbot für das Oktoberfestgelände ergänzt wurde.

419 Personen wurden vorläufig festgenommen (2025: 366).

Bei Personen, welche eine Straftat begehen und keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, besteht die Gefahr, dass sie sich dem Strafverfahren entziehen könnten. Aus dem Grund wird zur Sicherung des Strafverfahrens und zur Abwendung einer Untersuchungshaft in bestimmten Fällen eine sogenannte Sicherheitsleistung einbehalten. In diesem Jahr wurden 707.007 Euro an Sicherheitsleistungen einbehalten (2025: 357.000 Euro).

Verkehr

Die Anzahl der Gesamtunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Gesamtanzahl der Fahrten unter Alkoholeinfluss um mehr als 10 % gesunken ist. Mit Sorge beobachteten wir jedoch eine steigende Anzahl von Fahrten unter Drogeneinfluss (+ 24 %).

Trunkenheit

Während der 16 Tages des 191. Oktoberfests kam es zu einer Vielzahl an stationären Kontrollen in und um München. Dabei wurden 382 Fahrten unter Alkoholeinfluss festgestellt (2025: 438), wovon 207 Fälle Straftaten (2025: 253) und 175 Fälle Verkehrsordnungswidrigkeiten (2025: 185) waren.

Mit 232 Fahrten unter Alkoholeinfluss (2025: 252) entfällt weiterhin ein großer Anteil dieser Verkehrsdelikte auf E-Scooter. Dies entspricht einen Rückgang von ca. 8 %.

Das Fahren eines E-Scooters unter dem Einfluss von Alkohol, Betäubungsmitteln oder anderen berauschenden Mitteln unterliegt den gleichen Regularien wie alle anderen Kraftfahrzeuge.

Bei den Fahrten unter Einfluss von Betäubungsmitteln verzeichneten wir dieses Jahr 139 Fälle (2025: 112), wovon 6 Fälle Straftaten (2025: 14) und 133 Fälle Verkehrsordnungswidrigkeiten (2025: 98) waren.

Nur ein geringer Anteil dieser Verkehrsdelikte entfiel dabei auf E-Scooter (15; 2025: 0).

Nach Trunkenheitsfahrten, die den Straftatbestand nach §316 StGB erfüllten oder nach Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss i.S. §315c StGB, wurden 80 Führerscheine sichergestellt (2025: 291).

Positiv ist, dass unsere Einsatzkräfte 92 Trunkenheitsfahrten verhüten konnten (2025: 53), wovon 69 Fälle auf E-Scooter entfielen (2025: 31).

Unfälle

In diesem Jahr wurden 2.087 Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München verzeichnet (2025: 1.923). Dabei wurden 27 Personen schwer (2025: 16) und 347 Personen leicht verletzt (2025: 293). Beides bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Positiv ist, dass es keinen Verkehrstoten gab.

31 Unfälle davon ereigneten sich unter Alkoholeinfluss (2025: 23), wovon 16 mit Beteiligung von E-Scootern erfolgten (2025: 12). Trotz zahlreicher Maßnahmen und unserer Präventionsarbeit bedeutet dies einen Anstieg um mehr als 30 %.

Abschleppungen

898 Fahrzeuge mussten insgesamt abgeschleppt werden (2025: 1.187), was einen Rückgang um mehr als 20 % bedeutet. Dies zeigt, dass unsere Maßnahmen und Prävention greifen, was vor allem in Anbetracht der Anwohnerbelastung positiv ist.

Ein besonderes Augenmerk lag erneut auf der Parksituation in den Anwohnerlizenzgebieten im Umfeld der Theresienwiese. Personen, die ihr Fahrzeug ohne Anwohnerparkerlaubnis in diesen Bereichen verbotswidrig parkten, mussten damit rechnen, dass das Fahrzeug abgeschleppt wird. Dies kann zzgl. Buß- oder Verwarnungsgeld mehrere hundert Euro kosten.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 04.10.2026)

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