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LANDKREIS und MÜNCHENER NORDEN

Neues Heizungsgesetz, neue Förderregeln – der Überblick

Maria Sabbas-Scouras

Durchblick im Paragrafendschungel: Online-Veranstaltung der Energieagentur widmet sich dem Gebäudemodernisierungsgesetz

Das alte „Heizungsgesetz“ ist abgelöst, das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist in Kraft – und mit ihm gelten neue Regeln für den Austausch von Heizungen und energetische Sanierungen. Was bedeuten die neuen Regelungen für private Eigentümer? Und wie lässt sich die reformierte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) optimal für das eigene Zuhause nutzen? Das erklären die nächsten Montags-ImpulsE der Energieagentur am Montag, 12. Oktober um 19 Uhr.

 

Unter dem Titel „Neues Heizungsgesetz, neue Förderregeln – der Überblick“ wird umfassend über die neuen gesetzlichen Regelungen informiert: Welche Vorgaben gelten jetzt für den Einbau und Betrieb von Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden? Mit welchen Zuschüssen und Fördergeldern können Eigentümer bei Heizungstausch und Gebäudesanierung rechnen? Die Online-Veranstaltung fasst die neuen Regelungen zusammen und gibt privaten Haus- und Wohnungsbesitzern Orientierung für künftige Modernisierungen. Über einen Live-Chat können die Zuschauer ihre individuellen Fragen stellen, die im Verlauf der Veranstaltung beantwortet werden.

 

Die Veranstaltungsreihe „Montags-ImpulsE“ ersetzt die bisherigen „Fachgespräche Energiewende“ der Energieagentur. Wer teilnehmen will, kann sich einfach im Internet anmelden, erhält daraufhin einen Link zugesendet und muss zum Veranstaltungstermin nur noch auf diesen Link klicken. Die Teilnahme ist kostenfrei und offen für alle am Thema interessierten Bürgerinnen und Bürger der Region. Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter: www.ea-ebe-m.de/montagsimpulse

Termine und Aktionen

09.10.2026: ARGE Geothermie & Wärmewende: „Tag der Wärme“ im Münchner Südosten

09.10.2026: Interaktive Ausstellung: Rette die Welt … zumindest ein bisschen

12.10.2026: Montags-ImpulsE: Neues Heizungsgesetz, neue Förderregeln – der Überblick

13.10.2026: Klimabündnis Ebersberg-München: Lunch & Learn: Gewerbe-PV kompakt

29.10.2026: Klimabündnis Ebersberg-München: Lunch & Learn: Energieeffizienz in gemieteten Geschäftsräumen

Quelle: Energieagentur Ebersberg-München GmbH (Stand 04.10.2026)

Foto: Pixabay

Motorradfahrer flüchtet vor Polizeikontrolle

Maria Sabbas-Scouras

Nymphenburg/Unterföhring – In der Nacht zum Samstag, 3. Oktober, gegen 1.50 Uhr, wollte eine Polizeistreife den Fahrer eines Yamaha-Motorrads kontrollieren. Trotz Blaulicht, Martinshorn und Anhaltesignal gab der 21-Jährige jedoch Gas und flüchtete.

Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und einer rücksichtslosen Fahrweise fuhr der Motorradfahrer über die Landshuter Allee und den Mittleren Ring bis nach Unterföhring. Dort gelang es den Polizeibeamten bei langsamer Fahrt, das Motorrad mit ihrem Dienstfahrzeug zu stoppen. Der 21-Jährige wurde dabei leicht verletzt.

Der Deutsche aus dem Landkreis München wurde anschließend festgenommen. Sowohl das Polizeifahrzeug als auch das Motorrad wurden bei dem Einsatz beschädigt.

Beim 21-Jährigen wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Sein Führerschein und das Motorrad wurden beschlagnahmt. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.

Zeugen gesucht: Insbesondere die beiden Fahrzeugführer, zwischen denen der Motorradfahrer während seiner Flucht überholte, könnten wichtige Hinweise zum Geschehen geben. Sie werden gebeten, sich beim Unfallkommando München, Tegernseer Landstraße 210, unter Tel. (089) 6216-3322 zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 04.10.2026)

Bild von Franz P. Sauerteig auf Pixabay

Der Polizeieinsatz zum 191. Oktoberfest

Maria Sabbas-Scouras

Schon fast traditionell heißt es beim Wiesn-Anstich durch den amtierenden Oberbürgermeister: „Auf eine friedliche Wiesn!“. Und dieser Wunsch sollte auch in diesem Jahr wahr werden.

Das 191. Oktoberfest zeigte trotz der vielfältigen geopolitischen Krisen, die uns teilweise seit Jahren begleiten, dass ein friedliches und vor allem stimmungsvolles Miteinander immer noch möglich ist und die Wiesn die Menschen aus der Welt verbindet. Nicht nur die 600 Polizeibeamtinnen und -beamten im Einsatz auf dem Festgelände, sondern auch die vielen Einsatzkräfte im Außenbereich, die Taschendiebfahnder aus dem europäischen Ausland und verschiedenen deutschen Bundesländern, aber auch die italienischen Kolleginnen und Kollegen, die uns als Münchner Polizei seit vielen Jahren unterstützten, sorgten dafür, dass es weiterhin möglich ist, derartige Veranstaltungen ohne Sorge zu besuchen.

Ebenfalls positiv zeigte sich, dass ein gemeinsam von allen Verantwortlichen erarbeitetes Konzept ermöglichte, frühzeitig auf eine drohende Überfüllung zu reagieren und diese rechtzeitig abzuwenden. So wurden am Samstag, den 26.09.2026, und Samstag, den 03.10.2026, u. a. zeitweise mehrere Eingänge zum Festgelände geschlossen, Besucherströme umgeleitet und S-Bahn-Haltestellen nicht mehr angefahren. Die getroffenen Maßnahmen aller Verantwortlichen wirkten und trotz der hohen Besucherzahl an diesen Tagen verlief die Wiesn ohne Zwischenfälle.

In diesem Zusammenhang möchten wir die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Münchner Polizei, den Referaten der Landeshauptstadt München, dem Rettungsdienstunternehmen Aicher, der Berufsfeuerwehr München, der Bundespolizeidirektion München und dem Veranstalter mit seinen beauftragten Sicherheitsdiensten nochmal hervorheben. Dieser Schulterschluss sorgt jährlich für einen reibungslosen Ablauf.

Auch die Kooperation mit den Verantwortlichen der „Sicheren Wiesn“, den Betreibern der großen und kleinen Festzelte, mit der MVG sowie der Firma Ströer in Bezug auf die Vermittlung von Präventionsbotschaften der Polizei hat zu einer Erhöhung der Sicherheit auf dem Festgelände beigetragen.

In diesem Jahr rückten die Beamtinnen und Beamten zu 1.851 Einsätzen aus (2025: 1.598), eine Steigerung von 15 % im Vergleich zum Vorjahr.

Hieran ist erkennbar, dass ein großes Bewusstsein dafür herrscht, dass erfolgreiche Polizeiarbeit auch maßgeblich von der Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage aller Bürgerinnen und Bürger abhängt.

Das gilt nicht nur für diejenigen, die den Polizeinotruf 110 verständigen, wenn andere in Gefahr sind oder Opfer von Straftaten werden, sondern auch für solche die sich anschließend auch als Zeugen zur Verfügung stellen oder sogar Videos der Vorfälle übermitteln und somit helfen, dass der Rechtsstaat funktioniert.

Die hohe Streifendichte und Präsenz durch die eingesetzten Kolleginnen und Kollegen ermöglichte es uns, ansprechbar und bei Bedarf schnell vor Ort zu sein. Unsere Dienste beinhalteten freundliche Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt, jede Menge Bilder und viele Auskünfte. Polizeiliches Einschreiten blieb bei der hohen Anzahl an Besuchern zwar nicht aus, der Polizeieinsatz zum 191. Oktoberfest war jedoch geprägt von viel Verständnis, vor allem für die Beeinträchtigungen durch die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen.

Eine wirkungsvolle Unterstützung für unsere Arbeit brachte wieder unsere moderne Videotechnik auf dem Festgelände. Die 56 Videokameras, die durch speziell beschulte Polizeibeamte bedient werden, erlaubten uns, nach eingehenden Notrufen eine unmittelbare Lagebewertung vorzunehmen und je nach Situation angemessen zu reagieren.

In 228 Fällen konnte die Videotechnik dabei zur Unterstützung der Einsatzkräfte genutzt werden. Davon wurden 25 Einsätze durch die eigene Wahrnehmung der Videobeobachter initiiert.

Erneut bewährt haben sich außerdem die von den Einsatzgruppen mitgeführten Bodycams, die in zahlreichen Fällen zum Einsatz kamen, um sowohl deeskalierend, als auch zur Dokumentation von Straftaten genutzt wurden.

Alle folgenden Zahlen haben den Stand 04.10.2026, 05:00 Uhr

Gesamtzahlen Straftaten

Am 16. und damit letzten Wiesntag ziehen wir als Münchner Polizei Bilanz und stellen fest: Die Anzahl der angezeigten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten ist mit 845 Delikten um ca. 8 % gestiegen (2025: 784; 2024: 706).

Dies resultiert vor allem aus der gestiegenen Anzahl an Straftaten im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelgesetz.

Da das 191. Oktoberfest jedoch auch deutlich mehr Besucherinnen und Besucher als im Vorjahr hat, sind die Zahlen auch in diesen Kontext zu setzen.

Kapitaldelikte

Erfreulicherweise mussten wir in diesem Jahr kein Tötungsdelikt verzeichnen. Es kam zu 5 Raubdelikten (2025: 1; 2024: 0). Die Ermittlungen zu diesen Fällen laufen noch.

Sexualdelikte

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gab es einen Anstieg auf 80 Delikte (2025: 72; 2024: 56). Dabei handelte es sich in den überwiegenden Fällen um sexuelle Belästigungen (52; 2025: 47) und vereinzelt um die Erstellung von Bildaufnahmen des Intimbereichs (sog. Upskirting = 8; 2025: 12). 5 Fälle erfüllten den Tatbestand der Vergewaltigung (2025: 5; 2024: 2).

Bereits im Vorfeld des diesjährigen Oktoberfests legte die Münchner Polizei einen besonderen Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Sexualdelikten. Über verschiedene Präventionsmaßnahmen - darunter Social-Media-Posts, Plakate sowie Anzeigen im MVG-Bereich - wurde insbesondere eine klare Botschaft an potenzielle Täter gerichtet: Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung werden nicht geduldet und konsequent durch die Polizei verfolgt!

Gewaltkriminalität

Mit 237 Anzeigen wegen Körperverletzung liegen diese auf dem Vorjahresniveau (2025: 236), was in Bezug auf die gestiegenen Besucherzahlen positiv ist. Darin enthalten sind auch gefährliche Körperverletzungen1, die anteilig gestiegen sind (95; 2025: 75). Dabei wurden in 25 Fällen Maßkrüge als Tatmittel verwendet (2025: 24).

Widerstand gegen Polizeibeamte

Erfreulich ist, dass die Anzahl der Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffe gegen Polizeibeamtinnen und -beamte gesunken ist (2026: 19; 2025: 25) Hierbei wurden 10 Kolleginnen und Kollegen verletzt, was einen deutlichen Rückgang zum Vorjahr bedeutet (2025: 17).

Diebstahl

Ebenfalls im Bereich der Eigentumsdelikte können wir eine sinkende Anzahl verzeichnen. Nur 159-mal mussten Anzeigen wegen eines Diebstahls aufgenommen werden (2025: 170). In diesen Anzeigen sind auch die Taschendiebstähle enthalten, wovon 78 auf dem Festgelände festzustellen waren (2025: 55). Dies bedeutet erneut eine Steigerung. Es wurden dabei 10 Tatverdächtige festgenommen, denen meist mehrere registrierte Taten zugeordnet werden können. In 5 Fällen wird wegen des schweren Taschendiebstahls ermittelt.

Von einem schweren Taschendiebstahl ist auszugehen, wenn u. a. der Täter die „hilflose Lage“ seines Opfers ausnutzt (z. B. schlafende Personen aufgrund ihrer Alkoholisierung) oder er gezielt nach Diebstahlsgelegenheiten sucht. Hier wird zunächst von einer gewerbsmäßigen Begehung ausgegangen.

In diesem Zusammenhang bedanken wir uns nochmal für die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen aus dem europäischen Ausland und den anderen Bundesländern, die uns jährlich im Rahmen des Oktoberfests unterstützen und auch deliktsübergreifend Tatverdächtige auf dem Festgelände festnahmen.

Rauschgiftkriminalität und Cannabis

In 207 Fällen wurden Anzeigen gegen das Betäubungsmittelgesetz erstellt (2025: 148). In den überwiegenden Fällen handelte es sich um Verstöße mit Kokain. Dabei stieg die Anzahl der festgestellten Verstöße um über 30 %.

Aufgrund der geänderten Gesetzeslage fällt Cannabis nicht mehr unter das BtMG. Einschlägig sind hier das Konsumcannabisgesetz und das Gesundheitsschutzgesetz.

1 Bei einer gefährlichen Körperverletzung (§224 StGB) handelt es sich um eine Körperverletzung, bei der z. B. eine Waffe / gefährliches Werkzeug verwendet wird oder mehrere Beteiligte gemeinschaftlich zusammenwirken.

Letztgenanntes untersagt den Konsum von Cannabisprodukten auf Volksfesten. Demnach wurden wegen Verstößen mit Cannabis 3 Anzeigen erstattet.

Zugangskontrollen

Bei den Zugangskontrollen des umzäunten Festgeländes gab es keine erwähnenswerten Beeinträchtigungen. In 8 Fällen konnten Personen mit einem Messer festgestellt werden. Diese Personen wurden angezeigt und deren Messer sichergestellt.

Flugbeschränkungsgebiet

Für die Dauer des Oktoberfests wurde ein Flugbeschränkungsgebiet mit einem Radius von 5,6 km und einer Höhe von 10 km festgelegt. Es wurden 146 Verstöße festgestellt (2025: 11), wobei es sich um 127 unerlaubte Flüge mit Drohnen und um 15 bemannte Luftfahrzeuge handelte (zudem 4 Sonstige).

Davon flogen 4 über der Theresienwiese und 26 im unmittelbaren Umfeld.

Polizeiliche Maßnahmen

In 600 Fällen wurden freiheitsentziehende Maßnahmen durchgeführt (2025: 529). Dabei handelte es sich in 181 Fällen (2025: 163) um Gewahrsamnahmen zur Verhinderung oder Unterbindung von Straftaten durch meist stark alkoholisierte Personen.

Bereits im Vorfeld erließ das Kreisverwaltungsreferat auf Antrag des Polizeipräsidiums München 36 Betretungsverbote. Dazu kamen 30 weitere Personen, denen aufgrund ihres Verhaltens ein Platzverweis für das Festgelände ausgesprochen wurde, der durch das Kreisverwaltungsreferat mit einem Aufenthaltsverbot für das Oktoberfestgelände ergänzt wurde.

419 Personen wurden vorläufig festgenommen (2025: 366).

Bei Personen, welche eine Straftat begehen und keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, besteht die Gefahr, dass sie sich dem Strafverfahren entziehen könnten. Aus dem Grund wird zur Sicherung des Strafverfahrens und zur Abwendung einer Untersuchungshaft in bestimmten Fällen eine sogenannte Sicherheitsleistung einbehalten. In diesem Jahr wurden 707.007 Euro an Sicherheitsleistungen einbehalten (2025: 357.000 Euro).

Verkehr

Die Anzahl der Gesamtunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Gesamtanzahl der Fahrten unter Alkoholeinfluss um mehr als 10 % gesunken ist. Mit Sorge beobachteten wir jedoch eine steigende Anzahl von Fahrten unter Drogeneinfluss (+ 24 %).

Trunkenheit

Während der 16 Tages des 191. Oktoberfests kam es zu einer Vielzahl an stationären Kontrollen in und um München. Dabei wurden 382 Fahrten unter Alkoholeinfluss festgestellt (2025: 438), wovon 207 Fälle Straftaten (2025: 253) und 175 Fälle Verkehrsordnungswidrigkeiten (2025: 185) waren.

Mit 232 Fahrten unter Alkoholeinfluss (2025: 252) entfällt weiterhin ein großer Anteil dieser Verkehrsdelikte auf E-Scooter. Dies entspricht einen Rückgang von ca. 8 %.

Das Fahren eines E-Scooters unter dem Einfluss von Alkohol, Betäubungsmitteln oder anderen berauschenden Mitteln unterliegt den gleichen Regularien wie alle anderen Kraftfahrzeuge.

Bei den Fahrten unter Einfluss von Betäubungsmitteln verzeichneten wir dieses Jahr 139 Fälle (2025: 112), wovon 6 Fälle Straftaten (2025: 14) und 133 Fälle Verkehrsordnungswidrigkeiten (2025: 98) waren.

Nur ein geringer Anteil dieser Verkehrsdelikte entfiel dabei auf E-Scooter (15; 2025: 0).

Nach Trunkenheitsfahrten, die den Straftatbestand nach §316 StGB erfüllten oder nach Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss i.S. §315c StGB, wurden 80 Führerscheine sichergestellt (2025: 291).

Positiv ist, dass unsere Einsatzkräfte 92 Trunkenheitsfahrten verhüten konnten (2025: 53), wovon 69 Fälle auf E-Scooter entfielen (2025: 31).

Unfälle

In diesem Jahr wurden 2.087 Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München verzeichnet (2025: 1.923). Dabei wurden 27 Personen schwer (2025: 16) und 347 Personen leicht verletzt (2025: 293). Beides bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Positiv ist, dass es keinen Verkehrstoten gab.

31 Unfälle davon ereigneten sich unter Alkoholeinfluss (2025: 23), wovon 16 mit Beteiligung von E-Scootern erfolgten (2025: 12). Trotz zahlreicher Maßnahmen und unserer Präventionsarbeit bedeutet dies einen Anstieg um mehr als 30 %.

Abschleppungen

898 Fahrzeuge mussten insgesamt abgeschleppt werden (2025: 1.187), was einen Rückgang um mehr als 20 % bedeutet. Dies zeigt, dass unsere Maßnahmen und Prävention greifen, was vor allem in Anbetracht der Anwohnerbelastung positiv ist.

Ein besonderes Augenmerk lag erneut auf der Parksituation in den Anwohnerlizenzgebieten im Umfeld der Theresienwiese. Personen, die ihr Fahrzeug ohne Anwohnerparkerlaubnis in diesen Bereichen verbotswidrig parkten, mussten damit rechnen, dass das Fahrzeug abgeschleppt wird. Dies kann zzgl. Buß- oder Verwarnungsgeld mehrere hundert Euro kosten.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 04.10.2026)

Bild von Alexa auf Pixabay

Einladung zur 4. Kulturfahrt im Landkreis Auf den Spuren der Bajuwaren

Maria Sabbas-Scouras

Geschichte hinterlässt Spuren: Unter dem Motto „Die Bajuwaren im Landkreis München – Funde und Rekonstruktion“ lädt der Landkreis alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Dienstag, 13. Oktober 2026, zur vierten Kulturfahrt nach Aschheim und Kirchheim ein.

Den Auftakt bildet um 10:00 Uhr ein Besuch im AschheiMuseum, bei dem Leiterin Dr. Anja Pütz durch die Ausstellung sowie über den Aschheimer Kirchfriedhof führt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen steht um 13:30 Uhr der Bajuwarenhof in Kirchheim auf dem Programm, wo Museumsleiterin Dr. Jennifer Bagley die Führung über das Gelände übernimmt. Die Rückfahrt ist gegen 16:00 Uhr vorgesehen.

Für die An- und Abreise stellt der Landkreis einen Bustransfer bereit. Die Abfahrt erfolgt um 09:00 Uhr am Bahnhofplatz Deisenhofen und um 09:30 Uhr am Bahnhofplatz Haar. Zur Deckung der Fahrt- und Organisationskosten wird im Bus ein Unkostenbeitrag von 10 Euro erhoben; weitere Kosten abgesehen von der eigenen Verpflegung, fallen nicht an.

Anmeldeschluss: 9 Oktober

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine verbindliche Anmeldung mit Nennung der gewünschten Einstiegshaltestelle (Deisenhofen oder Haar) bis spätestens Freitag, 9. Oktober, gebeten. Anmeldungen nimmt der Kulturreferent des Landkreises München, Rainer Klier, per E-Mail an kultur@lra-m.bayern.de oder telefonisch unter 089 / 6221-2286 entgegen.

Quelle: Landratsamt München (Stand 30.09.2026)

Bundesstraße 301 und Freisinger Allee: Umbau des Knotenpunkts B 301 / Freisinger Allee unter Vollsperrung der Freisinger Allee

Maria Sabbas-Scouras

Freising: Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Verkehrssicherheit führen das Staatliche Bauamt Freising und die Stadt Freising unter der Federführung der Flughafen München GmbH einen Umbau des Knotenpunkts der Bundesstraße 301 mit der Freisinger Allee durch. Im Zuge der Maßnahme wird eine Ampelanlage errichtet, die Querungsmöglichkeiten für Radfahrer und Fußgänger optimiert und die nördliche Fahrspur der Freisinger Allee im Bereich der Einmündung in die B 301 zu separaten Fahrspuren für Rechtsabbieger und Linkseinbieger erweitert. Im Zuge der Maßnahme wird auch die Asphaltdecke der B 301 im Bereich des Knotenpunkts erneuert. Nach den derzeit laufenden vorbereitenden Arbeiten beginnen ab Montag, den 5. Oktober die Bauarbeiten, die voraussichtlich bis Anfang Dezember andauern. In dieser Zeit wird die Freisinger Allee im Bereich der Einmündung in die B 301 durchgehend voll gesperrt.

 

Die drei Bauphasen im Überblick

Die Baumaßnahme ist in drei aufeinanderfolgende Phasen unterteilt:

  • Bauabschnitt 1 (05.10. bis 01.11.): Vollsperrung der Freisinger Allee im Bereich der Einmündung in die B 30

  • Bauabschnitt 2 (02.11. bis 08.11.): Vollsperrung der Freisinger Allee im Bereich der Einmündung in die B 301 und Vollsperrung der B 301 im Knotenpunktbereich

  • Bauabschnitt 3 (09.11. bis Anfang Dezember): Vollsperrung der Freisinger Allee im Bereich der Einmündung in die B 301

Da die Zentralallee als Kraftfahrstraße nur von Fahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h befahren werden darf, werden unterschiedliche Umleitungen für den kraftfahrstraßentauglichen Verkehr und für den nicht kraftfahrstraßentauglichen Verkehr ausgeschildert.


Für die Bauabschnitte 1 und 3 gelten die folgenden Umleitungen:

Umleitung für den kraftfahrstraßentauglichen Verkehr

Fahrzeuge, die von der B 301 über die Freisinger Allee in Richtung Flughafen fahren wollen, werden über die Anschlussstelle Hallbergmoos auf die Zentralallee geleitet. Von dort können Ziele innerhalb des Flughafenareals über die flughafeninternen Straßen erreicht werden.

In Gegenrichtung verläuft die Führung analog.

Umleitung für den nicht kraftfahrstraßentauglichen Verkehr

Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Bauart die Kraftfahrstraße Zentralallee nicht befahren dürfen, werden über eine bauzeitliche Behelfsumfahrung im Bereich der Baustelle geleitet.


Für den Bauabschnitt 2 gilt die folgende Umleitung:

Die großräumige Umleitung für den Verkehr führt über die die Bundesstraße 301, die Staatsstraße 2053, die Staatsstraße 2350 und die Kreisstraße 44.

Für die Zufahrt zum Flughafen und die Abfahrt vom Flughafen wird der kraftfahrstraßentaugliche Verkehr über die Anschlussstelle Hallbergmoos und die Zentralallee geführt. Der nicht kraftfahrstraßentaugliche Verkehr wird analog zum Bauabschnitt 1 über eine bauzeitliche Behelfsumfahrung im Bereich der Baustelle geleitet.

Die detaillierten Routenführungen können den beigefügten Umleitungsskizzen entnommen werden.

 

Weitere Hinweise

Die bauzeitliche Behelfsumfahrung ist ausdrücklich nicht dafür geeignet, den gesamten Umleitungsverkehr der Maßnahme aufzunehmen. Verkehrsteilnehmer mit kraftfahrstraßentauglichen Fahrzeugen werden daher dringend darum gebeten, die offizielle Umleitung über die Anschlussstelle Hallbergmoos zu nutzen.

Während aller drei Bauabschnitte bleibt die Radverkehrsverbindung zwischen dem Radweg auf der östlichen Seite der B 301 und dem Radweg nördlich der Freisinger Allee erhalten.

Das Briefzentrum der Deutschen Post ist durchgängig über die ausgeschilderte Umleitung erreichbar.

Die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen und die Anweisungen der Verkehrsführung zu beachten. Schlechtwetterphasen können unter Umständen zu Bauzeitänderungen führen. Die Projektbeteiligten sind bestrebt, Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten und dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis.

Das von der Bayerischen Staatsbauverwaltung betriebene Bayerninfo-System sammelt fortlaufend die wichtigsten Verkehrsinformationen aus ganz Bayern und stellt diese den Nutzerinnen und Nutzern über das Internetportal www.bayerninfo.de und die App BayernInfo Maps kostenfrei zur Verfügung. Die Daten werden aus verschiedenen Quellen zu einer umfassenden Verkehrslage kombiniert.

Quelle: Staatliches Bauamt Freising (Stand 30.09.2026

Tödlicher Unfall bei der Kartoffelernte

Maria Sabbas-Scouras

Kirchheim b. München – Bei Arbeiten zur Kartoffelernte kam es am Dienstagabend, 29. September, in Kirchheim zu einem tragischen Unfall. Gegen 18 Uhr war eine Zugmaschine mit einem dahinter angehängten Erntefahrzeug im Einsatz. Auf dem Erntefahrzeug befanden sich mehrere Personen.

Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte ein 51-jähriger Mann aus dem Landkreis München von dem Fahrzeug und wurde anschließend von diesem überrollt. Dabei erlitt der 51-Jährige schwerste Verletzungen.

Der Mann musste noch vor Ort reanimiert und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Trotz aller medizinischen Bemühungen erlag er dort seinen schweren Verletzungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen. Dabei soll insbesondere geklärt werden, wie es zu dem tragischen Sturz kommen konnte.

 Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 30.09.2026)

Bild von Ingo Kramarek auf Pixabay

Oktoberfest: Die Wiesn ist kein Parkplatz für den Führerschein

Maria Sabbas-Scouras

Wenn die Wiesn ruft, sollte das Auto besser zu Hause bleiben. Denn erfahrungsgemäß nehmen während des Oktoberfests die Alkoholdelikte im Straßenverkehr zu. Die Münchener Polizei führt deshalb während der Wiesn verstärkt Verkehrskontrollen durch.

Die Polizei appelliert an alle Wiesn-Besucher, bereits vor dem ersten Maßkrug an die Heimfahrt zu denken. Wer Alkohol trinkt, sollte das Auto stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel, ein Taxi oder auf einen nüchternen Fahrer zurückgreifen.

Denn so schön die Wiesn auch ist: Der Führerschein soll die Heimfahrt überleben – und alle sollen sicher nach Hause kommen!

Bild von Ingo Kramarek auf Pixabay

Alle 3 Rundschauen zum Download bereit

Maria Sabbas-Scouras

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UPDATE: Bundesstraße 304 - Fahrbahnsanierung in der Ortsdurchfahrt Haar - Baubeginn am 14. September - Einbahnstraßenregelung und Umleitung starten erst ab 1. Oktober

Maria Sabbas-Scouras

Haar (Landkreis München). Das Staatliche Bauamt Freising informiert über eine Anpassung im Bauablauf der Fahrbahnsanierung auf der B 304 in der Ortsdurchfahrt Haar (zwischen der Grenze zur Landeshauptstadt München und der Kreuzung mit der B 471). Die ausführende Baufirma beginnt zunächst mit vorbereitenden Arbeiten. Dazu gehören insbesondere die Herstellung von Rinnen, Borden und der Mittelstreifenüberfahrten. Bis zum 1. Oktober kommt es lediglich zu geringfügigen Verkehrsbeeinträchtigungen. Beide Fahrtrichtungen werden aufrechterhalten.

 

Angepasster Ablauf der Hauptarbeiten:

  • Vorbereitende Arbeiten (ab 14. September 2026): Arbeiten im Randbereich und an Mittelüberfahrten unter laufendem Verkehr. Die Arbeiten an den Mittelüberfahrten finden in verkehrsarmen Zeiten zwischen 09:00 und 15:00 statt.

  • Einbahnregelung stadtauswärts & Umleitung stadteinwärts (ab 01. Oktober bis voraussichtlich 18. November 2026):

    • Die südliche Fahrbahnsanierung beginnt ab 01. Oktober. Die B 304 wird in dieser Phase durchgängig stadtauswärts befahrbar sein. Stadteinwärts Richtung München wird der Verkehr umgeleitet. Hier wird nochmals in vier Abschnitte untergliedert, die von Ost nach West abgewickelt werden. Die geplanten Sperrtermine der Bauabschnitte sind dem angehängten Übersichtsplan zu entnehmen und werden ggf. witterungsabhängig aktualisiert.

    • Die nördliche Fahrbahnsanierung beginnt ab 26. Oktober. Die B 304 wird auch in dieser Phase durchgängig stadtauswärts befahrbar sein.

Auswirkungen auf die Gesamtbauzeit
Durch die Abwicklung der vorbereitenden Arbeiten ohne Vollsperrung, kann die für der späteren Deckeneinbau notwendige Vollsperrung mit der eingerichteten Umleitung verkürzt werden.

Die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen und die Anweisungen der Verkehrsführung zu beachten. Schlechtwetterphasen können unter Umständen zu Bauzeitänderungen führen. Das Staatliche Bauamt Freising ist bestrebt, Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten und dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis.

Das von der Bayerischen Staatsbauverwaltung betriebene BayernInfo-System sammelt fortlaufend die wichtigsten Verkehrsinformationen aus ganz Bayern und stellt diese den Nutzerinnen und Nutzern über das Internetportal www.bayerninfo.de und die App BayernInfo Maps kostenfrei zur Verfügung. Die Daten werden aus verschiedenen Quellen zu einer umfassenden Verkehrslage kombiniert.

Informationen zum Bereich dieser Maßnahme finden Sie unter diesem Link: www.bayerninfo.de

Anlagen:

  • Übersichtskarte: Anpassung Bauphasen Ortsdurchfahrt B304 Haar

  • Umleitungsskizze: Deckenbau Ortsdurchfahrt B304 Haar

Quelle: Staatliches Bauamt Freising (Stand 15.09.2026)

Gemeinsam für den Ernstfall gerüstet

Maria Sabbas-Scouras

Beim zweiten Bevölkerungsschutztag im Landkreis München stand neben Ausstattung und Können der Einsatzkräfte auch Selbstvorsorge im Fokus

Die Fahrzeugausstattung, das Spezialgerät, aber vor allem auch das fachliche Know-how der Einsatzkräfte und Organisationen im Landkreis München können sich sehen lassen: Wer daran noch Zweifel hatte, wurde spätestens beim zweiten Bevölkerungsschutztag im Landkreis München am 12. September 2026 in Taufkirchen eines Besseren belehrt. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsorganisationen, Landes- und Bundespolizei, Technisches Hilfswerk (THW), Bundeswehr und viele weitere Akteure, wie der Bevölkerungsschutz im Landkreis München aufgestellt ist und gaben Einblicke in ihre vielfältige Arbeit.

Schon weit vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung um 12 Uhr mittags strömten die ersten Besucherinnen und Besucher auf das Gelände, angezogen von den zahlreichen Fahrzeugen und Einsatzgeräten, die bereits seit dem frühen Morgen aus dem ganzen Landkreis nach Taufkirchen angereist waren. Neben Fahrzeugen wie Rettungs- oder Polizeiwagen war dort auch einiges aufgeboten, was man sonst nicht alle Tage zu Gesicht bekommt, etwa ein Wasserwerfer der Bundespolizei, zwei Helikopter, die unter anderem bei Rettungs- und Löscheinsätzen unterstützen, ein mobiles Analyse-Labor des ABC-Zugs München-Land oder das neue Wechsellader-Fahrzeug des THW, aufgrund seiner Größe auch „Monster-Truck“ genannt. Letzterer wurde gemeinsam mit einem Versorgungs-LKW der Johanniter-Unfall-Hilfe zu Beginn der Veranstaltung gesegnet. Beide Fahrzeuge konnten mithilfe einer Förderung des Landkreises beschafft werden. Nostalgiker unter den Besuchern kamen zudem bei einer Oldtimerschau alter Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge auf ihre Kosten.

Rund um ihre Präsentationsflächen erläuterten die 24 Aussteller des Bevölkerungsschutztags ihre Arbeit und standen bereitwillig Rede und Antwort für die zahlreichen Fragen der Besucherinnen und Besucher. Wer wollte, konnte sich auch direkt vor Ort über die eigenen Einstiegsmöglichkeiten in ein Ehrenamt bei einer der teilnehmenden Organisationen informieren. Ergänzend standen Berufs- und Karriereberatungen bei den teilnehmenden Sicherheitsbehörden auf dem Programm.

An einigen Stationen konnten die rund 2.000 Besucherinnen und Besucher auch selbst aktiv werden und unter anderem ihr Wissen in Erster Hilfe und ihre Fähigkeiten bei Wiederbelebungsmaßnahmen unter Beweis stellen. Insbesondere die kleinsten Gäste, die an diesem Tag den Weg auf den Taufkirchner Volksfestplatz gefunden hatten, konnten darüber hinaus beispielsweise beim Feuerlöschtraining üben, ein kleines Feuer per Wasserschlauch zu löschen oder per Knopfdruck eine Sirene auszulösen und die unterschiedlichen Bedeutungen der verschiedenen Sirenen-Signale kennenzulernen.

Schauübungen als Besuchermagneten

Als wahre Besuchermagneten entpuppten sich auch die insgesamt fünf größeren Übungen, die über den Nachmittag verteilt stattfanden. Den Anfang machte die Freiwillige Feuerwehr Taufkirchen, die einen Einsatz infolge eines Verkehrsunfalls darstellte. Danach zeigte Rettungshündin Cleo eindrucksvoll, wie sie ihre Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Hochbrück etwa bei der Vermissten-Suche nach einem Unglück unterstützen kann. Dazu wurde sie – gut gesichert und auf dem Schoß ihres Hundeführers – aus dem Korb einer Drehleiter abgeseilt, bevor sie am Boden eine dort versteckte Person aufspürte. Bleibenden Eindruck hinterließ auch die anschließende Vorführung der Bundespolizei, die den Einsatz eines Wasserwerfers bei der Räumung einer nachgestellten Sitzblockade demonstrierte, bevor die Rettungshunde der Feuerwehr Hochbrück ein weiteres Mal ihr Können bei einer weiteren Personensuche-Übung zeigten. Den Abschluss bildete eine Übung zur Brandbekämpfung aus der Luft mit einem Hubschrauber, der mit einem Löschbehälter erst flächig, dann punktgenau Wasser abließ.

Wer selbst vorsorgt, kommt besser durch die Krise

Besonderen Anklang fanden auch die zahlreichen Informationsangebote rund um das Thema private Krisenvorsorge. Gleich mehrere Organisationen informierten zum praktischen Umgang mit Not- und Krisensituationen und zeigten, welche Hilfs- und Lebensmittel man zuhause haben sollte, wie man auch ohne Strom nahrhafte Mahlzeiten zubereitet, rechtzeitig für Krisenzeiten vorsorgt und stellten die Katastrophenschutzleuchttürme als zentrale Anlaufstelle für Schutz und Hilfe vor Ort in den Gemeinden vor.

Ergänzend verteilte das Landratsamt München als Untere Katastrophenschutzbehörde umfassendes Informationsmaterial rund um das Thema Sicherheit und Bevölkerungsschutz im Landkreis München, darunter auch eine Dokumentenmappe inklusive einer dazugehörigen Checkliste, in der alle relevanten Unterlagen für Notfälle gesammelt aufbewahrt werden können, um im Krisenfall schnell und mit allem Wichtigen das Haus verlassen zu können.

Landrat Christoph Göbel: „Der Bevölkerungsschutztag hat eindrücklich gezeigt, wie viel jede und jeder Einzelne von uns selbst dazu beitragen kann, um in einer Krisensituation vorbereitet und handlungsfähig zu sein. Wer weiß, wo er Informationen bekommt, was er zuhause vorhalten sollte und wie er sich im Ernstfall richtig verhält, hilft nicht nur sich selbst, sondern entlastet auch unsere Einsatzkräfte. Gleichzeitig können wir stolz und dankbar sein, dass wir uns im Landkreis München auf so ein starkes Netz hervorragend ausgebildeter und hochprofessioneller Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen verlassen können. Gemeinsam arbeiten wir daran, für den Ernstfall gerüstet zu sein.“

Weitere Informationen zum Thema Katastrophenschutz sowie Downloads zu Vorsorge und Verhalten im Notfall finden Interessierte unter www.landkreis-muenchen.de/katastrophenschutz

Quelle: Landratsamt München (Stand 15.09.2026

Ziemlich futuristisch mutet dieser Schutzanzug des ABC-Zugs München-Land an.

Wie Brandbekämpfung aus der Luft funktioniert, demonstrierte ein Hubschrauber im Rahmen einer Übung eindrucksvoll.

Auf dem Schoß seines Hundeführers wird dieser Rettungshund zu seinem Einsatzort abgeseilt.

Größtes Vertrauen braucht es nicht nur für den Feuertunnel. Ein Rettungshunde-Team der Feuerwehr Hochbrück bei einem Übungs-Einsatz.

Gut gerüstet für den Ernstfall. Unzählige Einsatzfahrzeuge von klein bis groß konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer beim Bevölkerungstag in Taufkirchen bestaunen.

Machte mächtig Eindruck: Ein Wasserwerfer der Bundespolizei in Aktion.

Bus kollidiert mit E-Bike – Radfahrerin schwer verletzt

Maria Sabbas-Scouras

Garching-Hochbrück. Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einer E-Bike-Fahrerin ist am Freitagabend, 4. September, eine 58-jährige Frau schwer verletzt worden.

Gegen 18.10 Uhr fuhr ein 44-jähriger Busfahrer von der U-Bahnhaltestelle Garching-Hochbrück los und wollte nach rechts in die Daimlerstraße Richtung Schleißheimer Straße abbiegen. Gleichzeitig war die Radfahrerin auf dem Radweg der Daimlerstraße in dieselbe Richtung unterwegs.

Beim Abbiegen missachtete der Busfahrer die Vorfahrt und erfasste die E-Bike-Fahrerin. Sie stürzte und geriet mit den Beinen unter einen Reifen des Busses. Dabei erlitt sie schwere Verletzungen. Ein Notarzt und der Rettungsdienst brachten die Frau in ein Münchner Krankenhaus, wo sie stationär aufgenommen wurde.

An Bus und E-Bike entstand lediglich leichter Sachschaden. Die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernimmt die Münchner Verkehrspolizei.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 06.09.2026)

Bild von Ingo Kramarek auf Pixabay

Heimische Gehölze jetzt noch kostenfrei bis 15. September bestellbar

Maria Sabbas-Scouras

Bestellaktion für heimische Bäume und vielfältige Hecken

Alle Interessierten im Landkreis München können noch bis Mitte September kostenlose heimische Laubgehölze, darunter Einzelbäume und Heckenpflanzen über das Projekt-Team von „NaturVielfalt Leben im Landkreis München“ bestellen. Die Ausgabe der Gehölze erfolgt zur Pflanzzeit Ende Oktober oder Anfang November. Voraussetzung für die Ausgabe ist, dass sich die geplante Pflanzfläche im Landkreis München befindet und es sich um keine verpflichtende Anpflanzung handelt.

Über das Projekt werden ausschließlich heimische Gehölze mit hohem ökologischem Nutzen wie Weißdorn, Schlehe und Salweide ausgegeben. Auch junge Laubbäume verschiedener Wachstumsordnungen wie Eberesche, Spitzahorn und Vogelkirsche stehen zur Auswahl bereit. Denn unsere heimische Tierwelt hat sich über Jahrtausende hinweg an die regionale Flora angepasst und findet dort lebenswichtige Nahrung und sicheren Unterschlupf. Ein Beispiel hierfür ist die Kornelkirsche, die bereits sehr früh im Jahr leuchtend gelb blüht und wertvollen Nektar liefert, wenn kaum andere Pflanzen blühen. Sie stellt damit eine unersetzliche Nahrungsquelle für Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber dar, während ihre reifen Früchte im Spätsommer von Vögeln verspeist werden. Im Gegensatz dazu besitzt die ebenfalls gelb blühende, aber exotische Forsythie keinerlei ökologischen Nutzen, da sie weder Pollen, Nektar noch Früchte ausbildet.

Alle Voraussetzungen, den genauen Ablauf der Bestellung sowie das Antragsformular und die ausführliche Liste der bestellbaren Gehölze stehen auf der Projektplattform des Landkreises unter

https://mein-landkreis-muenchen.de/page/baumboerse zur Verfügung.

Die vollständig ausgefüllten Bestellformulare müssen bis spätestens 15. September per E-Mail an naturvielfalt-leben@lra-m.bayern.de gesendet werden.

Hinweis für Obst-Liebhaber: Dank des bayerischen Streuobstpakts „Streuobst für alle“ können größere Mengen an Obstbäumen, 10 bis 100 Stück, über Kommunen, Vereine und Verbände bezogen werden. Wer nur einzelne Obstbäume für den eigenen Garten wünscht, kann sich direkt an die Gartenbauvereine vor Ort wenden. Weitere Infos dazu gibt es unter

https://www.landkreis-muenchen.de/buergerservice/dienstleistung/obstbaeume-und-streuobst/

Förderhinweis

Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Quelle: Landratsamt München (Stand 03.09.2026)

Bild von 👀 Mabel Amber, who will one day auf Pixabay

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Maria Sabbas-Scouras

Test der Bevölkerungs-Warnsysteme gegen 11 Uhr

Am Donnerstag, den 10. September 2026, findet der sechste bundesweite Warntag statt. Ab 11 Uhr erproben Bund, Land und Kommunen ihre jeweiligen Warnsysteme von Katastrophenschutzsirenen bis hin zu Warn-Apps. Auch im Landkreis München werden an diesem Tag Test-Warnungen ausgelöst.

Die Warnung erfolgt im Landkreis München vor allem über die Warn-Apps NINA, KATWARN und BIWAPP sowie über Cell Broadcast, einen Mobilfunkdienst, der Warnmeldungen direkt auf Smartphones sendet. Die Warnung wird zentral durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst.

Um 11:45 Uhr erfolgt eine Entwarnung. Zusätzlich erfolgt auf dem WhatsApp-Kanal „Sicher im Landkreis München“ eine kurze Warnung sowie Entwarnung.

In den Gemeinden Aschheim (inkl. Ortsteil Dornach), Aying (inkl. Ortsteile Dürrnhaar und Großhelfendorf), Garching (inkl. Ortsteile Dirnismaning und Hochbrück), Feldkirchen, Straßlach-Dingharting (inkl. Ortsteil Großdingharting), Neubiberg, Neuried, Ottobrunn, Pullach, Taufkirchen und Unterföhring werden Katastrophenschutzsirenen ausgelöst. Darüber hinaus kommen in Neuried und in Unterschleißheim mobile Sirenen zum Einsatz.

Die Sirenen ertönten eine Minute lang mit einem an- und abschwellenden Heulton. Dieser signalisiert im Ernstfall eine akute Gefahr für die öffentliche Sicherheit und fordert die Bevölkerung auf, Rundfunkdurchsagen zu beachten. Die Sirenen-Warntöne für Warnung und Entwarnung können auf der Website des BBK angehört werden: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Sirenen/sirenen_node.html

Warn-Apps: Standortfunktionen aktivieren

Warn-Apps wie NINA, KATWARN und BIWAPP ermöglichen eine schnelle und großflächige Warnung. Damit die Warnung möglichst schnell auf dem eigenen Gerät ankommt, ist es wichtig, Push-Nachrichten für die Warnapp zu erlauben.

Um jederzeit und an jedem Ort über Warnungen informiert werden zu können, sollten in den Apps zudem unbedingt standortbezogene Warnungen aktiviert sein. In KATWARN nennt sich dies „Schutzengel-Funktion“, bei NINA „aktueller Standort“ und BIWAPP bietet dafür die „Wächter-Funktion“. So bleibt man auch außerhalb des Wohn- oder Arbeitsorts immer über alle Gefahren informiert.

Damit Cell Broadcast auf dem Gerät empfangen werden kann, sollte geprüft werden, ob das Betriebssystem auf dem neuesten Stand ist, außerdem unterstützen nicht alle älteren Smartphones diese Funktion. Außerdem muss der Empfang von Testwarnungen in den jeweiligen Einstellungen des Mobiltelefons zugelassen werden.

Ziel des Warntags und Bürgerumfrage

Der bundesweite Warntag dient dazu, die Warn-Infrastruktur zu testen und mögliche Schwachstellen zu identifizieren. Gleichzeitig soll die Bevölkerung für den Umgang mit Gefahrenlagen sensibilisiert werden.

Im Anschluss an den Warntag sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, an einer Online-Umfrage des BBK teilzunehmen und ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen zu schildern. Die Umfrage wird am 10. September unter www.warntag-umfrage.de veröffentlicht. Mit ihrer Teilnahme tragen die Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Teil zur Weiterentwicklung des Warnsystems in Deutschland bei.

Ausführliche Informationen rund um den Warntag gibt es auch auf der Website des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter:

www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Bundesweiter-Warntag/bundesweiter-warntag_node.html

Quelle: Landratsamt München (Stand 02.09.2026)

Bild von Ad Adriaans auf Pixabay

Raubüberfall auf Kurierfahrer – rund 300 Mobiltelefone gestohlen

Maria Sabbas-Scouras

Aschheim: Ein Kurierfahrer ist am Dienstagabend auf dem Parkplatz Lohwald West an der A99 bei Aschheim überfallen worden. Die Täter erbeuteten rund 300 generalüberholte Mobiltelefone im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrags.

Der 35-jährige Fahrer war gegen 23 Uhr mit einem Kleintransporter auf dem Parkplatz unterwegs. Er transportierte im Auftrag eines Elektronikunternehmens mehrere hundert generalüberholte Mobiltelefone von Frankfurt am Main nach Italien. Während einer kurzen Pause verließ er den Transporter und wurde dabei unvermittelt von mehreren bislang unbekannten Männern angegriffen.

Einer der Täter sprach den Fahrer zunächst an. Anschließend wurde der 35-Jährige mit Pfefferspray besprüht und zu Boden gestoßen. Die Täter öffneten daraufhin den Transporter und entwendeten etwa 300 Mobiltelefone. Im Inneren des Fahrzeugs entstand zudem Sachschaden.

Nach bisherigen Erkenntnissen flüchteten die Männer anschließend mit einem schwarzen SUV, möglicherweise einem schwarzen Mercedes, in unbekannte Richtung. Der leicht verletzte Fahrer konnte mit Unterstützung eines unbeteiligten Zeugen die Polizei verständigen. Er wurde vor Ort vom Rettungsdienst behandelt.

Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb bislang ohne Erfolg. Die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat 21 des Polizeipräsidiums München übernommen.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei bittet insbesondere Personen, die am Dienstag, 18. August, gegen 23 Uhr auf dem Parkplatz Lohwald West unterwegs waren und verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Von Interesse sind vor allem Hinweise zu den Tatverdächtigen oder zu einem schwarzen SUV beziehungsweise Mercedes.

Einer der Männer wird als etwa 1,90 Meter groß beschrieben. Er hatte einen dunklen Bart und schwarze, schulterlange Haare und trug ein dunkles T-Shirt sowie eine weiße Baseballkappe. Der zweite Täter soll klein und schlank gewesen sein und einen grauen Kapuzenpullover getragen haben. Mindestens einer der Männer sprach Deutsch mit osteuropäischem Akzent.

Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, unter 089 2910-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 20.08.2026)

Bild von Franz P. Sauerteig auf Pixabay

Blaualgen im Heimstettener See nachgewiesen

Maria Sabbas-Scouras

Gesundheitsamt rät vom Baden ab – Für den Deininger Weiher bleibt das Badeverbot bestehen

Bei der routinemäßigen Überwachung der Badeseen im Landkreis München sind jetzt auch im Heimstettener See Anzeichen für eine vermehrte Blaualgenentwicklung aufgefallen. In der am Südufer entnommenen Wasserprobe konnten einzelne Cyanobakteriengattungen nachgewiesen werden.

Das Gesundheitsamt München Land rät daher bis auf Weiteres vom Baden im gesamten Heimstettener See ab. Es werden entsprechende Hinweisschilder am See platziert. Ein Badeverbot ist in Anbetracht der Gesamtsituation bei den derzeit nicht stark ausgeprägten visuellen Auffälligkeiten, dem aktuell nicht stark erhöhten Vorkommen von Blaualgen sowie der Wetterprognose für die nächsten Tage nicht angezeigt.

Eine Gesundheitsgefährdung für Menschen und Tiere kann dennoch nicht ausgeschlossen werden. Daher werden Gäste des Heimstettener Sees gebeten, die Warnung ernst zu nehmen und insbesondere auch auf Kinder zu achten.

Hunde und andere Tiere sollten ebenfalls vom Wasser ferngehalten werden und nicht aus dem See trinken oder darin baden. Das Gesundheitsamt wird die Entwicklung im Blick behalten und weitere Kontrollen durchführen.

Auf Badevergnügen im Deininger Weiher muss weiterhin verzichtet werden Aufgrund der immer noch sichtbaren Schlieren bzw. Algenteppiche und der weiterhin auffälligen Wasseranalysen, kann für den Deininger Weiher derzeit noch keine Entwarnung gegeben werden. Das Badeverbot bleibt daher noch bestehen. Das für die nächsten Tage vorausgesagte Wetter mit kühleren Temperaturen und Niederschlägen könnte sich positiv auf die Entwicklung auswirken.

Das Gesundheitsamt München Land kontrolliert den Deininger Weiher weiterhin engmaschig und informiert, sobald das Badeverbot wieder aufgehoben werden kann.

Was sind Blaualgen?

Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen genannt, sind Teil einer natürlichen Ökologie in Gewässern. Bei bestimmten Bedingungen können sich Cyanobakterien massenhaft vermehren. Diese Prozesse sind sehr dynamisch.

Die zuletzt vorherrschenden Wetterbedingungen mit anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen waren für eine Massenvermehrungen von Cyanobakterien äußerst günstig.

Cyanobakterien kommen insbesondere in Uferbereichen und Flachwasserzonen vor. Trübungen, eingeschränkte Sichttiefen, Schlieren oder „Algenteppiche“ können hierbei Hinweise auf eine Vermehrung von Cyanobakterien („Blaualgen“) geben. Manche Cyanobakterien-Arten sind nicht frei im Wasser vorhanden, sondern finden sich als Aufwuchs, z.B. an Wasserpflanzen, Treibholz und Steinen.

Die von einigen Gattungen produzierten Giftstoffe (Cyanotoxine) können bei Menschen und Tieren gesundheitliche Probleme verursachen. Insbesondere Kleinkinder und Tiere sind gefährdet, wenn sie beim Spielen bzw. beim Aufenthalt am Ufer bewachsene Wasserpflanzen, Steine oder Treibgut in den Mund nehmen bzw. belastetes Wasser schlucken und dadurch größere Mengen der Giftstoffe aufnehmen.

Mögliche Symptome beim Menschen sind beispielsweise Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Haut- und Schleimhautreizungen. Bei Tieren kann es zu tödlichen Vergiftungen kommen.

Bei grünlich oder rötlich trübem Wasser bzw. bei Vorkommen von schwimmenden bzw. aufwachsenden grünen oder roten Schichten sollten Hautkontakt bzw. das Verschlucken von Wasser unbedingt vermieden werden.

Hunde und andere Tiere sollten von betroffenen Gewässern ferngehalten werden und nicht daraus trinken oder darin baden.

Weiterführende Informationen zu Cyanobakterien gibt es auf der Website des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit:

www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasserhygiene/badeseen/cyanobakterien_blaualgen.htm.

Quelle: Landratsamt München (Stand 19.08.2026)

Vater und Tochter im Feringasee ertrunken? Besorgte Seniorin sorgt für Großeinsatz

Maria Sabbas-Scouras

Eine besorgte Münchnerin alarmiert am Samstag die Rettungskräfte, weil ihr Sohn und ihre Enkelin nach dem Schwimmen nicht zurückkehren. Während der großen Suche gibt es eine überraschende Wendung.
 
Vermutlich auch angesichts der vielen Ertrinkungsfälle der vergangenen Wochen wählte eine besorgte Seniorin am Samstagabend den Notruf. Ihr 46-jähriger Sohn und ihre 12-jährige Enkelin seien im Feringasee in Unterföhring (Landkreis München) schwimmen gegangen und seit längerer Zeit nicht zurückgekehrt.
Sofort rückten mehrere Streifen der Polizei sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht und Rettungsdienst zum Feringasee aus und leiteten umfangreiche Suchmaßnahmen ein, wie die Polizei mitteilt.
Großeinsatz am Feringasee – dann tauchen Vater und Tochter auf
Auch ein Rettungshubschrauber und mehrere Boote beteiligten sich an der Suche nach Vater und Tochter. Die 79-jährige Münchnerin gab an, dass die beiden bereits seit etwa einer halben bis einer Stunde verschwunden gewesen seien.
Nach weiteren rund 30 Minuten – noch während die Einsatzkräfte nach den beiden suchten – tauchten der 46-Jährige und seine Tochter schließlich wohlbehalten am Ufer auf. Sie seien lediglich länger schwimmen gewesen als geplant, erklärten sie den Einsatzkräften. Damit endete der Großeinsatz glücklicherweise glimpflich.
Vermehrt Ertrinkungsfälle diesen Sommer
Die Sorge der Seniorin ist angesichts der jüngsten Badeunfälle in München und der Region nachvollziehbar. Wie die AZ berichtete, kam es in den vergangenen Wochen mehrmals zu schweren Vorfällen an Badeseen. Zuletzt schwebte ein 23-Jähriger nach einem Badeunfall im Langwieder See in Lebensgefahr.
4000 Euro pro Stunde: Sucheinsätze kostspielig
Manche Rettungseinsätze stellen sich später als Fehlalarm heraus – dennoch müssen die Einsatzkräfte freilich jeder Vermutung eines möglichen Ertrinkungsfalls sofort nachgehen. Das ist nicht nur personell aufwendig: Wie die Polizei der AZ kürzlich mitteilte, kostet allein der Einsatz eines Polizeihubschraubers rund 4000 Euro pro Stunde.

Streit am Feringasee eskaliert – 70-Jähriger nach Bedrohung vorläufig festgenommen

Maria Sabbas-Scouras

Ein Badeausflug am Feringasee in Unterföhring endete am Samstagvormittag mit einem größeren Polizeieinsatz. Ein 70-jähriger Mann soll eine Badegästin sowie mehrere Helfer bedroht und beleidigt haben. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt.

Nach Angaben der Polizei befanden sich gegen 11.10 Uhr eine 28-jährige Frau aus dem Landkreis Oberallgäu und ein 70-jähriger Münchner zum Schwimmen im Feringasee. Aus bislang ungeklärter Ursache gerieten die beiden im Wasser in Streit. Dabei soll der ältere Mann die Frau nicht nur beleidigt, sondern auch bedroht haben.

Die 28-Jährige verließ daraufhin das Wasser und begab sich ans Ufer. Dort wurde sie von aufmerksamen Badegästen unterstützt. Doch auch diese gerieten ins Visier des 70-Jährigen: Nach Polizeiangaben bedrohte er die Helfer mit einem Stein, den er aus dem See aufgenommen hatte.

Mehrere Zeugen verständigten daraufhin über den Notruf die Polizei. Als der Mann die heranrückenden Einsatzkräfte bemerkte, schwamm er zu mehreren Bojen in der Mitte des Sees. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich daraus ein Wassernotfall entwickeln könnte, wurde vorsorglich die Wasserwacht Unterföhring mit einem Rettungsboot alarmiert.

Gemeinsam mit Polizeibeamten fuhr die Wasserwacht zu dem Mann hinaus. Ein medizinischer Notfall bestätigte sich glücklicherweise nicht. Der 70-Jährige ließ sich auf das Boot bringen und wurde vorläufig festgenommen.

Bei der anschließenden Überprüfung fanden die Beamten an seinem Fahrrad zudem eine Hiebwaffe. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen Bedrohung, Beleidigung sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen hat die Münchner Kriminalpolizei übernommen.

Quelle: Polizeipräsidium München (Stand 02.08.2026)

Bild: Pixabay

Geänderte Verkehrsführung am Föhringer Ring

Maria Sabbas-Scouras

Verkehrseinschränkungen vom 24. Juli 2026 bis voraussichtlich 28. April 2028

Wegen umfangreicher Kanalneubauten im Auftrag der Münchner Stadtentwässerung (MSE) kommt es auf der Staatsstraße 2088 (Föhringer Ring) ab Ende Juli 2026 zu Anpassungen im Verkehrsablauf. Betroffen ist der Streckenabschnitt von östlich der Brücke der M 13 (Münchner Straße) bis westlich der Abfahrt zur Staatsstraße 2340. Für die Arbeiten, die größtenteils unterirdisch mittels Rohrvortrieb durchgeführt werden, sind auf der bestehenden Fahrbahn sowie in den angrenzenden Grünflächen große Baugruben erforderlich.

Die geänderte Verkehrsführung beginnt am Freitag, 24. Juli 2026, und dauert voraussichtlich bis zum 28. April 2028 an. Während der gesamten Bauzeit wird die Fahrbahn auf eine nach Süden verschwenkte Behelfsfahrbahn verlegt. Die Anzahl der Fahrspuren bleibt dabei erhalten.

Der Abfahrtsast von der Münchner Straße auf den Föhringer Ring in Fahrtrichtung Osten wird verkürzt; der Verkehr wird dort über eine STOP-Stelle an den Föhringer Ring angebunden. Vollsperrungen oder Umleitungen sind nicht erforderlich.

Quelle: Landratsamt München (Stand 22.07.2026)