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LANDKREIS und MÜNCHENER NORDEN

Landkreis treibt autonomes Fahren im ÖPNV voran

Maria Sabbas-Scouras

Erste fahrerlose Busse sollen im On-Demand-Betrieb FLEX eingesetzt werden

Autonom fahrende Busse und Shuttles könnten schon bald auch im Landkreis München zum Alltag gehören. Der Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur hat sich unlängst dafür ausgesprochen, gemeinsam mit der MVV GmbH die schrittweise Einführung autonomer Verkehrsangebote im Landkreis vorzubereiten. Beginnen soll der Prozess beim On-Demand-Services FLEX.

Nach erfolgreicher Erprobung soll auch der Einsatz im Regionalbusverkehr untersucht werden.

Hintergrund sind steigende Mobilitätsbedarfe, der Fachkräftemangel im Fahrdienst, wachsende finanzielle Herausforderungen im öffentlichen Personennahverkehr sowie die Ziele der Mobilitäts- und Klimawende. Autonomes Fahren gilt dabei als eine zentrale Zukunftstechnologie. Es kann helfen, den ÖPNV verlässlicher, flexibler und langfristig wirtschaftlicher aufzustellen – sowohl in dicht besiedelten Räumen als auch in weniger gut angebundenen Gebieten.

Der Landkreis München engagiert sich bereits heute in mehreren regionalen Projekten zum autonomen Fahren. Zentrales Vorhaben ist die Modellregion Region München im Rahmen der interkommunalen Allianz „Mobile Zukunft München & Region“ (MZM). Ziel ist es, die Region München zu einer international führenden Modellregion für autonomes Fahren im straßengebundenen ÖPNV und Güterverkehr zu entwickeln. Bis 2035 sollen im MVV-Raum 500 autonome Busse und 2.000 Shuttles unterwegs sein. Langfristig sieht die Vision 5.000 autonome Busse und 20.000 Shuttles vor.

Landkreis bekommt Vorreiterrolle

Dem Landkreis München kommt dabei eine besondere Rolle zu: In der Einführungsphase sind Testbetriebe im On-Demand-Service FLEX vorgesehen. Denn kleinere autonome Fahrzeuge, wie sie im FLEX-Betrieb zum Einsatz kommen, werden voraussichtlich früher verfügbar sein als große Linienbusse.

Deshalb soll zunächst der flexible Bedarfsverkehr erprobt werden. Perspektivisch soll autonomes Fahren auch im Regionalbusverkehr möglich werden.

Landrat Christoph Göbel freut sich über die breite Zustimmung im Ausschuss: „Autonomes Fahren ist kein Selbstzweck. Es muss den Menschen dienen.“ Und weiter: „Wenn es gelingt, damit den ÖPNV verlässlicher, flexibler und bezahlbarer zu machen, ist das eine große Chance für den Landkreis München.

Gerade dort, wo klassische Angebote heute an wirtschaftliche oder personelle Grenzen stoßen, können neue Technologien helfen, Mobilität und Teilhabe zu sichern.“

Konkrete Einsatzgebiete, Fahrzeugzahlen und Kosten stehen derzeit noch nicht fest. Die MVV GmbH erarbeitet dazu eine Grundsatzuntersuchung für den gesamten Verbundraum. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2027 erwartet und sollen anschließend den Kreisgremien vorgestellt werden.

Rückenwind durch Internationale Bauausstellung

Neben der fachlichen Prüfung soll das Thema auch öffentlich sichtbarer werden. Der Ausschuss hat deshalb beschlossen, gemeinsam mit der MVV GmbH einen Projektantrag zum autonomen Fahren im Landkreis München und in der Region bei der Internationalen Bauausstellung Metropolregion München (IBA-M) einzureichen. Die IBA-M widmet sich bis 2034 zukunftsfähiger Mobilität in der Metropolregion. Der Landkreis erhofft sich durch eine erfolgreiche Aufnahme Rückenwind durch die Bauausstellung. Ein Projekt bei der IBA-M könnte helfen, die Technologie für Bürgerinnen und Bürger erlebbar zu machen und Akzeptanz zu schaffen.

„Neue Mobilität entsteht nicht am Reißbrett allein“, so Göbel weiter. „Die Menschen müssen sehen, verstehen und erleben können, was möglich ist – und wo Grenzen liegen. Genau dafür bietet die IBA-M eine gute Bühne. Sie kann dazu beitragen, Vertrauen in eine Technologie aufzubauen, die unseren öffentlichen Verkehr in den kommenden Jahren wesentlich verändern kann.“

Die Verwaltung wird die weiteren Schritte nun gemeinsam mit der MVV GmbH vorbereiten. Neue Erkenntnisse und konkrete Umsetzungsvorhaben werden den Kreisgremien erneut zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

Quelle: Landratsamt München (Stand 09.07.2026)

Foto: MVV

Premiere in Kirchheim: Neue Wege für den Karrierestart

Maria Sabbas-Scouras

Job- und Ausbildungsmesse bietet Perspektiven für Fachkräfte und Quereinsteiger

Ende Mai verwandelte sich der Bürgersaal in Kirchheim erstmals in eine Anlaufstelle für Jobsuchende, Schüler, Berufseinsteiger und Fachkräfte. Mit mehr als 40 Ausstellern, die über 700 offene Stellen vom Ausbildungsplatz bis zur Führungsposition präsentierten, feierte die Job- und Ausbildungsmesse – die bereits aus der Kommune Taufkirchen bekannt ist – nun ihre Premiere in der Gemeinde Kirchheim. Bei der Messe handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des SV Heimstetten e.V. zusammen mit der Initiative „Neuorientierung null-acht 12“, das in Kooperation mit der Gemeinde Kirchheim und dem Landratsamt München realisiert wurde.

Zusammen mit Landrat Christoph Göbel und Erstem Bürgermeister Stephan Keck als Schirmherren waren Mitarbeitende des Landratsamts aus Bereichen wie dem Jobcenter, Arbeitgeberservice, dem Fallmanagement sowie dem JIBB (Jugendliche in Beruf und Bildung) vor Ort. Um neue berufliche Perspektiven zu schaffen, wurden im Vorfeld über 220 Langzeitarbeitslose persönlich zur Messe eingeladen. Fast die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung gefolgt. Wenige Teilnehmenden erhielten im Anschluss sogar direkt die Möglichkeit zu einem Bewerbungsgespräch oder fanden einen Arbeitsplatz. Darüber hinaus konnten sich zwei Jugendliche aus dem Landkreis über einen Ausbildungsplatz zum Mechatroniker für Nutzfahrzeuge freuen und absolvieren derzeit bereits ein Praktikum.

Am Stand des Landratsamts gab es Unterstützung beim Thema Karrierechancen, beispielsweise durch gezielte Bewerbermappenchecks, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern passgenaue Bewerbungsstrategien zu geben. Außerdem wurde die „digitale Berufsberatung“ unter dem Motto „Finde den Ausbildungsplatz, der zu dir passt“ vorgestellt, bei der Teilnehmende mithilfe von Virtual-Reality-Brillen realitätsnahe Einblicke in unterschiedlichste Tätigkeitsfelder gewinnen konnten. Im Fokus stand der virtuelle Einblick in das Berufsfeld gewerbliches Fahren, wo Mitarbeitende dringend gesucht werden. Vor Ort begeisterte Christina Scheib die Besucherinnen und Besucher für diesen Beruf. Die bekannte Berufskraftfahrerin, Unternehmerin und Medienpersönlichkeit agierte auf der Messe als Frauenbotschafterin. Mit großem Erfolg: Bereits am Tag der Messe konnten vier Bürgergeldbezieher für das Berufsbild gewonnen werden; sie starten nun eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer.

Bereits heute steht fest, dass die Job- und Ausbildungsmesse im Januar 2027 fortgeführt wird. Weitere Informationen dazu sind unter https://www.neuorientierung0812.de/ zu finden.

Quelle: Landratsamt München (Stand 06.07.2026)

VR-Brillen im Einsatz.

Armut im Landkreis München

Maria Sabbas-Scouras

Sozialausschuss befasst sich mit aktueller Datenanalyse – Gemeindebefragung soll lokale Bedarfe sichtbar machen

Der Landkreis München zählt zu den wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Einkommen, Kaufkraft und Beschäftigungsquote liegen deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Dennoch leben auch hier viele Menschen in Armut oder sind von Armut bedroht. Das zeigt eine aktuelle Datenanalyse der Sozialplanung am Landratsamt München, mit der sich der Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung befasst hat.

Im Mittelpunkt stand die statistisch messbare monetäre Armut, also die Einkommensarmut. Die Analyse zeigt, wie sich geringe Einkommen auf die Lebenssituation der Betroffenen auswirken – etwa bei Arbeit, Wohnen, Bildung, Überschuldung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Fast jeder sechste Landkreisbürger armutsgefährdet

Im Landkreis München gibt es sehr viele Gutverdiener. Durchschnitts- und Medianeinkommen liegen entsprechend hoch. Gleichzeitig ist das Einkommen überdurchschnittlich ungleich verteilt. Gute Durchschnittswerte können deshalb verdecken, dass viele Menschen finanziell stark belastet sind.

Das zeigt sich auch bei der Armutsrisikoquote. Wird der Landesmedian zugrunde gelegt, lebten 2024 rund 7,1 Prozent der Landkreisbevölkerung unterhalb der Armutsrisikoschwelle. Das entspricht etwas mehr als 25.000 Menschen. Werden dagegen die Rahmenbedingungen des Landkreises sowie das Medianeinkommen der örtlichen Bevölkerung bei der Berechnung berücksichtigt, steigt die Quote auf 15,7 Prozent. Damit ist fast jede sechste Person armutsgefährdet. In absoluten Zahlen sind das mehr als 55.000 Menschen.

Im Jahr 2024 erhielten mehr als 16.000 Menschen im Landkreis Leistungen der sozialen Mindestsicherung, unter anderem Grundsicherung im Alter oder Leistungen nach dem SGB II. Die Mindestsicherungsquote lag damit bei 4,6 Prozent. Diese Zahl bildet aber nur einen Teil der Wirklichkeit ab. Denn sie erfasst nur Menschen, die tatsächlich Leistungen beziehen. Nicht enthalten sind Personen, die Anspruch auf Unterstützung hätten, diese aber nicht beantragen, sei es aus Scham oder fehlender Information. Im Landkreis München könnten geschätzt bis zu 8.000 Menschen betroffen sein. Hinzu kommen Haushalte, die knapp oberhalb der Bemessungsgrenzen liegen oder nur vorgelagerte Hilfen wie Kinderzuschlag oder Wohngeld bekommen, aber wegen der hohen Lebenshaltungskosten dennoch in prekären Verhältnissen leben.

Arbeit, Wohnen und Bildung als zentrale Faktoren

Auch Erwerbsarbeit schützt nicht immer vor Armut. Trotz hoher Beschäftigungsquote waren 2025 mehr als 1.400 erwerbstätige Menschen im Landkreis auf Grundsicherung angewiesen. Gründe sind unter anderem niedrige Löhne, Teilzeit, befristete oder unsichere Beschäftigungsverhältnisse, hohe Wohnkosten und familiäre Belastungen.

Die Wohnsituation ist ein weiterer zentraler Armutsfaktor. Hohe Mieten und ein knappes Angebot an bezahlbarem Wohnraum belasten vor allem Haushalte mit geringen Einkommen. Eine Mietbelastung von mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens gilt als kritisch, weil dann weniger Geld für andere Lebenshaltungskosten bleibt und damit das Risiko für Überschuldung und soziale Ausgrenzung steigt.

Auch Bildung steht in engem Zusammenhang mit Armutsrisiken. Gute Bildungsabschlüsse verbessern die Chancen auf stabile und besser bezahlte Arbeit. Der Landkreis weist insgesamt gute Bildungswerte auf. Aber auch hier ist beispielsweise ein Anstieg bei Schulabgängen ohne Abschluss und vorzeitig gelösten Ausbildungsverträgen zu beobachten.

Kinder, Alleinerziehende und Senioren besonders gefährdet

Besonders von Armut gefährdet sind Kinder, Jugendliche, Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Migrationshintergrund. 2025 lebten mehr als 2.900 Kinder unter 15 Jahren in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II. Diese Zahl erfasst jedoch nicht alle Kinder in Armut. Nicht berücksichtigt sind etwa Familien, die keine Leistungen beantragen, knapp oberhalb der Leistungsgrenze liegen oder durch hohe Wohnkosten stark belastet sind.

Alleinerziehende sind besonders häufig betroffen. Rund 11.500 Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern leben im Landkreis. Sie stellen etwa jeden fünften Haushalt mit Kindern, machen aber mehr als 60 Prozent der Haushalte mit Kindern aus, die Grundsicherung beziehen.

Auch Altersarmut gewinnt an Bedeutung. 2024 bezogen mehr als 2.100 Menschen im Landkreis Grundsicherung im Alter. Die Zahl steigt seit 2020 kontinuierlich. Besonders betroffen sind Frauen sowie ausländische Seniorinnen und Senioren. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer: Studien gehen davon aus, dass bis zu 60 Prozent der Anspruchsberechtigten Grundsicherung im Alter nicht beantragen.

Gemeindebefragung als nächster Schritt

Der Sozialausschuss hat sich eingehend mit der vorgelegten Analyse auseinandergesetzt und die Verwaltung beauftragt, im nächsten Schritt eine Gemeindebefragung durchzuführen. Ziel ist es, die statistischen Daten durch lokales Wissen zu ergänzen und Handlungsschwerpunkte abzuleiten. Auch Best-Practice-Beispiele sollen erfasst und den anderen Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

Landrat Christoph Göbel betonte: „Die Datenanalyse zeigt uns sehr deutlich, dass Armut auch in einem wirtschaftlich starken Landkreis wie dem unseren ein ernstes Thema ist. Die geplante Gemeindebefragung ist deshalb eine wichtige Ergänzung. Unsere Städte und Gemeinden wissen oft sehr genau, wo Menschen in schwierigen Lebenslagen sind, vor allem auch dann, wenn sie offiziell nicht unter die allgemeinen Bemessungsgrenzen fallen. Das sind Familien, die sich die Schulfahrten für ihre Kinder nicht leisten können, Menschen, die auf Tafeln angewiesen sind, oder Haushalte, die trotz Einkommen jeden Monat an ihre Grenzen kommen. Wir müssen uns diesen Themen dringend stellen. Und wir müssen gemeinsam mit den Kommunen im interkommunalen Dialog Lösungen finden.“

Bild: Pixabay

Kreisstraßen im Landkreis Erding: Verkehrsbeeinträchtigungen aufgrund von Kleinflächensanierungen

Maria Sabbas-Scouras

Landkreis Erding. Das Staatliche Bauamt Freising führt im Auftrag des Landkreises Erding im Zeitraum vom 13.07.26 - 31.07.26 auf einzelnen Kreisstraßen im Landkreis Erding kleinflächige Sanierungsarbeiten am Fahrbahnbelag durch. Im Zuge der Arbeiten kommt es in den betroffenen Streckenabschnitten zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Großteil der Sanierungen im Bereich der Straßenmeisterei Erding (westlicher Landkreis) kann unter halbseitiger Verkehrssperrung abgewickelt werden und beeinträchtigt somit den Verkehr nur geringfügig. Im Bereich der Straßenmeisterei Taufkirchen (Vils) (östlicher Landkreis) kann ein Teil der Fahrbahnsanierungen nur unter Vollsperrung erfolgen. Die jeweiligen örtlichen Umleitungen werden ausgeschildert. 

Betroffene Abschnitte im Bereich der Straßenmeisterei Erding: ED 5 in Moosinning; ED 5 in Niederneuching; ED 5 in Oberneuching; ED 19 nordwestlich Eitting; ED 20 bei Walpertskirchen; ED 24 östl. Gaden

Betroffene Abschnitte im Bereich der Straßenmeisterei Taufkirchen: ED 25 zwischen Wasentegernbach und Schwindkirchen; ED 1 in Niederstraubing; ED 14 in Lengdorf; Kreuzungsbereich B 15 / ED 22 bei Armstorf; ED 31 zwischen Heldering und Krumbach (Aufgrund von Kleinflächensanierungen und zeitgleich der Verlegung von ca. 700 m Rasengittersteinen, erfolgt hierfür eine Vollsperre im Zeitraum vom 13.07.-31.07.26))

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen und die Anweisungen der Verkehrsführung zu beachten. Schlechtwetterphasen können unter Umständen zu Bauzeitänderungen führen. Das Staatliche Bauamt Freising ist bestrebt, Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten, dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis.

  

Staatliches Bauamt Freising (Stand 09.07.2026)

Bild von Manfred Richter auf Pixabay

„Klang meines Körpers“

Maria Sabbas-Scouras

„Klang meines Körpers“

Interaktive Ausstellung rückt das Thema Essstörungen in den Fokus

Vom 22. bis 31. Juli 2026 wird die interaktive Ausstellung „Klang meines Körpers“ zur Prävention von Essstörungen im Jugendkulturzentrum „Next Level“ in Taufkirchen, Eschenstraße 7, stattfinden. Während das vom Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) zur Verfügung gestellte Format an den meisten Tagen für angemeldete Schulklassen reserviert ist, öffnet die Suchtprävention des Landratsamts München die Türen an zwei Nachmittagen auch für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger: Am Donnerstag, 23. Juli, sowie Dienstag, 28. Juli, sind alle Interessierten jeweils von 15:30 bis 18:30 Uhr eingeladen, die Ausstellung zu besuchen. Der Besuch ist kostenfrei und erfordert keine vorherige Anmeldung.

Bereits im Jahr 2023 war das Projekt im Landkreis München zu sehen. Nun kehrt die Ausstellung zurück, um das sensible und oftmals tabuisierte Thema Essstörungen ins Licht zu rücken. Das Team der Suchtprävention des Landratsamts verfolgt das Ziel, über die vielfältigen Ursachen und entscheidenden Warnsignale der Erkrankung aufzuklären. Gleichzeitig sollen durch die Ausstellung Vorurteile in der Gesellschaft abgebaut und Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das Projekt möchte sowohl Betroffenen als auch deren Umfeld Mut machen, den ersten Schritt zu gehen und Hilfe anzunehmen.

Ein wesentliches Merkmal von „Klang meines Körpers“ ist der interaktive und persönliche Zugang zur Thematik. Die Ausstellung beschränkt sich nicht auf bloße Theorie. Über Porträts, selbst verfasste Texte und Musik von Menschen, die ehemals selbst von einer Essstörung betroffen waren, wird die Lebensrealität und der Weg aus der Krankheit für die Besucherinnen und Besucher greifbar gemacht. Um sicherzustellen, dass niemand mit den aufkommenden Gedanken und Emotionen alleingelassen wird, begleiten geschulte Fachkräfte die Ausstellung.

Das Informationsangebot richtet sich an alle Interessierten. Willkommen sind Jugendliche, Eltern und Angehörige ebenso wie Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und letztlich alle Bürgerinnen und Bürger, die sich grundlegend über das Thema Essstörungen informieren möchten.

Weitere Informationen zur Suchtprävention des Landratsamts sowie konkrete Anlaufstellen finden sich unter https://www.landkreis-muenchen.de/buergerservice/dienstleistung/suchtpraevention/.

Quelle: Landratsamt München (Stand 07.07.2026)

Pkw gerät wegen Insekts in den Gegenverkehr – Drei Verletzte bei Unfall auf der Staatsstraße 2340

Maria Sabbas-Scouras

Bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2340 zwischen Unterföhring und Aschheim sind am Samstagabend (4. Juli) drei Menschen verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll ein Insekt im Fahrzeuginneren den Unfall ausgelöst haben.

Gegen 20 Uhr war ein 63-jähriger Mann aus dem Landkreis München mit seinem Seat von Unterföhring in Richtung Aschheim unterwegs. Aus bislang bekannten Gründen wurde er während der Fahrt durch ein Insekt im Fahrzeuginneren so stark abgelenkt, dass sein Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn geriet.

Dort kollidierte der Seat zunächst frontal mit dem entgegenkommenden Daihatsu eines 52-jährigen Münchners. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Daihatsu in den rechten Straßengraben geschleudert. Anschließend prallte der Seat noch gegen einen Mercedes, der von einem 57-jährigen Münchner gesteuert wurde. Dieser hatte sein Fahrzeug bereits bis zum Stillstand abgebremst.

Der 63-jährige Unfallverursacher erlitt Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der 52-jährige Fahrer des Daihatsu sowie dessen 44-jähriger Beifahrer wurden ebenfalls verletzt und noch an der Unfallstelle medizinisch versorgt. Der Fahrer des Mercedes blieb unverletzt.

Der Seat und der Daihatsu wurden bei dem Unfall erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Der Mercedes wurde lediglich leicht beschädigt und blieb fahrbereit.

Während der Unfallaufnahme war die Staatsstraße 2340 für rund 30 Minuten in beide Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang hat die Münchner Verkehrspolizei übernommen.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 05.07.2026)

Bild von Max auf Pixabay

Giftige Raupen an Bundes- und Staatsstraßen: Bauamt warnt vor Eichenprozessionsspinner und Goldafter

Maria Sabbas-Scouras

Das Staatliche Bauamt Freising warnt vor einem aktuellen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner und dem Goldafter entlang von Bundes- und Staatsstraßen in den Landkreisen Freising, München, Dachau, Fürstenfeldbruck und Erding. Die Raupen beider Schmetterlingsarten besitzen giftige Brennhaare, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden verursachen können. Mit gezielten Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen soll die Bevölkerung für die Gefahren sensibilisiert werden.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners befallen ausschließlich Eichen, während der Goldafter an bis zu 40 verschiedenen Laubgehölzen vorkommt, darunter Obstbäume und Weißdorn. Ihre feinen Brennhaare enthalten Allergene und können bereits durch den Wind verbreitet werden. Mögliche Folgen eines Kontakts sind Hautausschläge, Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden.

Ein typisches Erkennungsmerkmal sind dichte Gespinstnester am Stamm oder in Astgabeln der Bäume. Das Bauamt weist jedoch darauf hin, dass Verwechslungsgefahr mit den harmlosen Gespinstmotten besteht. Diese überziehen vor allem Obstbäume und Traubenkirschen mit großflächigen, silbrig schimmernden Gespinsten, stellen jedoch keine Gefahr für Mensch oder Tier dar.

Wer Nester oder Raupen entdeckt, sollte unbedingt Abstand halten. Das Staatliche Bauamt rät dringend davon ab, die Tiere oder ihre Nester zu berühren oder eigenständig zu entfernen – etwa durch Abflämmen oder den Einsatz von Wasserstrahlen. Dadurch würden die giftigen Brennhaare zusätzlich in der Luft verteilt und das Gesundheitsrisiko erhöht.

Befallsstellen an Bundes- und Staatsstraßen in den Landkreisen Freising, München, Dachau, Fürstenfeldbruck und Erding sowie an Kreisstraßen in den Landkreisen Erding und München können dem Sachgebiet Landschaftsplanung des Staatlichen Bauamts Freising gemeldet werden. Ansprechpartner sind telefonisch unter 08161/932-2150 oder per E-Mail an Landschaftsplanung_SB@stbafs.bayern.de erreichbar.

Weitere Informationen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, den Zuständigkeiten für Privat- und Gemeindeflächen sowie Hinweise zum richtigen Verhalten finden Interessierte auf der Internetseite des Staatlichen Bauamts Freising.

Quelle: Staatliches Bauamt Freising

Foto: Landratsamt München

Insektopia – Die Ausstellung gastiert am 12. Juli in Ismaning

Maria Sabbas-Scouras

Ein spannender Familienausflug erwartet Groß und Klein am Sonntag, den 12. Juli, wenn „Insektopia – Die Ausstellung“ im Bürgersaal Ismaning ihre Türen öffnet.

Die mobile Erlebnisausstellung präsentiert über 100 lebende Tiere und Exponate aus der faszinierenden Welt der Spinnen, Insekten und anderer wirbelloser Tiere. Besucher erleben beeindruckende Vogelspinnen, Skorpione, Riesentausendfüßer und viele weitere außergewöhnliche Tiere aus nächster Nähe. 

Ein besonderes Highlight sind die interaktiven Live-Shows, die zu jeder vollen Stunde stattfinden. Hier erfahren Besucher Wissenswertes über die Tiere und haben – je nach Tierart – die Möglichkeit, diese hautnah zu erleben und anzufassen. 

Das Konzept der Ausstellung ist bewusst familienfreundlich gestaltet. Der Eintritt umfasst alle Programmpunkte ohne Zusatzkosten. Live-Shows, Mitmach-Aktionen und Fotomöglichkeiten sind bereits im Eintrittspreis enthalten – ganz nach dem Motto: Einmal bezahlen, alles inklusive! 

Die Ausstellung ist von 13:00 bis 18:00 Uhr durchgehend geöffnet und eignet sich für Besucher jeden Alters. Ob Familien, Tierfreunde oder neugierige Entdecker – Insektopia verbindet Unterhaltung mit spannendem Wissen über die faszinierende Welt der Krabbeltiere.

 

Veranstaltungsinformationen:
Insektopia – Die Ausstellung

📍 Bürgersaal Ismaning
📅 Sonntag, 12. Juli
🕐 13:00 bis 18:00 Uhr (durchgehend geöffnet)

 

Eintrittspreise:
Kinder (3–15 Jahre): 10 €
Erwachsene: 12 € 

Tickets sind direkt an der Tageskasse erhältlich. 

Weitere Informationen unter: 0176 75476429.

Armut im Landkreis München

Maria Sabbas-Scouras

Sozialausschuss befasst sich mit aktueller Datenanalyse – Gemeindebefragung soll lokale Bedarfe sichtbar machen

Der Landkreis München zählt zu den wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Einkommen, Kaufkraft und Beschäftigungsquote liegen deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Dennoch leben auch hier viele Menschen in Armut oder sind von Armut bedroht. Das zeigt eine aktuelle Datenanalyse der Sozialplanung am Landratsamt München, mit der sich der Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung befasst hat.

Im Mittelpunkt stand die statistisch messbare monetäre Armut, also die Einkommensarmut. Die Analyse zeigt, wie sich geringe Einkommen auf die Lebenssituation der Betroffenen auswirken – etwa bei Arbeit, Wohnen, Bildung, Überschuldung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Fast jeder sechste Landkreisbürger armutsgefährdet

Im Landkreis München gibt es sehr viele Gutverdiener. Durchschnitts- und Medianeinkommen liegen entsprechend hoch. Gleichzeitig ist das Einkommen überdurchschnittlich ungleich verteilt. Gute Durchschnittswerte können deshalb verdecken, dass viele Menschen finanziell stark belastet sind.

Das zeigt sich auch bei der Armutsrisikoquote. Wird der Landesmedian zugrunde gelegt, lebten 2024 rund 7,1 Prozent der Landkreisbevölkerung unterhalb der Armutsrisikoschwelle. Das entspricht etwas mehr als 25.000 Menschen. Werden dagegen die Rahmenbedingungen des Landkreises sowie das Medianeinkommen der örtlichen Bevölkerung bei der Berechnung berücksichtigt, steigt die Quote auf 15,7 Prozent. Damit ist fast jede sechste Person armutsgefährdet. In absoluten Zahlen sind das mehr als 55.000 Menschen.

Im Jahr 2024 erhielten mehr als 16.000 Menschen im Landkreis Leistungen der sozialen Mindestsicherung, unter anderem Grundsicherung im Alter oder Leistungen nach dem SGB II. Die Mindestsicherungsquote lag damit bei 4,6 Prozent. Diese Zahl bildet aber nur einen Teil der Wirklichkeit ab. Denn sie erfasst nur Menschen, die tatsächlich Leistungen beziehen. Nicht enthalten sind Personen, die Anspruch auf Unterstützung hätten, diese aber nicht beantragen, sei es aus Scham oder fehlender Information. Im Landkreis München könnten geschätzt bis zu 8.000 Menschen betroffen sein. Hinzu kommen Haushalte, die knapp oberhalb der Bemessungsgrenzen liegen oder nur vorgelagerte Hilfen wie Kinderzuschlag oder Wohngeld bekommen, aber wegen der hohen Lebenshaltungskosten dennoch in prekären Verhältnissen leben.

Arbeit, Wohnen und Bildung als zentrale Faktoren

Auch Erwerbsarbeit schützt nicht immer vor Armut. Trotz hoher Beschäftigungsquote waren 2025 mehr als 1.400 erwerbstätige Menschen im Landkreis auf Grundsicherung angewiesen. Gründe sind unter anderem niedrige Löhne, Teilzeit, befristete oder unsichere Beschäftigungsverhältnisse, hohe Wohnkosten und familiäre Belastungen.

Die Wohnsituation ist ein weiterer zentraler Armutsfaktor. Hohe Mieten und ein knappes Angebot an bezahlbarem Wohnraum belasten vor allem Haushalte mit geringen Einkommen. Eine Mietbelastung von mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens gilt als kritisch, weil dann weniger Geld für andere Lebenshaltungskosten bleibt und damit das Risiko für Überschuldung und soziale Ausgrenzung steigt.

Auch Bildung steht in engem Zusammenhang mit Armutsrisiken. Gute Bildungsabschlüsse verbessern die Chancen auf stabile und besser bezahlte Arbeit. Der Landkreis weist insgesamt gute Bildungswerte auf. Aber auch hier ist beispielsweise ein Anstieg bei Schulabgängen ohne Abschluss und vorzeitig gelösten Ausbildungsverträgen zu beobachten.

Kinder, Alleinerziehende und Senioren besonders gefährdet

Besonders von Armut gefährdet sind Kinder, Jugendliche, Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Migrationshintergrund. 2025 lebten mehr als 2.900 Kinder unter 15 Jahren in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II. Diese Zahl erfasst jedoch nicht alle Kinder in Armut. Nicht berücksichtigt sind etwa Familien, die keine Leistungen beantragen, knapp oberhalb der Leistungsgrenze liegen oder durch hohe Wohnkosten stark belastet sind.

Alleinerziehende sind besonders häufig betroffen. Rund 11.500 Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern leben im Landkreis. Sie stellen etwa jeden fünften Haushalt mit Kindern, machen aber mehr als 60 Prozent der Haushalte mit Kindern aus, die Grundsicherung beziehen.

Auch Altersarmut gewinnt an Bedeutung. 2024 bezogen mehr als 2.100 Menschen im Landkreis Grundsicherung im Alter. Die Zahl steigt seit 2020 kontinuierlich. Besonders betroffen sind Frauen sowie ausländische Seniorinnen und Senioren. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer: Studien gehen davon aus, dass bis zu 60 Prozent der Anspruchsberechtigten Grundsicherung im Alter nicht beantragen.

Gemeindebefragung als nächster Schritt

Der Sozialausschuss hat sich eingehend mit der vorgelegten Analyse auseinandergesetzt und die Verwaltung beauftragt, im nächsten Schritt eine Gemeindebefragung durchzuführen. Ziel ist es, die statistischen Daten durch lokales Wissen zu ergänzen und Handlungsschwerpunkte abzuleiten. Auch Best-Practice-Beispiele sollen erfasst und den anderen Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

Landrat Christoph Göbel betonte: „Die Datenanalyse zeigt uns sehr deutlich, dass Armut auch in einem wirtschaftlich starken Landkreis wie dem unseren ein ernstes Thema ist. Die geplante Gemeindebefragung ist deshalb eine wichtige Ergänzung. Unsere Städte und Gemeinden wissen oft sehr genau, wo Menschen in schwierigen Lebenslagen sind, vor allem auch dann, wenn sie offiziell nicht unter die allgemeinen Bemessungsgrenzen fallen. Das sind Familien, die sich die Schulfahrten für ihre Kinder nicht leisten können, Menschen, die auf Tafeln angewiesen sind, oder Haushalte, die trotz Einkommen jeden Monat an ihre Grenzen kommen. Wir müssen uns diesen Themen dringend stellen. Und wir müssen gemeinsam mit den Kommunen im interkommunalen Dialog Lösungen finden.“

Quelle: Landratsamt München (Stand 30.06.2026)

„Bayern schwimmt“ - Schwimmboje verleiht Sicherheit und Sichtbarkeit

Maria Sabbas-Scouras

Die Wasserwacht Bayern startet die Kampagne „Bayern schwimmt“ und präsentiert eine Schwimmboje, die Schwimmern mehr Sicherheit und Sichtbarkeit im Wasser bietet. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Badeunfälle zu verhindern und das Bewusstsein für Sicherheit im Wasser zu stärken. Die Boje ist leicht transportierbar und soll als wichtiges Hilfsmittel für alle Schwimmer dienen.

Ein See, ein heißer Sommertag, ein kurzer Moment der Erschöpfung oder Unachtsamkeit: Wer im freien Gewässer schwimmt, kann schnell in eine Situation geraten, in der Sichtbarkeit und Ruhe lebensentscheidend werden. Mit der Kampagne „Bayern schwimmt“ rückt die Wasserwacht Bayern das achte Jahr infolge nicht nur die Schwimmfähigkeit von Kindern in den Fokus, sondern auch die Prävention von Badeunfällen in allen Altersklassen.

Für ein Mehr an Sicherheit und Sichtbarkeit hat die Wasserwacht Bayern daher eine Schwimmboje entworfen. „Was auf dem Fahrrad der Sturzhelm ist, ist im Wasser künftig diese Schwimmboje. Sensibilität für das Schwimmen und das Element Wasser endet nicht mit dem Schwimmkurs im Kindesalter. Ein Sicherheitsnetz, einen doppelten Boden, eine Lebensversicherung – in Form einer Schwimmboje“, sagt Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern.

Gemeinsam mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die zugleich Schirmherrin der Kampagne und Botschafterin des Bayerischen Roten Kreuzes ist, und dem Präsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes, Hans-Michael Weisky, hat er heute die Kampagne im Rahmen einer Auftaktveranstaltung an der Wachstation Schwaiblbach am Starnberger See gestartet. Dabei wurde die neue Schwimmboje sowie die Arbeitshilfe „Sicher schwimmen mit Loti“ präsentiert, die Grundlagen für das Rückenschwimmen gibt.

„Wenn ich im Wasser in Panik gerate, ist eine der effektivsten Möglichkeiten mich auf den Rücken zu drehen und treiben zu lassen – so kann ich in Ruhe durchatmen ohne weitere Kraft zu verlieren. In Anlehnung an unser Maskottchen Loti haben wir diese Rückenlage die „Loti-Lage“ getauft“, so Huber.

Thomas Huber bekräftigt weiter: „Wir können diese Schwimmboje nur jedem Schwimmer ans Herz legen. Sie kostet wenige Euro und ist leicht sowie einfach zu transportieren. Stellen Sie sich die Boje wie einen Fahrradhelm oder den Sicherheitsgurt im Auto vor – es ist gut, wenn man sie nicht braucht, aber noch besser, wenn man für den Notfall gewappnet ist.“

Schirmherrin und Landtagspräsidentin Ilse Aigner: „Gerade bei den sommerlichen Temperaturen locken die bayerischen Gewässer, um sich abzufrischen. Zugleich nutzen viele unsere schönen Seen, um längere Strecken zu trainieren. Doch auch sportliche Menschen sind nicht vor Schwäche oder einem Hitzeschock geschützt: Eine Schwimmboje ist dafür eine Möglichkeit für etwas mehr Sicherheit – weil die Schwimmer sie zum Durchschnaufen nutzen können und im Fall der Fälle schlicht sichtbarer sind.“ 

BRK-Präsident Hans Michael Weisky: „Gemeinsam können wir dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und die Badesaison für alle zu einem sicheren und schönen Erlebnis zu machen. Weniger Sorglosigkeit, mehr Eigenverantwortung – und das geht schon mit einer kleinen Anschaffung wie dieser Schwimmboje. Eine tolle Initiative der Wasserwacht Bayern und im Notfall ein echter Lebensretter!“

Mit Unterstützung der Tochtergesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, der Handels- und Dienstleistungsgesellschaft des BRK mbH, hat die Wasserwacht Bayern die orangenen Schwimmbojen entwickelt, die online erworben werden können. Sie sind kein Rettungsmittel, sondern ein Hilfsmittel für Schwimmerinnen und Schwimmer: www.heldenshop.h-dg.de/

Mehr Informationen unter: www.bayernschwimmt.de

Bilder der Veranstaltung finden Sie in Kürze hier: www.medien.brk.de/share/1781773136sFmKkNrLc9fvf8

Quelle: Bayerisches Rotes Kreuz

Bildnachweis: Matthias Balk / Wasserwacht Bayern

Einführung des Wassercents in Bayern

Maria Sabbas-Scouras

Entnehmer von Grundwasser: Am 1. Juli 2026 Zählerstände dokumentieren

Mit der Novelle des Bayerischen Wassergesetzes wurde zum 1. Januar 2026 auch in Bayern der Wassercent eingeführt. Die erste Erhebung erfolgt am 1. Juli 2026. Alle Wassernutzer, die Grundwasser unmittelbar aus einem eigenen Brunnen entnehmen, sind zur Zahlung des Wasserentnahmeentgelts verpflichtet und sollten ihre Zählerstände zum Stichtag dokumentieren.

Privathaushalte, die das Wasser von der Wasserversorgung beziehen, sind keine Entnehmer im Sinne des Wasserentnahmeentgelts, sie werden direkt von den Wasserversorgern an den Kosten beteiligt und müssen selbst nicht tätig werden.

Betroffen sind dagegen alle Betreiber eines Grundwasserbrunnens, der eine wasserrechtliche Erlaubnis erhalten hat. Die maximale Entnahmemenge von Grundwasser pro Jahr ist in den Bescheiden enthalten und kann dort nachgelesen werden. Es sind nur Betreiber mit einer Entnahmemenge von über 5.000 m3/a entgeltpflichtig. Thermische Nutzungen wie beispielsweise Wärmepumpen fallen nicht darunter.

Das Entgelt beträgt einheitlich 10 Cent pro entnommenem Kubikmeter Grundwasser (1.000 Liter). Im ersten Erhebungszeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026 beträgt der Freibetrag auf Grund des halben Jahres 2.500 Kubikmeter.

Entgeltberechnung wahlweise über Entnahmebescheid oder Nachweis der tatsächlich entnommenen Menge.

Bei der Festsetzung des konkreten Wasserentnahmeentgelts wird entweder der im Wasserentnahmebescheid festgelegte jährliche Entnahmewert oder die tatsächliche Entnahmemenge zugrunde gelegt, sofern der Entnehmer diese gegenüber der Wasserrechtsbehörde mitteilt. Dabei genügt die Glaubhaftmachung der tatsächlich entnommenen Menge an Wasser. Es gilt der Grundsatz von Vertrauen und Selbstverantwortung, es besteht dementsprechend keine gesetzliche Messverpflichtung. Bereits bestehende Messverpflichtungen, beispielsweise aus dem Zulassungsbescheid oder der Eigenüberwachungsverordnung, bleiben unberührt.

Alle Wasserentnehmer im Landkreis München, die unter die Entgeltpflicht fallen, können daher bis zum 1. März 2027 gegenüber dem Landratsamt ihre tatsächlich entnommene Wassermenge melden. Das Landratsamt empfiehlt daher, entsprechende Zählerstände von Messeinrichtungen wie beispielsweise Wasseruhren oder Stromzähler bei Pumpen zum 1. Juli 2026 und zum 31.12.2026 zu dokumentieren. Die Dokumentation ist für die Glaubhaftmachung der tatsächlich entnommenen Wassermenge erforderlich.

Potenziell Entgeltpflichtige erhalten im Herbst 2026 ein Schreiben mit weiterführenden Informationen zur Einführung des Wasserentnahmeentgelts, insbesondere zur Möglichkeit der elektronischen Übermittlung der tatsächlich entnommenen Wassermengen für den ersten Erhebungszeitraum (1. Juli bis 31. Dezember 2026).

Weiterführende Informationen zum Thema Wassercent gibt es in der Pressemitteilung des Umweltministeriums unter www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung.htm?PMNr=62/26 und unter www.stmuv.bayern.de/themen/wasserwirtschaft/novelle_baywg/index.htm.

Quelle: Landratsamt München (Stand 24.006.2026)

Bild von cro magnon13 auf Pixabay

Vollsperrung des Bahnübergangs auf der B 471/Dachauer Straße in Oberschleißheim

Maria Sabbas-Scouras

Auch Fußgänger sind von der Sperrung betroffen

Wegen Arbeiten an den Gleisen im Auftrag der Deutschen Bahn AG kommt es auf der B 471/Dachauer Straße in Oberschleißheim Anfang Juli zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Der Bahnübergang Dachauer Straße wird in diesem Zeitraum vollständig gesperrt.

Die Vollsperrung beginnt am Mittwoch, 1. Juli 2026, um 21 Uhr und dauert voraussichtlich bis Sonntag, 5. Juli 2026, um 6 Uhr an. Während der Arbeiten ist der Bahnübergang für den gesamten Verkehr nicht passierbar.

Eine Umleitung wird für beide Fahrtrichtungen über die Mittenheimer Straße und die Feierabendstraße, Staatsstraße 2342, ausgeschildert.

Umleitung für Fuß- und Radverkehr

Auch für den Fuß- und Radverkehr kann im Bereich des Bahnübergangs kein provisorischer Weg eingerichtet werden. Für diese Verkehrsteilnehmer wird daher eine Umleitung über den Bahnübergang Schönleuthner Straße im Süden sowie über die Unterführung zwischen Blumenstraße und Feierabendstraße im Norden ausgeschildert.

MVV: Die Busse des MVV sind von der Sperrung nicht betroffen.

Quelle: Landratsamt München (Stand 24.06.2026)

Bild: Gemeinde Oberschleißheim

Sommer und Sonne genießen, aber mit Verstand

Maria Sabbas-Scouras

Landkreis informiert an Badeseen über wirksamen Sonnenschutz und gesundheitliche Prävention

Ein Tag am Badesee gehört für viele Menschen zum Sommer einfach dazu. Doch während Wasser, Wärme und Sonne Erholung versprechen, steigt zugleich das Risiko für Sonnenbrand, Hautschäden und weitere gesundheitliche Folgen durch UV-Strahlung. Deshalb veranstaltet der Landkreis auch in diesem Jahr die Gesundheitspräventionstage im Rahmen der bayernweiten Aktion „Sonne(n) mit Verstand – statt Sonnenbrand“ des bayerischen Gesundheitsministeriums. An sechs Badeseen informieren Mitarbeitende des Gesundheitsamts im Landratsamt jeweils von 10 bis 15 Uhr über die Wirkung von UV-Strahlung, über Haut- und Augenschutz sowie über einfache Maßnahmen, mit denen sich sonnige Tage sicher genießen lassen.

Der Informationsstand steht an folgenden Terminen für die Badegäste bereit:

• Donnerstag, 23. Juli 2026: Poschinger Weiher

• Freitag, 24. Juli 2026: Feringasee

• Mittwoch, 5. August 2026: Heimstettener See

• Donnerstag, 6. August 2026: Unterschleißheimer See

• Montag, 10. August 2026: Taxetweiher

• Dienstag, 11. August 2026: Deininger Weiher

Die Aktion läuft an allen Seen von 10 bis 15 Uhr und findet bei Badewetter statt, bei Regen entfällt der jeweilige Termin

Viele Menschen unterschätzen die Kraft der Sonne. Bereits kurze Aufenthalte im Freien reichen aus, damit der Körper Vitamin D bilden kann. Gesicht und Handrücken dreimal pro Woche für etwa zehn Minuten der Sonne auszusetzen, genügt in der Regel, um die körpereigene Bildung zu unterstützen. Langes Sonnenbaden ist dafür nicht notwendig. Im Gegenteil: Wer sich ohne ausreichenden Schutz längere Zeit in der Sonne aufhält, setzt Haut und Augen einer Belastung aus. UV-Strahlen können nicht nur Sonnenbrand verursachen, sondern auch vorzeitige Hautalterung begünstigen, das Risiko für Hauterkrankungen erhöhen und die Augen reizen. Auch eine Bindehautentzündung kann durch UV-Strahlung ausgelöst werden.

Kinderhaut braucht besonderen Schutz

Besondere Aufmerksamkeit gilt Kindern. Ihre Haut reagiert empfindlicher als die Haut Erwachsener und verfügt noch nicht über denselben Eigenschutz. Gerade an Badeseen verbringen Familien oft mehrere Stunden im Freien. Wasser, Sand und helle Flächen können die Strahlung zusätzlich reflektieren. Ein wirksamer Sonnenschutz beginnt deshalb nicht erst, wenn die Haut bereits gerötet ist.

Schatten, geeignete Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor helfen, Haut und Augen zu schützen.

Am Informationsstand können Besucherinnen und Besucher ihr Wissen rund um Sonne, UV-Strahlung und Hautschutz bei einem Quiz testen. Das Team der Gesundheitsförderung und Prävention des Gesundheitsamts im Landratsamt dabei gibt praktische Hinweise für den Alltag, beantwortet Fragen und zeigt, wie sich Sonnenschutz unkompliziert in Ausflüge, Badetage und Ferienaktivitäten integrieren lässt.

Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter www.sonne-mit-verstand.de.

Quelle: Landratsamt München (Stand 18.06.2026

Der Ismaninger Eisweiher

Eichenprozessionsspinner: Sperrung am Feringasee wieder aufgehoben

Maria Sabbas-Scouras

Nester und Tiere durch Fachfirma entfernt

Rechtzeitig bevor der Sommer und damit das Bedürfnis nach einem kühlen Bad zurückkehrt, kann Entwarnung gegeben werden: Am Feringasee wurden am Mittwoch, 17. Juni, Tiere und Nester des in der vergangenen Woche entdeckten Eichenprozessionsspinners entfernt. Die Sperrung der FKK-Halbinsel wurde aufgehoben.

Im Rahmen routinemäßiger Baumpflegearbeiten wurde in der vergangenen Woche auf der FKK-Halbinsel ein mit dem Eichenprozessionsspinner befallener Baum entdeckt. Parallel zur Suche nach einer geeigneten Fachfirma, die sich um die Entfernung von Tieren und Nestern kümmert, hat das Landratsamt den gesamten Eichenbestand des Feringasees einem Monitoring unterzogen und dabei noch weitere sechs befallene Eichen identifiziert. Sämtliche Tiere und Nester wurden am heutigen Tag durch eine Spezialfirma entfernt und die Sperrung der FKK-Halbinsel am Feringasee wieder aufgehoben.

Weiterhin Vorsicht geboten

Die eindrucksvollen „Prozessionen“ der Raupen des Eichenprozessionsspinners, eines unscheinbaren Nachfalters, sind aktuell nicht nur am Feringasee, sondern in vielen Teilen Bayerns unterwegs. Im nördlichen und östlichen Bereich des Landkreises München sind ebenfalls bereits befallene Bäume gesichtet worden.

Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinnerraupen können beim Berühren oder Einatmen unangenehme allergische Reaktionen und bisweilen auch ernstere gesundheitliche Beschwerden auslösen. Daher ist in den kommenden Wochen beim Aufenthalt unter Eichen weiterhin Vorsicht geboten.

Wer in einem Erholungsgebiet des Landkreises München einen Befall entdeckt, kann dies unter der Adresse Erholungsgebiete@lra-m.bayern.de an das Landratsamt melden.

Quelle: Landratsamt München (Stand 17.06.2026)

In Schutzkleidung und mit einer Art Staubsauger wurden die Eichen am Feringasee von den Raupen und Nestern des Eichenprozessionsspinners befreit.

Eichenprozessionsspinner am Feringasee entdeckt

Maria Sabbas-Scouras

FKK-Halbinsel in Unterföhring vorsorglich gesperrt – Landkreis veranlasst fachgerechte Bekämpfung

Bei routinemäßigen Baumpflegearbeiten an einer Eiche im vorderen Teil der FKK-Halbinsel am Feringasee in Unterföhring ist am Mittwoch, 10. Juni 2026, ein Befall mit dem Eichenprozessionsspinner festgestellt worden. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes hat der Landkreis München den Zugang zur FKK-Halbinsel vorsorglich gesperrt. Die Sperrung gilt seit dem 11. Juni und bleibt bestehen, bis die Bekämpfungsmaßnahmen abgeschlossen sind.

Der Landkreis arbeitet derzeit daran, kurzfristig eine geeignete Fachfirma zu beauftragen. Die Beseitigung ist aufwendig und darf nur durch geschultes Personal mit entsprechender Schutzausrüstung sowie umfangreichem Equipment erfolgen. Ziel ist es, die Arbeiten Anfang kommender Woche auf den Weg zu bringen und so schnell wie möglich abzuschließen. Wie lange es jedoch dauern wird, bis der FKK-Bereich am Feringasee für die Öffentlichkeit wieder zugänglich ist, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Die Sperrung der FKK-Halbinsel am Feringasee ist eine notwendige Vorsichtsmaßnahme, denn die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können unangenehme und in einzelnen Fällen auch ernstere gesundheitliche Beschwerden auslösen. Das Landratsamt bittet daher Besucherinnen und Besucher des Feringasees im eigenen Interesse, die Absperrung zu beachten und den gesperrten Bereich nicht zu betreten.

Raupen und Gespinste nicht berühren

Der Eichenprozessionsspinner ist ein unscheinbarer Nachtfalter. Gefährlich für Mensch und Tier sind vor allem die Raupen. Sie sind grau gefärbt, haben eine dunkle Rückenlinie und lange, helle Haare. Typisch ist, dass sie sich in Gruppen und oft in langen Reihen – sogenannten Prozessionen – fortbewegen. An befallenen Eichen finden sich Gespinstnester häufig am Stamm oder in Astgabeln. Diese Nester können auch nach dem Schlüpfen der Falter noch Brennhaare enthalten.

Die feinen Brennhaare brechen leicht ab und können durch Luftbewegungen verteilt werden. Sie können Haut, Augen und Atemwege reizen. Mögliche Symptome sind starker Juckreiz, Rötungen, Quaddeln, Bläschen oder Papeln auf der Haut. Auch Augenreizungen, Husten, Atembeschwerden, Schwindel oder Fieber sind möglich. Bei empfindlichen Personen können allergische Reaktionen auftreten.

Was tun nach Kontakt?

Wer mit Raupen, Gespinsten oder Brennhaaren in Kontakt gekommen ist, sollte die betroffene Kleidung möglichst rasch wechseln und waschen, duschen und die Haare gründlich waschen. Die Augen sollten bei Reizung mit klarem Wasser gespült werden. Bei starken Beschwerden, Atemnot, Augenbeteiligung oder anhaltenden Hautreaktionen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Dabei sollte auf den möglichen Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner hingewiesen werden.

Auch Hunde, Pferde und andere Tiere können betroffen sein. Hinweise auf einen Kontakt können etwa starkes Speicheln, Würgereiz, Schwellungen im Maul- oder Gesichtsbereich, Augenreizungen, Juckreiz oder Atemprobleme sein. In solchen Fällen sollte zeitnah eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Der Landkreis bittet alle Besucherinnen und Besucher des Feringasees, die Absperrung zu beachten, Kinder und Tiere vom betroffenen Bereich fernzuhalten und Raupen oder Gespinste keinesfalls zu berühren oder selbst zu entfernen.

Quelle: Landratsamt München (Stand 12.06.2026)

Am Feringasee in Unterföhring wurde der Eichenprozessionsspinner entdeckt. Die dortige FKK-Halbinsel bleibt daher bis auf weiteres gesperrt. Das Landratsamt hat Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.

Sperrung Feringasee

Schwerer Motorradunfall in Aschheim: Kradfahrer verletzt

Maria Sabbas-Scouras

Bei einem Verkehrsunfall in Aschheim ist am Mittwochmittag ein 54-jähriger Kradfahrer schwer verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei wollte ein 43-jähriger Autofahrer gegen 12.05 Uhr mit seinem Toyota aus einer Grundstückseinfahrt in die Karl-Hammerschmidt-Straße einfahren. Zeitgleich war ein 54-jähriger Münchner mit einem dreirädrigen Piaggio-Kraftrad auf der Karl-Hammerschmidt-Straße in Richtung Riem unterwegs.

Nach den bisherigen Ermittlungen missachtete der Autofahrer die Vorfahrt des Kradfahrers. In der Folge kam es zum Zusammenstoß, wobei das Kraftrad frontal gegen die Seite des Toyota prallte.

Der 54-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen. Er wurde vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Die Münchner Verkehrspolizei nahm den Unfall vor Ort auf. Gegen den 43-jährigen Pkw-Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die weiteren Untersuchungen zum Unfallhergang dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 11.06.2026)

Bild von Ingo Kramarek auf Pixabay

Trickdiebstahl durch falsche Handwerker in München-Oberföhring

Maria Sabbas-Scouras

Am Mittwoch, den 3. Juni 2026, wurde eine über 90-jährige Münchnerin Opfer eines Trickdiebstahls in ihrer Wohnung im Stadtteil Oberföhring.

Gegen 12:50 Uhr klingelten zwei bislang unbekannte Männer an der Wohnungstür der Seniorin. Die Täter gaben sich als Handwerker beziehungsweise Mitarbeiter der Hausverwaltung aus und erklärten, sie müssten etwas in der Wohnung überprüfen.

Die Seniorin ließ die beiden Männer daraufhin in ihre Wohnung. Dort lenkte einer der Täter die ältere Dame gezielt ab, während sein Komplize die Gelegenheit nutzte, um nach Wertgegenständen zu suchen. Dabei entwendete er ein Kuvert mit Bargeld sowie eine Geldkassette. Der Gesamtschaden beläuft sich auf einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag.

Nachdem die beiden Männer die Wohnung wieder verlassen hatten, bemerkte die Seniorin den Diebstahl und verständigte umgehend den Polizeinotruf.

Die Ermittlungen wurden vom Kommissariat 55 des Polizeipräsidiums München übernommen.

Täterbeschreibung

Täter 1

  • männlich

  • etwa 30 Jahre alt

  • ca. 180 cm groß

  • sprach Hochdeutsch

  • west- bzw. nordeuropäisches Erscheinungsbild

  • bekleidet mit einem blauen Hemd

Täter 2

  • männlich

  • etwa 40 Jahre alt

  • ca. 180 cm groß

  • sprach Hochdeutsch

  • west- bzw. nordeuropäisches Erscheinungsbild

  • bekleidet mit einem dunklen Oberteil und Jeans

Zeugen gesucht

Die Polizei bittet um Hinweise aus dem Bereich Bernheimerstraße, Pflegerbauerstraße und Otto-Merkt-Weg in München-Oberföhring. Wer dort zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, unter der Telefonnummer 089 / 2910-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Warnhinweis der Polizei

Trickbetrüger und Trickdiebe geben sich häufig als Handwerker, Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen, Hausverwaltungen oder Behörden aus. Lassen Sie unbekannte Personen niemals ungeprüft in Ihre Wohnung. Verlangen Sie stets einen Dienstausweis und fragen Sie im Zweifel bei der Hausverwaltung oder dem angeblichen Unternehmen nach. Besonders ältere Menschen werden gezielt als Opfer ausgesucht. Informieren Sie Angehörige und Nachbarn über solche Betrugsmaschen und rufen Sie im Verdachtsfall sofort die Polizei unter 110 an.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 05.06.2026)

Bild von Ralph auf Pixabay

Auffahrunfall mit fünf Fahrzeugen bei Garching – Vier Menschen verletzt

Maria Sabbas-Scouras

Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 471 bei Garching sind am Dienstagnachmittag vier Personen leicht verletzt worden. Insgesamt waren fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 42-jähriger Mann aus dem Landkreis München gegen 17 Uhr mit seinem Polestar auf der B 471 in Richtung Ismaning unterwegs. Vor ihm fuhr eine 23-jährige BMW-Fahrerin aus dem Landkreis Erding. Als sie an der Kreuzung zur Staatsstraße 2350 verkehrsbedingt abbremsen musste, erkannte der nachfolgende Fahrer die Situation offenbar zu spät und fuhr auf ihren Wagen auf.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der BMW zunächst gegen einen auf der linken Fahrspur fahrenden Fiat geschleudert, der von einer 42-jährigen Frau aus dem Landkreis München gesteuert wurde. Anschließend prallte der BMW noch gegen einen vorausfahrenden VW eines 73-jährigen Mannes aus dem Landkreis München.

Der Polestar wurde nach der Kollision nach rechts gegen die Leitplanke gedrückt und stieß anschließend mit dem Heck eines Rettungswagens zusammen, der ebenfalls auf der B 471 unterwegs war.

Die BMW-Fahrerin erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Auch die beiden Besatzungsmitglieder des Rettungswagens sowie eine weitere Person wurden leicht verletzt. Sie begaben sich anschließend in ärztliche Behandlung.

Am Polestar und am BMW entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Fiat und der Rettungswagen wurden erheblich beschädigt, während der VW nur leichte Schäden davontrug. Zudem wurde die Leitplanke beschädigt. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die B 471 in Fahrtrichtung Ismaning zeitweise vollständig gesperrt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Feierabendverkehr. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang hat die Münchner Verkehrspolizei übernommen.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 03.06.2026)

Bild von Ingo Kramarek auf Pixabay

Auto überschlägt sich in Unterschleißheim – Fahrer unter Alkoholeinfluss

Maria Sabbas-Scouras

In Unterschleißheim hat sich am Dienstagnachmittag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein 61-jähriger Mann aus dem Landkreis München war gegen 16.25 Uhr mit seinem Ford Focus in der Unterführung der Dieselstraße unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache den rechten Bordstein touchierte.

Durch den Aufprall verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Pkw überschlug sich und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Der Mann zog sich dabei leichte Verletzungen zu, verzichtete jedoch auf eine Behandlung im Krankenhaus.

Während der Unfallaufnahme bemerkten die eingesetzten Polizeibeamten starken Alkoholgeruch bei dem Fahrer. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp unter zwei Promille.

Die Polizei veranlasste daraufhin eine Blutentnahme und stellte den Führerschein des Mannes sicher. Gegen den 61-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Quelle: Polizeiinspektion 48 Oberschleißheim

Staatsstraße 2350: Fahrbahnerneuerung zwischen Mintraching und Achering unter abschnittsweiser Vollsperrung

Maria Sabbas-Scouras

Neufahrn bei Freising (Landkreis Freising). Die Fahrbahn der Staatsstraße 2350 zwischen dem nördlichen Ortsausgang von Mintraching und dem südlichen Orts-eingang von Achering weist Risse sowie Verdrückungen in der Asphaltoberfläche auf und ist sanierungsbedürftig. Das Staatliche Bauamt Freising erneuert daher diesen Streckenabschnitt in der Zeit vom 08. Juni bis voraussichtlich Mitte Juli 2026.

 

Für die Durchführung der Arbeiten muss die Straße abschnittsweise voll gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Wichtig für den Verkehr und die Anlieger: Die Anschlussstelle Freising-Süd (A 92) bleibt während der gesamten Maßnahme durchgehend befahrbar, da dort keine Bauarbeiten stattfinden. Auch die Betriebe im Gewerbepark Römerweg sind durchgehend erreichbar. Entsprechende Umleitungen werden vor Ort ausgeschildert.

Die vier Bauabschnitte im Überblick

Die Baumaßnahme ist in vier aufeinanderfolgende Phasen unterteilt, die jeweils unter Vollsperrung realisiert werden:

  • Bauabschnitt 1 (08.06. bis 17.06.): Bereich vom Ortsausgang Mintraching bis zur Einmündung der Römerstraße.

  • Bauabschnitt 2 (17.06. bis 22.06.): Bereich zwischen der Römerstraße und der Bajuwarenstraße.

  • Bauabschnitt 3 (22.06. bis 26.06.): Bereich zwischen der Bajuwarenstraße und dem südlichen Ende der Anschlussstelle Freising-Süd (A 92).

  • Bauabschnitt 4 (26.06. bis 08.07.): Bereich zwischen dem nördlichen Ende der Anschlussstelle Freising-Süd (A 92) und dem Ortseingang Achering.

Hinweis: Witterungsbedingte Verschiebungen der Bauzeit können nicht ausgeschlossen werden.

Umleitungsregelungen

Die großräumige Umleitung für den Verkehr führt über die Staatsstraße 2053, die Bundesstraße 301 und die Kreisstraße 44. Die detaillierten Routenführungen können den beigefügten Umleitungsskizzen entnommen werden.

Das Staatliche Bauamt Freising bittet alle Verkehrsteilnehmer um Beachtung der Umleitungsbeschilderung sowie um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen während der Bauzeit.

Das von der Bayerischen Staatsbauverwaltung betriebene Bayerninfo-System sammelt fortlaufend die wichtigsten Verkehrsinformationen aus ganz Bayern und stellt diese dem Nutzer über das Internetportal www.bayerninfo.de und die App BayernInfo Maps kostenfrei zur Verfügung. Die Daten werden aus verschiedenen Quellen zu einer umfassenden Verkehrslage kombiniert.

Informationen zum Bereich dieser Maßnahme unter diesem Link: Karte - BayernInfo

Quelle: Staatliches Bauamt Freising (Stand 01.06.2026)