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LANDKREIS und MÜNCHENER NORDEN

Für mehr Chancengleichheit in der Bildung

Maria Sabbas-Scouras

Kreistag spricht sich für erweitertes Berufsschulangebot und die Weiterentwicklung des Pilotprojektes „Integrationshelfer an der inklusiven Schule“ aus

Der Landkreis München bietet beste Bildungschancen. Am gestrigen Montag, 18. Juli, hat der Kreistag mehrere Beschlüsse gefasst, die diese Aussage noch weiter unterstreichen.
Der Landkreis München ist mit einer großen Bandbreite an Schulen ausgestattet; neue Bildungseinrichtungen kommen kontinuierlich hinzu, bestehende werden nach den neuesten Standards ausgebaut. Doch auch im Landkreis München gibt es Schülerinnen und Schüler, auf die das Angebot noch nicht passgenau zugeschnitten ist: zum einen junge Menschen, die nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen – insbesondere junge Asylsuchende –, und zum anderen Kinder und Jugendliche mit einer seelischen oder drohenden seelischen Behinderung, denen es schwerfällt am Regelunterricht teilzunehmen. Um deren Situation weiter zu verbessern, hat der Kreistag nun entsprechende Beschlüsse gefasst.
 

1.000 berufsschulpflichtige Asylbewerber

Die Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen an Grund- und Mittelschulen sind gut. Meist gibt es so genannte Übergangsklassen, in denen vor allem Flüchtlingskinder so lange unterrichtet werden, bis sie in der Lage sind, dem regulären Unterricht zu folgen. An zwei Realschulen im Landkreis gibt es darüber hinaus so genannte SPRINT-Klassen mit intensivierter Sprachförderung. Schwerer haben es jedoch diejenigen Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren, die berufsschulpflichtig sind. Viele von ihnen können aufgrund mangelnder Kenntnis der deutschen Sprache dem Unterricht in regulären Berufsschulklassen nicht folgen.
Für diese Schülerinnen und Schüler sieht das Kultusministerium ein zweijähriges Beschulungsmodell vor, die sogenannten Berufsintegrationsklassen. Sie bestehen aus einer Vorklasse zur Berufsintegrationsklasse und der eigentlichen Berufsintegrationsklasse. Rund 20 Schüler sollen jeweils eine Klasse besuchen. Bei den 1.000 für den Landkreis München angenommenen berufsschulpflichtigen Jugendlichen würde dies einen Bedarf an 50 Klassen bedeuten. Stand heute können im Landkreis München für das Schuljahr 2016/2017 verteilt auf die Berufsschule München Land, das Heiner-Janik-Haus (Jugendbegegnungsstätte am Tower) in Oberschleißheim sowie die FOS/BOS Unterschleißheim insgesamt jedoch nur elf Berufsintegrationsklassen und Vorklassen eingerichtet werden. Voraussichtlich zwei bis drei solcher Klassen können in benachbarten Landkreisen von Schülern aus dem Landkreis München besucht werden. Damit könnten aber erst 260 bis 280 berufsschulpflichtige Jugendliche beschult werden.

Kooperation mit Landkreis Ebersberg angedacht
Um hier schnelle Abhilfe zu schaffen, ermächtigte der Kreistag den Landrat, schnellstmöglich Räumlichkeiten für Berufsintegrationsklassen sowie für Sprachkurse anzumieten, gegebenenfalls auch zu kaufen oder zu errichten. Gleichzeitig hat das Kultusministerium eine mögliche neue gemeinsame Berufsschule der Landkreise München und Ebersberg ins Spiel gebracht. Auch hier sollen die entsprechenden Möglichkeiten ausgelotet werden. Sollten die Verhandlungen erfolgversprechend verlaufen, könnten schon bald Vorläuferklassen gebildet werden, die Voraussetzung für eine neue Schule wären.
„Unser oberstes Ziel muss sein, die jugendlichen Flüchtlinge möglichst schnell an die Berufsschulfähigkeit heranzuführen“, so Landrat Christoph Göbel in der gestrigen Sitzung. Dies sei ein entscheidender Beitrag zur Integration. Wenn dabei gleichzeitig ein weiteres Bildungsangebot für alle Kinder und Jugendlichen geschaffen werden könnte, ist dies ein Gewinn für alle - nicht nur mit Blick auf die Integration der Flüchtlingskinder, sondern auch für die Bildungschancen der einheimischen Bevölkerung, die nicht ins Hintertreffen geraten dürften.


Qualitätsstandards für Integrationshelfer festgelegt

Vor drei Jahren startete der Landkreis mit dem Pilotprojekt „Integrationshelfer an der inklusiven Schule“, das Kindern mit einer seelischen oder drohenden seelischen Behinderung nicht nur ermöglichen soll, am Regelunterricht teilzunehmen, sondern sich auch bestmöglich in den Klassenverband zu integrieren. Darüber hinaus will man ihre Eigenständigkeit und ihre Potenziale fördern. Aktuell werden 28 Schülerinnen und Schüler an Grund- und Mittelschulen von Integrationshelfern begleitet. Im Rahmen der Pilotphase, die auch wissenschaftlich begleitet wurde, wurden Qualitätsstandards erarbeitet und vorerst für die Grund- und Mittelschulen des Landkreises festgelegt Diese sollen in Kooperation mit weiterführenden Schulen einzelfallbezogen auch auf diese ausgeweitet werden.
Das bislang von Kreisjugendamt, dem Staatlichen Schulamt und der Arbeiterwohlfahrt getragene Projekt wird nun auch auf andere Träger ausgeweitet. Auch für diese gelten künftig die erarbeiteten Qualitätsstandards. Der Kreistag sprach sich dafür aus, neben einer trägerübergreifenden Fachkraft in Form einer 50%-Stelle zur weiteren Umsetzung des Konzeptes eine neue Vollzeitstelle im Kreisjugendamt zu schaffen. Zudem sollen jährlich 20.000 Euro für Supervisionen und Fortbildungen bereitgestellt und auch die wissenschaftliche Begleitung um weitere zwei Jahre verlängert werden.

Projekt „Klosterwald Maria Eich“ erhält Bayerischen Biodiversitätspreis Umweltministerin Ulrike Scharf überreicht Preis im Schloss Aufhausen bei Erding

Maria Sabbas-Scouras

Die „Allianz zum Schutz des Klosterwaldes Maria Eich“ ist einer von sechs Preisträgern des Bayerischen Biodiversitätspreises 2016, der am Freitag, 15. Juli, von der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf im Schloss Aufhausen bei Erding verliehen wurde. Mit der Überreichung des 2. Preises würdigt der Bayerische Naturschutzfonds das Engagement einer besonderen Allianz zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Waldgebiets um die Wallfahrtsstätte Maria Eich bei Planegg im Landkreis München.
Juwel vor den Toren der Stadt
Als im Jahr 2014 das Bau- und Umweltamt der Gemeinde Planegg die untere Naturschutzbehörde bat, das kleine Waldgebiet vor den Toren der Landeshauptstadt München einmal näher in Augenschein zu nehmen, rechnete wegen der geringen Flächengröße niemand mit derartig spektakulären Ergebnissen. Das der Eichen-Haibuchen-Waldrest mit seinen rund 50 mächtigen, mehr als 250 Jahre alten Eichen aber etwas Besonderes sein muss, war schon nach der ersten Ortseinsicht klar. Die mit Zustimmung der Grundeigentümer und Bewirtschafter vom Landkreis München finanzierten Untersuchungen im Folgejahr übertrafen die Erwartungen indes bei Weitem. Rund 240 Holzkäferarten konnten in nur einer Untersuchungssaison nachgewiesen werden, darunter 88 Arten der Roten Listen. Was aber für Aufsehen sorgte, war der Nachweis von acht Urwaldreliktarten, also Arten, die nur in sehr alten und besonders totholzreichen Wäldern vorkommen. Neben den Käfern konnten neun Fledermausarten und eine Vielzahl an Vogelarten nachgewiesen werden. Pilze, Flechten und Moose, die ebenfalls interessante Funde erwarten lassen, wurden bislang noch gar nicht untersucht.
Gemeinsam für den Erfolg
Nicht zuletzt aufgrund der beeindruckenden Untersuchungsergebnisse haben sich die Bayerischen Staatsforsten – Forstbetrieb München, die Gemeinde Planegg und der Landkreis München auf staatlicher sowie das Erzbistum München und Freising und das Augustiner-Kloster Maria Eich auf kirchlicher Seite zu einer besondere Allianz zusammengefunden. Erklärtes Ziel der Kooperationspartner ist es, den kulturhistorisch bedeutsamen Waldrest um die Wallfahrtsstätte mit seiner jahrhundertealten Biotoptradition mit seinem außergewöhnlichen Artenreichtum „über die Zeit“ zu bewahren.
Zonen- und Lenkungskonzept für die Zukunft
Auf Basis der Kartierungsergebnisse und Empfehlungen der Biologen, wurde von der unteren Naturschutzbehörde ein dynamisches Pflege- und Entwicklungskonzept erarbeitet und eng mit den Partnern abgestimmt. Es sieht unter anderem vor, Methusalem- und Alt-Bäume bis zum natürlichen Zerfall zu erhalten. Vor allem die Alt-Eichen sind vielfach von konkurrierenden Bäumen stark bedrängt. Um zu verhindern, dass sie wegen Lichtmangels absterben, sollen sie behutsam frei gestellt werden.
Damit die gesteckten Ziele erreicht werden können, haben die Grundeigentümer eine Fläche von rund 40 Hektar zur Verfügung gestellt. Sie wurde in vier Zonen aufgeteilt. Neben der vier Hektar großen Kernzone um das Kloster Maria Eich, sollen drei weitere Zonen so entwickelt werden, dass sie nach und nach die Funktionen der Kernzone übernehmen können. Dazu werden bereits jetzt Eichen nachgepflanzt und jüngere Bäume besonders gepflegt, damit sie nach dem Zerfall der Baum-Veteranen als neue Lebensräume für die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten dienen können.
Um die hohe Qualität des Klosterwaldes dauerhaft zu erhalten und eine möglichst störungsarme Entwicklung zu gewährleisten, soll auch die Nutzung durch Erholungsuchende, Wallfahrer und Besucher besser gelenkt werden. Infotafeln werden die Bedeutung des Gebiets erläutern, zudem soll es im Herbst spezielle Führungen für die Besucher des Waldes geben.
Bayerischer Biodiversitätspreis
Der Bayerische Biodiversitätspreis wird alle zwei Jahre vom Bayerischen Naturschutzfonds verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. In diesem Jahr haben sich 31 Personen und Institutionen unter dem Motto „Lebensraum Baum“ um den Preis beworben. Sechs Projekte und Personen wurden gewürdigt. Der mit 7.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an die ARGE Schwäbisches Donaumoos e.V. für das Projekt "20 Jahre Kopfweidenpflege im schwäbischen Donaumoos“. Der 2. Preis wurde an drei Preisträger vergeben, darunter die „Allianz zum Schutz des Klosterwaldes Maria Eich“ aus dem Landkreis München. Die mit dem 2. Preis ausgezeichneten Personen und Projekte erhielten ein Preisgeld von je 2.000 Euro. Zudem wurden zwei mit je 1.000 Euro dotierte Sonderpreise vergeben.
Weitere Informationen zur Preisverleihung finden Sie unter http://www.naturvielfalt.bayern.de/biodiversitaetspreis/2016.htm.

Preisträger (v. l. n. r.) : Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, Wilhelm Seerieder, Forstdirektor Nikolaus Meindl, Erzbischöfliche Finanzkammer, Bruder D…

Preisträger (v. l. n. r.) : Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, Wilhelm Seerieder, Forstdirektor Nikolaus Meindl, Erzbischöfliche Finanzkammer, Bruder Dr. Christian Rentsch vom Augustinerkloster Maria-Eich und Michael Wagner vom Sachgebiet „Naturschutz, Forstrecht und Landwirtschaftsrecht“ des Landratsamtes München.

Nach der EM ist vor der EM - Lust auf Fußball in den Sommerferien?

Maria Sabbas-Scouras

Die Sommerferien sind für junge Fußballer oft eine harte Zeit. Zwar beschert sie ihnen schulfreie Wochen, doch die Vereine fahren ihren Trainingsbetrieb oft auf ein Minimum herunter und die Bundesliga befindet sich in der Sommerpause.

 

Dennoch müssen gerade die Torhüter auch in diesen Sommerferien nicht auf ihren Lieblingssport verzichten, denn in den kommenden Wochen finden zahlreiche Camps nur für junge Torleute statt.

 

Denn kaum ertönt im alten Schuljahr der Abpfiff, schon lädt die "Torwartschule Dachau-Freising“ zu folgenden Camps ein: Diese finden beim TSV Grasbrunn (01./02.08.16), beim FC Neufahrn (06./07.08.16), beim ASV Dachau (08./09.08.16) und TSV Moosburg (21./22.08.16) statt. 

 

Die jungen Torhüter/-innen erwartet bei den Camps ein Umfeld, in dem sie sich leistungsmäßig wiederfinden: Erfahrene Keeper stellen sich dabei in eigenen Trainingsgruppen ihren ganz persönlichen Herausforderungen und auch der unerfahrene Anfänger nimmt reichlich Fachwissen mit in seinen Heimatverein.

Anmeldungen sind ab sofort unter www.kindertorwartschule.de möglich.

Wie bei allen Veranstaltungen der Torwartschule sind Mädchen natürlich immer sehr willkommen.

Jörg Scharnweber
Torwartschule Dachau-Freising

Fon: 08133 - 939 507
Fax: 08133 - 760 882 89
Mobil: 0173 - 67 68 501

E-Mail: info@torwartschule-dachau-freising.de
www.torwartschule-dachau-freising.de

www.kindertorwartschule.de

 

Landkreis startet Bewerbungsverfahren für den Betrieb von Familienstützpunkten

Maria Sabbas-Scouras

Interessierte Träger und Einrichtungen können sich ab sofort bewerben / Eröffnung von sechs Stützpunkten bis Ende 2017 geplant

Anfang 2016 hat die Koordinierungsstelle „Familienbildung und Familienstützpunkte“ in einer umfassenden Bestands- und Bedarfsanalyse vorhandene Angebote und Einrichtungen für Familien im Landkreis erfasst und Wünsche und Bedarfe für ein familienfreundliches Leben im Landkreis ermittelt. In den vergangenen Monaten haben die Verantwortlichen daraus ein Konzept zur Weiterentwicklung der Familienbildung im Landkreis erarbeitet. Jetzt laufen die Ausschreibungen für zunächst sechs Stützpunkte. Diese sollen bis Ende kommenden Jahres eröffnen.
Im Juni wurden die detaillierten Unterlagen zum Bewerbungsverfahren an potenzielle Betreiber verschickt. Einen Monat lang, bis 31. Juli 2016, haben interessierte Träger und Einrichtungen jetzt Zeit, ihre Bewerbung für Aufbau und Betrieb eines Familienstützpunktes im Landkreis einzureichen. Bewerben können sich alle Einrichtungen der Eltern- und Familienbildung nach §16 SGB VIII, die sich in Trägerschaft der öffentlichen oder der freien Jugendhilfe befinden. Dies können insbesondere Familienbildungsstätten oder Mütter- und Familienzentren sein. Familienstützpunkte können aber auch an anderen Orten der Familienbildung, wie Erziehungsberatungsstellen, Kindertageseinrichtungen oder Mehrgenerationenhäusern, angegliedert werden. In begründeten Einzelfällen kann auch eine Gemeinde oder ein Gemeindeverbund Familienstützpunkt werden.
Interessierte Einrichtungen können sich unter Vorlage u. a. einer Kurzdarstellung der trägereigenen Konzeption, der Darstellung der räumlichen Gegebenheiten und der bereits existierenden familienbildenden Angebote sowie einem Kurzkonzept für einen innovativen Familienstützpunkt bei der Koordinierungsstelle „Familienbildung und Familienstützpunkte“ des Landratsamtes München bewerben.


Eine detaillierte Leistungsbeschreibung, weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie die Bewerbungsunterlagen erhalten Interessierte bei der Koordinatorin kommunaler Familienbildung und Familienstützpunkte, Alexandra Müller, unter der Telefonnummer 089/6221-1169 oder per E-Mail unter alexandra.mueller@lra-m.bayern.de.

 

Bewerbungen sind bis 31.07.2016 schriftlich per Bewerbungsformular oder per E-Mail an die Koordinierungsstelle zur strukturellen Weiterentwicklung kommunaler Familienbildung und Familienstützpunkte zu senden an:
Landratsamt München
Sachgebiet 2.1 – Kreisjugendamt -
Frau Alexandra Müller
Mariahilfplatz 17
81541 München

Jugendbegegnungsstätte am Tower unter neuem Namen „Leuchtturm“ des Landkreises nach Altlandrat Heiner Janik benannt

Maria Sabbas-Scouras

Er war der Initiator, Ideengeber und unermüdliche Fürsprecher dessen, was heute als Leuchtturmprojekt des Landkreises in Sachen Jugendarbeit gilt: der Internationalen Jugendbegegnungsstätte am Tower in Oberschleißheim, die seit gestern den Namen von Altlandrat Heiner Janik trägt. Am 7. Juli erhielt die Einrichtung im Beisein von Janiks Ehefrau Gisela, seinem Sohn Patrick sowie zahlreicher Ehrengäste den Namen „Heiner Janik Haus“.
„Unmöglich Scheinendes möglich machen“, das war die große Gabe des 2015 verstorbenen Heiner Janik, betonte Landrat Christoph Göbel in seiner Ansprache. Getragen von der Freundschaft zu den beiden polnischen Partnerlandkreises Krakau und Wieliczka, deren Landräte und Kreistagspräsidenten es sich nicht nehmen ließen, zum Festakt nach München zu kommen, entwickelte er die Vision, dem Zusammenwachsen und Aussöhnen zwischen Deutschland und Polen ein festes Zuhause geben zu müssen. „Es sollte ein „Internationales Jugendhaus der Verständigung“ entstehen.“
Das „schier Unmögliche“ an diesem Projekt lag an dem historisch sehr besonderen Gelände, auf dem die Begegnungsstätte für Jugendliche aus der ganzen Welt entstehen sollte. Denn die Ost- und Westpreußenstiftung in Bayern e.V., die Vorbesitzerin des Grundstückes, pflegt dort eine heute in Teilen noch bestehende Mahnmalanlage, die an die Opfer von Flucht und Vertreibung erinnert. Heiner Janik legte es in die Hände einer unabhängigen Mahnmalkommission, über den Umgang und die künftige bauliche Gestaltung der Anlage nachzudenken. Gut geheißen wurden deren Vorschläge von einem, dann schon von seiner Nachfolgerin Johanna Rumschöttel einberufenen Kuratorium, das großteils aus hochkarätigen polnischen und deutschen Historikern bestand.
Bildungsarbeit auf hohem Niveau
Seit Anfang 2010 betreibt der Kreisjugendring München-Land in der Begegnungsstätte höchst erfolgreich Bildungsarbeit mit Jugendlichen aus aller Welt. In jüngster Zeit wurden dort auch jugendliche Asylbewerber, die ohne Angehörige nach Deutschland gekommen sind, beherbergt. Und schon im vergangenen Jahr startete ein Projekt, das die jungen Flüchtlinge zu einer Berufsausbildung befähigen soll. Dieses Projekt wird im kommenden Schuljahr zum so genannten „Future Campus“ ausgebaut. Hier können dann bis zu 80 Jugendliche einen Hauptschulabschluss machen. Das Nebeneinander der jungen Flüchtlinge und der jugendlichen Besucher, die für politische und kulturelle Bildungsangebote aus vielen Ländern nach Oberschleißheim kommen, ist für beide Seiten eine wertvolle Erfahrung. „Wie aktuell das Thema Flucht und Vertreibung heute abermals geworden ist, konnte am Beginn der Entstehungsgeschichte der Jugendbegegnungsstätte keiner ahnen“, stellte Landrat Göbel in seiner Rede fest.

Jan Museler, Vorsitzender des Kreisjugendringes München-Land, betonte dann auch in seinem Grußwort, dass die Einrichtung mit seinem offenen Konzept und den Werkstätten, in denen professionell gearbeitet werden kann, deutschlandweit wohl einmalig sei. Er dankte stellvertretend der Familie Heiner Janiks für dessen großartiges Engagement.
Der amtierende polnische Generalkonsul Andrzej Osiak erinnerte an den Beginn der von Janik initiierten Partnerschaften zu den Landkreisen Krakau und Wieliczka. Janik habe den vor nun genau 25 Jahren geschlossenen deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag mit Leben erfüllt, und auch seine beiden Nachfolger haben dieses Engagement fortgesetzt. Osiak betonte, wie wichtig die Erfahrungen seien, die man in seiner Jugend mache. „Sie prägen uns das ganze Leben“. Daher empfände er die Benennung der Begegnungsstätte nach ihrem Initiator Heiner Janik nicht nur als würdig, sondern sehe sie auch als wegweisend und sinnstiftend für die Zukunft des Hauses.
„Er wollte einen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas leisten“
Für die Familie des verstorbenen Altlandrates dankte Sohn Patrick Janik den Vertretern des Kreistages, die über die Benennung entschieden hatten, herzlich für die Initiative. Er unterstrich in sehr persönlichen Worten noch einmal, welch Herzensangelegenheit seinem Vater das Zusammenwachsen des geteilten Europas nach dem Fall des Eisernen Vorhanges gewesen sei.
Gemeinsam mit Ehefrau Gisela Janik enthüllte Landrat Christoph Göbel schließlich die Benennungstafel für das „Heiner Janik Haus“, die künftig in der Eingangshalle der Begegnungsstätte in mehreren Sprachen und zusammen mit einem Foto die Erinnerung an ihren Initiator aufrechterhalten wird.
Nach dem offiziellen Teil genossen die Festgäste den lauen Sommerabend bei einem kleinen Imbiss auf der Terrasse des „Heiner Janik Hauses“. Im Nachhinein hätte der eine oder andere, der sich rechtzeitig zu Beginn des EM-Halbfinales nach Hause verabschiedet hatte, den Abend wohl lieber ganz in Oberschleißheim verbracht.

 

Präsentierten den neuen Schriftzug: Generalkonsul Andrzej Osiak, Patrick Janik, Gisela Janik und Landrat Christoph Göbel.

Präsentierten den neuen Schriftzug: Generalkonsul Andrzej Osiak, Patrick Janik, Gisela Janik und Landrat Christoph Göbel.

Leuchtturmprojekt des Landkreises in Sachen Jugendarbeit: Die internationale Jugendbegegnungsstätte am Tower in Oberschleißheim.

Leuchtturmprojekt des Landkreises in Sachen Jugendarbeit: Die internationale Jugendbegegnungsstätte am Tower in Oberschleißheim.

Sommer Zeit ist Sinnflut Zeit

Maria Sabbas-Scouras

Vom 22.07. - 31.07.2016 verwandelt sich der Volksfestplatz Erding wieder in eine Plattform der vielseitigen Unterhaltung und eine Menge Spaß für alle Sinne – Livemusik, Tanz, Kunst und verschiedene Aktionen, bezaubernde Buden und gemütliches Biergartenflair für Groß und Klein.

Neben den diesjährigen Hauptacts Michael Mittermeier am 24.07. um 20:00 Uhr , Kaya Yanar am 29.07. um 20:00 Uhr und Martina Schwarzmann (bereits ausverkauft) gibt es auch heuer wieder ein reichhaltiges „Umsonst & Draußen-Programm“, unter anderem mit diesen Highlights:

 

  • Sa. 23.07. MusicWorld-Bühne 21:00 Uhr: Mezcla Brava ist kein gewöhnliches Salsa-Orchester. Sie präsentieren dem Publikum ein breites Repertoire aus der Welt der Salsa, des Latin Jazz und der karibischen Musik. Der musikalische Schwerpunkt liegt in den Rhythmen der Salsa. Mezcla Brava hat auch Stücke aus der afroperuanischen und kolumbianischen Folklore in seinem Programm, dazu gehören Rhythmen wie Festejos oder Cumbias. Für feinsinnigere Ohren hat das Ensemble eine Fülle an Boleros, Cha Cha Cha´s, Guajiras und Bachatas anzubieten.

 

  • Mi. 27.07. MusicWorld-Bühne 21:00 Uhr: Die Latin Funk Factory, eine 8-köpfige Band bringt ein abwechslungsreiches Programm aus fetzigen Sücken der Jazz-, Pop- und Latinomusik auf die Bühne und macht von Anfang an mit immenser Spielfreude klar, warum man in der heutigen Zeit trotz aller Widrigkeiten mit einer so großen Formation arbeitet.

 

  • Do. 28.07. Raiffeisenbühne 21:30 Uhr: Dirty Honkers

Der Hip Hop Produzent Gad Hinkis (Israel) und die zwei Saxophonisten Andrea Roberts (Kanada) sowie Florent Mannant (Frankreich) verbinden clubtaugliche Electro Beats mit live Swing und fettem Big Band Arrangements, garniert mit Rap und sexy Vocals. Mit Ihrem explosiven Sound haben es die Dirty Honkers schon auf mehrere Electro-Swing Compilations in Deutchland, Frankreich, Japan und sogar China geschafft. Trotzdem bleiben Sie in erster Linie eine Live-Band und überraschen immer wieder mit deftigen Showeinlagen und musikalischen Grenzüberschreitungen.

 

·        Sa. 30.07. Raiffeisenbühne 21:30 Uhr: Kim Azas & Friends

Ihren Musikstil nennt die Band „African Reggae.“ Das ist frischer, mitreißender, tanzbarer Reggae Sound, der beeinflusst ist von traditionellen Rhythmen Westafrikas. Die Texte der Songs sind sozialkritisch, sie beschreiben Lebensgeschichten voller Sehnsucht, Hoffnung und Stolz.

Die Presse nennt ihn „… einen Wanderer zwischen den Kulturen, dem es gelingt, etwas von der Seele Afrikas spüren zu lassen…“

 

 

Karten für die Hauptacts Michael Mittermeier(24.07.2016, 20:00 Uhr) und Kaya Yanar (29.07.2016, 20:00 Uhr) in der Sinnflut Arena (Eissporthalle) gibt es hier:

 

  • MusicWorld Erding (Tel. 08122-84081)
  • Reisebüro Hagl, Dorfen (Tel. 08081-954378)
  • KulturPunkt Isen (Tel. 08083-908929)
  • Tui Travel Star, Markt Schwaben (Tel. (08121 – 93360)
  • Sinnflut Onlineshop unterwww.sinnflut.biz

·        Alle VVK-Stellen mit Eventim-Anschluss NUR für Kaya Yanar

 

Der Termin von Martina Schwarzmann ist bereits ausverkauft.

 

Weitere Infos gibt es unter: www.sinnflut.biz

„Das Leben ist grau genug, drum male ich die Bilder bunt“ - Ausstellung „Freiraum“ eröffnet im Landratsamt

Maria Sabbas-Scouras

Farbenprächtige Gemälde, hübsch verzierte Gefäße und zahlreiche andere Kunsthandwerksarbeiten schmücken derzeit das Landratsamt am Mariahilfplatz. Alle Werke stammen aus den kreativen Köpfen und Händen der Bewohner des Hauses St. Benno in Oberschleißheim. Zur Vernissage am Mittwochabend kamen zahlreiche Besucher, um sich bei beschwingter Musik des Duos „Souvenirs“ einen Eindruck von den Arbeiten zu machen.
Entstanden sind die ausgestellten Werke allesamt im Rahmen des kunsttherapeutischen Angebots des Hauses St. Benno. Die Künstler sind die Bewohner des Hauses, ältere wohnungslose Menschen mit erheblichen sozialen Schwierigkeiten sowie psychischen und/oder multiplen körperlichen Erkrankungen. Mit dem kreativen Arbeiten in der Kunsttherapie steigern sie ihre Konzentration, fördern die Motorik, erhöhen die Wahrnehmung und können gleichzeitig persönliche Anliegen verarbeiten.
Landrat Christoph Göbel freute sich sehr, dass auch einige Künstler am Mittwochabend den Weg ins Foyer des Landratsamtes gefunden hatten. „Eine Ausstellung ist immer auch der Ausdruck des künstlerischen Lebens im Landkreis“, so Göbel. Umso schöner sei es, diesem außergewöhnlichen Projekt eine Plattform im Landratsamt bieten zu können – und das, „obwohl das Landratsamt nicht unbedingt mit dem Begriff „Freiraum“ in Verbindung gebracht wird“, wie Göbel augenzwinkernd bemerkte. Göbel dankte den Mitarbeitern des Hauses St. Benno und dem Katholischen Männerfürsorgeverein München e. V. (KMFV) für ihr Engagement und ihre wertvolle Arbeit und zollte den Künstlern Respekt für ihre Werke.
Dankesworte an die Ausstellenden gab es auch von KMFV-Vorstand Ludwig Mittermeier. „Danke, dass Sie den Mut haben, Ihre Bilder hier auszustellen und so der Öffentlichkeit zu zeigen, wie Sie die Freiräume nutzen. „Freiraum“ bedeute ja laut Definition „die Freiheit, die eine Person oder eine Gruppe zur Entwicklung, Definition und Entfaltung ihrer Identität und Kreativität benötigt“, so Mittermeier. Diese Freiräume würde das Haus St. Benno seinen Bewohnern bieten und so die Entstehung solcher Werke wie der nun ausgestellten fördern, erklärte der KMFV-Vorstand.
Über ihre Arbeit mit den Bewohnern sprach schließlich die Kunsttherapeutin Inge Jakobsen, die seit 2011 im Haus St. Benno arbeitet. Viele Kunstwerke entstünden nicht nur in der offenen Werkstatt des Hauses, sondern auch in den jeweiligen Zimmern der Bewohner. Der Ansatz der Kunsttherapie sei es, mit dem kreativen Potenzial der Bewohner zu arbeiten. Oft entstünden Gemälde aus langen Unterhaltungen heraus. Mit der Zeit habe jeder Teilnehmer seinen eigenen Stil entwickelt. Ölgemälde auf Leinwand finden sich in der Ausstellung deshalb ebenso wie Keramikarbeiten oder Aquarelle. Eines ist aber allen Ausstellungsstücken gleich: Sie spiegeln die Gedanken, Gefühle und Universen ihrer Schöpfer wider. Wie eindrücklich diese sein können, zeigt ein einfaches Zitat eines der Künstler, das Inge Jakobsen vorlas: „Das Leben ist grau genug – darum male ich die Bilder bunt.“
Die Ausstellung ist noch bis 26. August 2016 wochentags von 8.00 bis 12.00 Uhr, donnerstags auch von 14.00 bis 17.30 Uhr, in den verschiedenen Stockwerken des Gebäudeteils A zu sehen.

Kreative und begabte Künstler: die Bewohner des Hauses St. Benno in Oberschleißheim mit Kunsttherapeutin Inge Jakobsen, KMFV-Vorstand Ludwig Mittermeier (Mitte hinten) sowie Landrat Christoph Göbel (Zweiter von rechts).

Kreative und begabte Künstler: die Bewohner des Hauses St. Benno in Oberschleißheim mit Kunsttherapeutin Inge Jakobsen, KMFV-Vorstand Ludwig Mittermeier (Mitte hinten) sowie Landrat Christoph Göbel (Zweiter von rechts).

Zahlreiche farbenfrohe Gemälde und Kunsthandwerksarbeiten der Bewohner von St. Benno zieren die verschiedenen Stockwerke im Gebäudeteil A des Landratsamtes am Mariahilfplatz.

Zahlreiche farbenfrohe Gemälde und Kunsthandwerksarbeiten der Bewohner von St. Benno zieren die verschiedenen Stockwerke im Gebäudeteil A des Landratsamtes am Mariahilfplatz.