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GARCHING

Garching und das Nadelöhr

Maria Sabbas-Scouras

Seit 2011 verkauft die EWG Energie-Wende-Garching Wärme an ihre Kunden. Nun sucht sie einen Weg für ihre Fernwärmeleitungen, die das Garchinger Neubaugebiet „Kommunikationszone“ mit tiefengeothermischer Wärme am nördlichen Stadtrand versorgen sollen.

In dem der Stadt vorgestellten Konzept könnte der zukünftige Stadtteil über den Rücklauf des bereits genutzten Thermalwassers versorgt werden, ohne dass zugeheizt werden müsste, erklärte der EWG-Geschäftsführer, Christian Nolte, der Süddeutschen Zeitung Anfang des Jahres. Sinnvoll für die Stadtteilerschließung wäre, eine Trasse über das Forschungsgelände der TU München (TUM) zu legen. Doch dort hält sich der Enthusiasmus in Grenzen. Denn die Trassenlegung würde sinnvollerweise gleichzeitig Zugänge für die Anschlüsse weiterer Neubauten auf dem Forschungscampus beinhalten, wie beispielsweise für die Science City oder die Fraunhofer-Gesellschaft. Derzeit ist die Versorgung aber über das TUM-eigene Heizkraftwerk vorgesehen, das den Campus seit den 1960er Jahren über ein Heißwassernetz versorgt. Mit der Anpassung des Erdgas-betriebenen Kraftwerkskreislaufs im Jahr 1996 beliefert es den gesamten Forschungscampus mit einer Wärmeleistung von 42 Megawatt sowie 6 Megawatt Strom. Daraus ergibt sich ein klarer Interessenskonflikt beider Parteien.

Dabei beliefert die EWG bereits Kunden auf dem Forschungsgelände mit geothermischer Wärme, wie beispielsweise GE General Electric oder die Metallinnung, berichtete die Süddeutsche Zeitung letzte Woche. Diese werden derzeit noch über Container der EWG versorgt, die sich in der Lichtenbergstraße des TUM-Geländes befinden. Der Geschäftsführer der EWG, Christian Nolte, bescheinigt der Garchinger Geothermie in der Süddeutschen Zeitung einen „wesentlich besseren Primärenergiefaktor“, mit dem die TUM ihre jährlichen Kohlendioxid-Emissionen um 2.600 Tonnen reduzieren könnte. Doch bislang hat die EWG, die zu je 50 Prozent der Stadt Garching und der Bayernwerk AG gehört, keine Erlaubnis für eine Trassenlegung von der TUM erhalten, was bereits zu einigem Unmut im Stadtrat geführt hat. Der TUM Präsident, Prof. Wolfgang Herrmann, bestätigte der EWG, dass die Geothermie in den Plänen für den weiteren Campus-Ausbau eine Rolle spiele. Er führe bereits Gespräche mit dem Garchinger Bürgermeister, Dietmar Gruchmann von der SPD, so die Süddeutsche Zeitung.

Die Trassenlegung durch den TUM-Forschungscampus und auch die zukünftige Nutzung der ortseigenen Geothermie durch die Hochschule wäre für die EWG wirtschaftlich von Bedeutung. Aber es würde auch das Profil der TUM schärfen, die seit Jahren verstärkt in die Forschung im Bereich Erneuerbare Energie investiert. Überdies spielt sie eine tragende Rolle in dem vom bayerischen Staat finanzierten Forschungsprojekt „Bayerische Geothermie-Allianz“. (sv)

Quelle: 

Süddeutsche ZeitungSüddeutsche Zeitung