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LANDKREIS und MÜNCHENER NORDEN

Im Alter gut leben Landkreis setzt Schritt für Schritt Maßnahmen aus seinem Seniorenpolitischen Gesamtkonzept um

Maria Sabbas-Scouras

Die Möglichkeiten der Medizin und die Lebensumstände im 21. Jahrhundert machen es möglich, dass die Menschen immer älter werden. Gleichzeitig bleibt die Geburtenrate in Deutschland weiterhin gering, so dass der Altersdurchschnitt und die Zahl an Hochbetagten in der Bevölkerung immer weiter ansteigen. Trotz der guten medizinischen Versorgung, bleiben die Herausforderungen und Probleme des Älterwerdens aber nicht aus. Einschränkungen in der Mobilität, in der körperlichen und geistigen Beweglichkeit bis hin zu vollständiger Pflegebedürftigkeit stecken die ganze Bandbreite ab. Mit zunehmender Zahl an älteren und hochbetagten Menschen nimmt auch die Herausforderung für unsere Gesellschaft zu.
Der Landkreis München befasst sich bereits seit vielen Jahren mit den Auswirkungen der demographischen Entwicklung und hat vor sechs Jahren auch ein Seniorenpolitisches Gesamtkonzept mit einer Vielzahl ganz konkreter Handlungsempfehlungen verabschiedet. Im Oktober zog der zuständige Fachbereich im Landratsamt einmal mehr Bilanz und berichtete dem Sozialausschuss des Kreistags über laufende Aktivitäten und zukünftige Planungen.

Für die meisten wichtig: Zuhause leben
Wie kann ich möglichst lange in meinem vertrauten Zuhause leben? Diese Frage treibt vermutlich fast alle Menschen um, sobald sie ein höheres Lebensalter erreicht haben. Daher nimmt der Themenkomplex „Wohnen zu Hause“ im Seniorenpolitischen Gesamtkonzept eine besondere Rolle ein. Neben einer Wohnberatung fördert der Landkreis auch das Projekt „Wohnen für Hilfe“. Das Prinzip ist einfach: Ein älterer Mensch bietet kostenlos Wohnraum an und erhält dafür von seinem Mitbewohner Unterstützung im Alltag, etwa beim Einkaufen, der Garten- oder Hausarbeit. 49 solcher Wohnpatenschaften gibt es aktuell im Landkreis.
Neben der Förderung einzelner Projekte, wie zum Beispiel einer Service- und Beratungsstelle für ältere Menschen für die Gemeinden des Hachinger Tales, hat der Landkreis auch einen Ratgeber mit vielen wichtigen Informationen, Tipps und Ansprechpartnern samt einer Notfallmappe herausgegeben Dieser ist kostenlos und im Landratsamt erhältlich.

Marktbericht Pflege
Wenn die Gebrechen größer werden, spielen neben den Angehörigen vor allem auch ambulante Pflegedienste eine große Rolle. Eine quantitative Erhebung im Frühjahr 2017 hat ergeben, dass trotz des großen Fachkräftemangels die pflegerische ambulante Grundversorgung in allen Kommunen noch vollständig abgedeckt werden kann. Der Landkreis München fördert rund 160 Vollzeitstellen auf diesem Gebiet. Um hier auf eine mögliche Verschärfung der Situation frühzeitig reagieren zu können, soll künftig jedes Jahr ein so genannter „Marktbericht Pflege“ erstellt werden.
Neben den ambulanten Pflegediensten stehen im Landkreis München derzeit 3.250 vollstationäre Pflegeplätze und mehr als 900 Wohnbereichsplätze zur Verfügung. Hinzu kommen Kurzzeit- und Tagespflegeplätze.

Nehmen zu: dementielle Erkrankungen
Ein besonderes Augenmerkt legt der Landkreis auch auf die zunehmenden dementiellen Erkrankungen. Im Rahmen seiner Demenzstrategie hat der Landkreis das Modellprojekt „Selbstbestimmt leben mit Demenz in der Kommune – Wege gemeinsam gehen“ ins Leben gerufen, an dem sich insgesamt neun Landkreiskommunen beteiligen. Die einzelnen Konzepte sind bereits ausgearbeitet, und es wird mit der Umsetzung begonnen. Bei den Vorarbeiten hat sich herausgestellt, dass auf diesem Gebiet erhebliche Versorgungslücken bestehen.
Die Seniorenhilfefachberatung im Landratsamt ist noch auf vielen Gebieten aktiv und engagiert sich intensiv für eine Vernetzung der verschiedenen Akteure. Auch der Bedarf an der zugehenden Seniorenberatung nimmt mehr zu. Das Spektrum der Beratung reicht dabei von finanziellen Hilfen über Fragen zur Pflege, Betreuung oder das Stellen von Anträgen.
Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes geplant
Für das kommende Jahr haben sich die Fachleute im Landratsamt die Fortschreibung bzw. Aktualisierung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes vorgenommen. Auch sollen die Angebote, die der Landkreis bietet, für ältere Menschen und deren Angehörige noch transparenter gemacht werden. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt in der Umsetzung der Demenzstrategie. Sie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Landkreis München e. V. als Kooperationspartner des Landkreises und dem Bündnis Demenz.
„Allein das Bewusstsein, dass der demographische Wandel unsere Gesellschaft zukünftig noch stärker beeinflussen wird, reicht nicht. Es bedarf einer Vielzahl von Akteuren, angefangen von der großen Politik über Vereine, Organisationen bis hin zum einzelnen Bürger, die sich dieses Themas nicht nur in der Theorie, sondern vor allem auch in der Praxis annehmen. Unser Seniorenpolitisches Gesamtkonzept hilft uns vor Ort – auf Landkreisebene und in den einzelnen Kommunen – ganz konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um diesen gesellschaftlichen Wandel gut zu meistern“, so Landrat Christoph Göbel.

 

Quelle: Landratsamt München